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Verkehrsüberwachung

Zuerst der wichtigste Hinweis: Halten Sie die Verkehrsregeln in Großbritannien 100%-ig ein!!! Ihre Urlaubskasse wird es Ihnen danken.

Blitzkasten

Großbritannien wimmelt nämlich nur so vor von Geschwindigkeitskontrollen und Ampelüberwachungsanlagen (Blitzkästen von vorn und hinten (um auch Motorräder blitzen zu können)) und Parkschein/-uhr Überwachern. So sind beispielsweise auf der Küstenstrecke von Newcastle nach Edinburgh mehr als 30 Blitzkisten pro Richtung. Eine ebenso "gefährliche" Strecke ist die Straße A68 von der schottischen Grenze bei Carter Bar Richtung Jedburgh. Da stehen mindestens auch an die 10 Blitzkästen. Verkehrsschild "Radarkontrolle" In London steht je 500 Meter ein Blitzkasten. Achtung: Fast jedes Gerät blitzt auch den Gegenverkehr. In Großbritannien sind auch die sogenannten Laserpistolen erlaubt, so daß hier eine Geschwindigkeitskontrolle nicht immer sofort zu erkennen sind. Im Normalfall ist aber jeder Autofahrer selber schuld, wenn er in eine Radarfalle tappt. Denn die Briten haben ein so extrem hohes Sicherheitsbewußtsein, daß jede Radarfalle so unübersehbar abgesichert ist. So sind sie wirklich nicht zu übersehen. Zum Teil werden die Autofahrer durch Hinweistafeln im Vorfeld schon von den nachfolgenden Radarmessungen gewarnt!

Parken ohne oder mit abgelaufenen Parkschein wird nach spätestens 5 Minuten mit einem "Knöllchen" registriert und nach weiteren 30 Minuten mit einer "Park-Kralle". Und ist der Parkplatz auch noch so einsam in der Landschaft. Häufig gibt es einen Parkscheinautomaten und die dazugehörige Überwachungsperson(en), die Knöllchen verteilt, wenn die Parkzeit abgelaufen ist.

Verkehrsüberwachung Verkehrsüberwachung

Immer häufiger finden Sie an den Straßenrändern und besonders an Einmündungen große blaue Masten mit einer Art Horn daran. Das sind Geräte, die Informationen über die Stau-Situation und das Verkehrsaufkommen auf den jeweiligen Strecken zu einem kleinen Gerät in Ihrem Auto (wenn Sie es haben) übertragen. Damit ist der Autofahrer jeder Zeit informiert, auf welches Straße es Staus gibt und wo nicht und welches Strecken er zu meiden hat. Persönlich habe ich allerdings solch eine "Black Box" noch nie in einem Fahrzeug gesehen.

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Neuesten Berichten zufolge, gibt es in Großbritannien etwa 14.000 Kameras, die den Verkehr überwachen sollen. Davon sind etwa 4.000 Kameras nur einfache Blitzer zur Erfassung von Geschwindigkeitsübertretungen oder zur Erfassung von Fahrzeugen, die eine rote Ampeln überfahren haben. Diese Kameras können im Normalfall nur einfache Photos anfertigen. Weitere 8.000 Kameras verfügen über das teuere ANPR-System (ANPR = Automatic Number Plate Recognition) und sind damit in der Lage, KfZ-Kennzeichen (zum Glück nur britische Kennzeichen!) auszuwerten und diese Informationen an eine zentrale Datenbank weiterzuleiten. Damit ist es möglich, beispielsweise gezielt nach gestohlenen Fahrzeugen zu suchen, sie zur Anti-Terrorfahndung einzusetzen oder, wie es in London mittlerweile üblich ist, mit diesem System die City-Maut zu erheben. Weitere Einsatzgebiete sind beispielsweise die Überwachung der Londoner Busspuren (werden meist von Pkw-Fahrern zugeparkt) oder die Erfassung von Falschabbiegern.

Jetzt werden Stimmen laut, die der Meinung sind, daß sich das vorhandene System hervorragend dazu eignet, sich als lukrative Einnahmequelle "mißbrauchen" zu lassen. Nach aktuellen Quellen soll die britische Regierung damit im Zeitraum 2003 bis 2004 aus Strafmandanten für Raser oder Rotlichtsünder etwa 113,5 Millionen Pfund (das entspricht etwa 165,6 Millionen EURO) eingenommen haben. Durch die Überwachung anderer Verkehrsstraftaten könnten sich dem Bericht nach zufolge die Einnahmen deutlich erhöhen lassen. Dazu kämen dann Vergehen wie "Fahren ohne Sicherheitsgurt" oder "Telefonieren am Steuer". Durch diese Mehreinnahmen könnten wiederum neue ANPR-Kameras angeschafft werden und damit noch mehr Verkehrsdelikte überwacht und geahndet werden. Damit beginnt der Teufelskreis...

Experten des britischen Automobils Clubs AA  warnen jedoch vor einem massiven Einsatz dieser Kamerasysteme. Man ist nämlich der Meinung, daß die Kameras nicht in der Lage sind zu unterscheiden, ob ein Fahrer beispielsweise wirklich telefoniert oder sich nur am Kopf kratzt. Weitere Entwicklungen bleiben daher abzuwarten.

Für uns Touristen heißt dies auf jeden Fall, immer auf der Hut zu sein und sich manche Aktionen zweimal zu überlegen. Schließlich muß man seine Urlaubskasse nicht mutwillig schrumpfen lassen!

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London: Erweiterte Umweltzone / City-Maut

England: London weitet seinen Kampf gegen die Umweltverschmutzung aus: Seit Montag, dem 4. Februar 2008, müssen Lastwagen mit hohen Abgaswerten sowie Wohnmobile £200 (etwa €266) pro Tag für die Fahrt durch den Großraum London bezahlen. Dadurch solle die Luftqualität in der 7,5-Millionen-Metropole verbessert werden, sagte Bürgermeister Ken Livingstone. Bei Verstößen ist mit einer Strafe von bis zu £1000 (etwa €1330) zu rechnen. In den kommenden zwei Jahren sollen auch Busse mit der Maut belegt werden. Von der Strafgebühr seien derzeit rund 2500 Fahrzeuge betroffen, die täglich in die rund 1.500 Quadratkilometer große Umweltzone führen. Auch in Vororten und Randbezirken müssen Fahrer, deren Lastwagen mit einem älteren Dieselmotor ausgestattet sind und über zwölf Tonnen wiegen, künftig zahlen. Gleiches gilt für Fahrer von Wohnmobilen, die ähnlichen Anforderungen entsprechen.

England: Am 17. Februar 2003 wurde in London eine City-Maut eingeführt, die jedoch vorerst nur für die Innenstadt gilt. Wer an Werktagen zwischen 07:00 Uhr und 18:30 Uhr mit dem Auto in die Mautzone fahren will, muß pro Tag £5 (etwa € 7,50) Maut entrichten. Taxis, Motorräder und Busse sind von der Maut ausgenommen. Für bestimmte Fahrzeuge gelten Minderungen, beispielsweise bekommen Anwohner 90 Prozent Rabatt. Behinderte mit einem entsprechenden Ausweis sind von der Maut befreit.

Schottland: Für Edinburgh wurde ebenfalls die Einführung einer Innenstadtmaut in Erwägung gezogen. Der Vorschlag wurde jedoch im Februar 2005 in einem Referendum mit einer Quote von 74.4 % (bei einer Wahlbeteiligung von 61,8 %) von den Einwohnern Edinburghs deutlich abgelehnt. Somit bleibt Edinburgh vorerst "citymautfrei".

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