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Zulassung, Zulassungszahlen, Statistik

Im Jahr 2003 feierte Fahrzeugzulassungs- und Registrierungsbehörde (Driver and Vehicle Licensing Agency  (DVLA), als Teil des Britischen Verkehrsministeriums) in Großbritannien ihr 100-jähriges Bestehen. Als der "Motor Car Act von 1903" eingeführt wurde, waren 17.000 Fahrzeuge registriert. Heute sind es fast 30 Millionen, wobei 72 % aller Haushalte ein eigenes Auto und 71 % der Erwachsenen einen gültigen Führerschein besitzen.

Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in Großbritannien steigt von Jahr zu Jahr. Eine Übersicht bietet Ihnen die nachfolgende Aufstellung.

Zulassungs-
jahr

Zahl der
zugelassenen
Fahrzeuge

Zahl der
neu zugelassenen
Fahrzeuge

1903

17.000

keine Zahlen verfügbar

1920

591.000

keine Zahlen verfügbar

1946

3,1 Millionen

keine Zahlen verfügbar

1956

6,3 Millionen

751.000

1966

12,0 Millionen

1,5 Millionen

1976

17,3 Millionen

1,8 Millionen

1986

21,7 Millionen

2,3 Millionen

1996

26,3 Millionen

2,4 Millionen

2001

29,7 Millionen

3,1 Millionen

  • Im Jahre 1951 besaßen nur 14 % der britischen Haushalte ein Fahrzeug, davon hatten nur 1 % sogar zwei Fahrzeuge. Bis 1969 steigen die Zahlen auf 45 % (für ein Fahrzeug) und auf 6 % (für zwei Fahrzeuge) an. Momentan besitzen 46 % aller Haushalte ein Fahrzeug, 22 % zwei Fahrzeuge und 5 % drei und mehr Fahrzeuge.
  • Fast ein Drittel der Haushalte kaufen ein weiteres Auto als Ergebnis einer bestandenen Führerscheinprüfung von Sohn oder Tochter.
  • 71 % aller Briten besitzen einen vollwertigen Führerschein. Das sind 32,3 Millionen Einwohner.
  • Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Autofahrern liegt bei 82 % männlicher Autofahrer, die einen gütigen Führerschein besitzen; bei den Frauen sind es 60 %. Dieses Verhältnis stieg seit 1976 drastisch an; 1976 hatten nur 29 % der Frauen und 69 % der Männer einen gültigen Führerschein.
  • Im den Jahren 2001 und 2002 wickelte die Zulassungsbehörde 81,7 Millionen Fahrzeug- und 16,1 Millionen Personenvorgänge ab.
  • Blau ist die beliebteste Wagenfarbe (6.302.346 der zugelassenen Fahrzeuge) gefolgt von rot mit 5.693.327 Zulassungen.

Laufende Kosten für den Unterhalt

  • Der durchschnittliche Haushalt gibt £55,10 pro Woche für das Kraftfahrzeug aus. Darin sind Kosten für Versicherungen, Steuern und Treibstoffe (Benzin oder Diesel und Öl) sowie für Kundendienste enthalten. Dies entspricht £2,865 pro Jahr und Haushalt - ein Anstieg von 61 % in den letzten 10 Jahren.
  • Im Jahr 2000 verursachten 4,23 Millionen Schadensfälle Unkosten von £7,078 Millionen. Jährlich melden durchschnittlich 17 % der Autofahrer einen Versicherungsfall mit einer durchschnittlichen Schadenssumme von £1,673. Dies entspricht einem Kostenanstieg von 5,9 % in den letzten 10 Jahren. Die Häufigkeit der Schadensfälle ging jedoch um 2,9 % zurück (d.h. der einzelne Schaden wird daher teuerer für die Versicherungen).
  • 1971 kostete der am besten verkaufte Familienwagen, ein Austin Morrison 1300, £931. Das äquivalente Fahrzeug im Jahre 2001 war der Ford Focus mit einem Preis von £12,710.

Fahrer und Fahrzeuge - eine kleine Statistik

  • Im Zeitraum 1989/1991 bsi 1999/2001 erhöhte sich die von Fahrzeugen zurückgelegte Strecke bezogen pro Einwohner durchschnittlich um 11 %. In den Jahren 1989/1991 betrug die durchschnittlich jährlich zurückgelegte Strecke pro Person 4.806 Meilen (etwa 7.740 km). Heute liegen die Werte bei ungefähr 5.350 Meilen (ungefähr 8.610 km).
  • Die durchschnittliche Verweildauer im Fahrzeug erhöhte sich ebenfalls von 8,2 Meilen (1989/1991) auf 8,7 Meilen (1999/2001). Ein Anstieg um 6 %. Im Gegensatz dazu erhöhte sich die durchschnittliche Länge alle Fahrten um 13 %, von 5,9 auf 6,7 Meilen (von 9,5 auf 10,8 km).
  • 70 % aller Britischen Bürger fahren regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit. Die durchschnittliche Fahrzeit beträgt 20 bis 21 Minuten und diese Zeitspanne ist unabhängig vom jeweiligen Fahrzeugtyp.
  • Die durchschnittliche Anzahl von Fahrten erhöhte sich im Zeitraum von 1989/1991 bis 1999/2001 von 619 auf 637 Fahrten pro Person und pro Jahr.
  • Fahrten mit dem Auto machen 80 % aller zurückgelegten Strecken in Großbritannien aus.
  • Die Anzahl von durchgeführten Führerscheinprüfungen in Großbritannien nahm in den letzten 10 Jahren ab; die Rate sank von 1,8 Millionen auf 1,2 Millionen Prüfungen. Die Erfolgsquote sank ebenfalls; von 51 % bestandener Prüfungen im Jahre 1991 auf 43 % im Jahre 2002.
  • In Großbritannien werden ungefähr neun Tage pro Jahr im Auto verbracht.
  • 60 % aller durchgeführten Fahrten wurden von nur einer Person gemacht; 36 % mit zwei Personen.
  • 27 % aller Fahrzeuge sind jünger als 3 Jahre und 27 % sind älter als 10 Jahre.
  • Die Lebensdauer eines Fahrzeuges beträgt in Großbritannien durchschnittlich 14 Jahre.

Geschichtlicher Überblick

  • The Motor Car Act 1903 führte Methoden ein, um Fahrzeuge und ihre Fahrer zu registrieren. Landratsämter wurden zu Zulassungs- und Registrierungsstellen benannt. Die Gebühr für eine Fahrzeugzulassung betrug damals 20 Shilling und für einen Führerschein 5 Shilling. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde auf 20 Meilen (= 32 km/h) festgesetzt.
  • The Roads Act 1920 verlangte von den Zulassungsstellen, daß alle Fahrzeuge zum Zeitpunkt ihrer Zulassung registriert werden und daß alle Fahrzeuge ein Kennzeichen bekommen. Von den Fahrzeughalter wurde verlangt, daß sie sich bei der Zulassungsstelle meldeten, wenn sie ein Fahrzeug gekauft hatten. Die Bezeichnung "Eigentümer" wurde durch den Begriff "Halter" im Fahrzeugbrief ersetzt.
  • The Road Traffic Act 1930 schaffte die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde auf 20 Meilen (= 32 km/h) ab und ersetzte diese durch verschiedene Höchstgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von den verschiedenen Fahrzeutypen (z.B. Pkw, Lkw, Busse, ...)
  • Die Motor Vehicle Regulations 1935 sah die Einführung von Führerscheinprüfungen für alle Personen vor, die das Fahren nach dem 1. April 1934 begannen. Diese Prüfungen wurden 1939 für 7 Jahre (wegen dem 2. Weltkrieg) und 1956 für ein Jahr (wegen der Suez-Krise) außer Kraft gesetzt.
  • In den 1960er Jahren erreichten die Datenbestände eine Höhe von 14,9 Millionen Einträge für die aktiven Fahrer und 12,9 Millionen Einträge für zugelassene Fahrzeuge. Die Regierung beschloß daher eine neues System der Datenerfassung einzuführen um die Zahl der Fahrer und Fahrzeuge zu bewältigen. Daher wurde 1965 das Driver and Vehicle Licensing Centre eingeführt um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Behörde wurde mit ihrem Hauptsitz in Swansea eingerichtet, wobei sie durch 81 örtliche Zentren unterstützt wird.
  • Im Jahre 1973 wurde der erste Führerschein durch einen Computer ausgestellt.
  • Im Jahre 1976 wurde durch die DVLA die volle Fahrtauglichkeit "Bis 70" eingeführt. Menschen bis 70 dürfen somit ihren Führerschein behalten.
  • Am 31. Januar 1983 trat die The 1982 Motor Vehicles (Wearing of Seat Belts) Regulation Act in Kraft, die die Anlegepflicht für Sicherheitsgurte regelte. Der Sicherheitsgurt wurde damit zwingend vorgeschrieben.
  • 1987 erfolgt die Einführung des bleifreien Benzins (Lead-free patrol). 1989 erfolgte zusätzlich eine damit einhergehende Steuerangleichung, die den landesweiten Gebrauch siganlisierte. Seit Januar 2000 ist in Großbritannien kein bleifreies Benzin mehr erhältlich. Übergangsweise gab es noch das LRP (Lead Reduced Petrol).
  • Im Juni 1999 wurde ein reduzierte Kraftfahrzeusteuer für Kraftfahrzeuge mit einem Hubraum von 1100 cm³ oder darunter eingeführt. Dieser Schwellenwert wurde dann nach und nach auf einen Hubraum von 1549 cm³ angehoben.
  • Um der Umwelt ein bißchen zu helfen, wurde von der DVLA im Jahre 2001 die gestaffelte KfZ-Steuer (Graduated Vehicle Exise Duty (VED)) in Abhänigigkeit des CO2-Ausstoßes und des verwendeten Treibstoffs neuer Fahrzeuge eingeführt. Weitere Informationen dazu finden Sie über diesen Link oder unter "Großbritannien > Allgemeines > Britische Steuersysteme > Kraftfahrzeusteuer".
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