In den Highlands Queens View (Loch Tummel) Eilean Donan Castle
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Bloß nicht!

Und hier noch ein paar Verhaltensregeln, was man so in Schottland überhaupt nicht machen sollte.

  • 1. Regel: Nenne eine Schotten NIE Engländer.
    Auf solch eine "Titulierung" können Schotten extrem empfindlich reagieren, denn das Verhältnis zwischen Schotten und Engländer war noch nie besonders freundlich (historisch bedingt). Allenfalls können Sie ihn noch Brite nennen. Das wird akzeptiert.
  • 2. Regel: Andere nicht überholen lassen.
    Die Ausweichstellen der einspurigen Landstraßen (sogenannte Single Track Roads) dienen dazu, dem entgegenkommenden Verkehr auszuweichen und nachfolgenden Fahrzeugen das Überholen zu ermöglichen. Es gilt daher als Verkehrsverstoß, wenn man diese Regel missachtet. Weitere Informationen zur Beschilderung von und auf einspurigen Landstraßen finden Sie unter "Anreise und Verkehr > Verkehrsregeln" oder sehen Sie einfach einmal hier nach.
  • 3. Regel: Nie Querbeet laufen.
    Es muss dringend davon abgeraten werden, im Hochland einfach nach Lust und Laune loszuwandern. Moore, Tümpel und Felsen machen den Ausflug zur Strapaze und bringen Sie nur unnötig in Gefahr (Denken Sie auch daran, daß Ihr Handy eventuell keinen Empfang mehr haben und somit das Hilfe holen sehr schwer werden kann). Es gibt in den schönsten Gegenden Wanderpfade, dazu Fernwanderwege wie den West Highland Way (147 km Länge von Milngavie nach Fort William) oder den Speyside Walk (72 km Länge) und vielerorts werden sogar geführte Wanderungen angeboten.
  • 4. Regel: Nie wild Zelten.
    Besonders die Highlands mit ihrer Abgeschiedenheit verleitet den Camper dazu, einfach auf einer Wiese sein Zelt aufzuschlagen. Vergessen Sie daher nie, daß diese Wiese jemanden gehört. Wenn Sie unbedingt wild zelten möchten, dann sehen Sie sich um ob Sie nicht irgendwo einen Bauernhof finden. Denn zu diesen gehört vielleicht die auserwälhte Wiese. Wenn Sie den Bauern höflich fragen, wird er Ihnen den Wunsch seltenst abschlagen. Aber denken Sie daran, am nächsten Tag der Ort wieder sauber zu verlassen und nicht Ihren ganzen Müll dort liegen zu lassen.
  • 5. Regel: Touristenplätze meiden.
    Plätze wie das Aviemore Centre mit seinen Ferienchalets, mit Kino, mit Go-Kart-Piste und mit Eislaufhalle erscheinen in Schottland völlig deplaziert und diese sollten Sie tunlichst meiden. Aber auch landschaftliche Schönheiten wie die Trossachs sind in der Hochsaison total überlaufen und werden zum touristischen Rummelplatz. Der richtige Schottlandfan wendet sich mit Grausen davon ab und sucht sein Heil in der Ruhe und Abgeschiedenheit der Highlands.
  • 6. Regel: Nie das Tanken vergessen.
    Von Samstag mittag bis Montag morgen sind ländliche Zapfsäulen trockengelegt. Viele Bewohner der Highlands und der Inseln halten den Sonntag heilig, aber "Sonntags nie" gilt auch in anderen schottischen Landesteilen. Nehmen Sie also in dünnbesiedelten Gegenden im Norden immer genügend Benzin mit und nutzen Sie jede Gelegenheit zum Tanken. Diesel bekommen Sie hier häufiger als bleifreies Benzin!
  • 7. Regel: Nie beim Essen sparen.
    Der Gast eines Schlosshotels kommt in Schottland fast immer auf seine kulinarischen Kosten. Das Essen in einfachen Lokalen kann selbst für anspruchslose Naturen nicht selten zur herben Enttäuschung werden. Am Essen zu sparen und einen Bogen um ein gutes Restaurant zu machen, kann einem den ganzen Schottlandurlaub vermiesen. Denn die schottische Küche ist wesentlich besser als ihr Ruf (dieser wird eher durch das englische Essen "versaut"). Besonders empfehlenswert sind Fisch- und Wildgerichte. Aber es gibt, besonders in Küstennähe, auch hervorragende Fish&Chips-Läden. Fast-Food muss also nicht immer schlecht sein (PS: Auf den Shetland-Inseln hatte ich die besten Fish&Chips, die ich je gegessen hatte; da wurde der Fisch wirklich noch direkt vom Boot in den Laden gebracht!).
  • 8. Regel: Nachts frieren...
    Denn das muss wirklich nicht sein, oder wollen Sie eventuell mit einer Erkältung nach Hause kommen ?! Viele Fremdenbetten in Bed&Breakfast Unterkünften sind nur mit leichten Decken ausgestattet. Statt wie die abgehärteten Schotten nachts zu frieren, sollte man sich vorher lieber vergewissern, ob eine Extradecke zur Verfügung steht. Notfalls können Sie auch ihren Wirt danach fragen. Er wird Ihnen mit Sicherheit gerne eine Extradecke zukommen lassen.
  • 9. Regel: Caravanurlaub.
    Den eigenen Wohnwagen kann man getrost zu Hause lassen, ohne auf die geliebte Urlaubsart verzichten zu müssen. Es ist nämlich billiger und auf jeden Fall bequemer, wenn man in Schottland eine Wohnwagen mietet. Außerdem sparen Sie noch einiges Geld bei der Überfahrt mit der Fähre und bei der Anreise durch England. Ganz angesehen davon, daß die Anreise wesentlich leichter ist und man schneller vorankommt.
  • 10. Regel: Immer höflich bleiben.
    Auch wenn die Schotten keine Engländer sind, sollte man sich ihnen gegenüber dennoch immer höflich verhalten. Denn auch die Schotten schätzen im alltäglichen Umgang miteinander das gewisse "Gentleman-Like-Gehabe". Und es hilft in manchen Situationen, denen man vielleicht nicht so recht gewachsen ist, viel leichter darüber hinweg. "Ein Lächeln sagt manchmal mehr als Tausend Worte!".
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