A.C.
1. Geschichte
A.C. ist eine Automobilmarke aus Thames Ditton in Großbritannien, die 1913 ihr erstes Automobil produzierte. Heute ist diese Automarke vor allem durch den Klassiker AC Cobra bekannt, ein stark motorisierter offener Zweisitzer, der seit 1962 mit wechselnder Motorisierung bis heute gebaut wird.
Anfang des Jahrhunderts begann die Firma mit der Produktion von Dreirad-Transportern, die für den Lastentransport und die Personenbeförderung gedacht waren. Ihre Bezeichnung Auto Carrier gab der Firma als Abkürzung A.C. den Namen, den sie auch behielt, als diese motorisierten Rikschas längst nicht mehr gebaut wurden. 1913 wurde dann das erste "echte" Automobil gebaut, aber erst 1920 gelang der internationale Durchbruch mit einem Sechszylinder-Modell mit 2 Liter Hubraum und 35 PS. Das Aussergewöhnliche an dem Fahrzeug war die obenliegende Nockenwelle, eine Konstruktion, die zu dieser Zeit ausschliesslich im Rennsport verwendet wurde. Dieser Motor sollte mit geringfügigen Änderungen 40 Jahre lang gebaut werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Firma wieder mit einem Modell, das auf dem erfolgreichen Sechszylinder aufbaute. Auch das Fahrwerk der neuen Autos beruhte auf Technik der 1930er. Erst im Jahre 1950 gab es Modelle mit Einzelradaufhängung und Motoren anderer Hersteller, wie Bristol, die den Motor des BMW 328 weiter entwickelten. Durch diesen 2l-Motor wurde aus dem seit 1953 gebauten AC Ace (ein offener Sportwagen) ab 1956 der AC Ace Bristol, der es zu einigen Motorsporterfolgen brachte. In den Jahren 1957 und 1958 gab es sogar Einsätze in Le Mans.
Gegen Ende der 1950er wurde der Markt für Hersteller von Kleinserien sehr eng - die Konstruktion und Herstellung eines eigenen Motors rechnete sich längst nurmehr in der Grossserie. So konnte sich die Firma noch einige Zeit mit dem bewährten alten Sechszylinder über Wasser halten, doch 1963 war mit dem Motorenbau Schluss.
Der A.C. Bristol wurde längere Zeit als A.C. Aceca (von 1956-1966) mit dem Motor des Ford Zephyr ausgestattet. Immer mehr amerikanische Kunden fanden an den Fahrleistungen des leichten Fahrzeugs Gefallen, und auf diese Weise fand sich ein amerikanischer Rennfahrer namens Carroll Shelby, der sich gleich der Produktion des Nachfolgemodells annahm: Der A.C. 289 wurde mit dem 4,3 Liter V8-Motor von Ford ausgestattet, gleichzeitig wanderte die Produktion nach Santa Fe in den USA. Spätere Modelle mit der Modellnummer 427 brachten es dann unter dem Namen Shelby-Cobra auf einen Hubraum von 7,1 Liter (!), was dem vergleichsweise leichten Fahrzeug zu sensationellen Fahrleistungen verhalf. Gleichzeitig zementierte gerade diese wahnwitzige Konstellation den Ruf des A.C. Cobra als Kultfahrzeug.
Die Firma verschwand Mitte der 1970er von der Bildfläche. Spätere Versuche, die Marke wieder zu beleben (etwa 1980 und 1996) waren nicht von Dauer.
2. Quelle
|