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England Frühjahr 2009
"ERSTENS KOMMT ES ANDERS, ZWEITENS ALS MAN DENKT!"
(STATT WALES NACH ENGLAND)
VOM 17.03.2009 BIS 25.03.2009
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Vorwort
Das "Großbritannien-Abenteuer" neigt sich definitiv dem Ende zu. Dies ist der 29. Urlaub in Folge und im Herbst folgt der 30. und (hoffentlich) wirklich letzte Urlaub in Großbritannien. Da begebe ich mich noch einmal in den Nordwesten Englands mit der Möglichkeit, auch noch einmal Schottland einen Besuch abstatten zu können. Schließlich fehlen mir von Carlisle und Dumfries noch einige Bilder weil damals der Akku der digitalen Kamera schlapp gemacht hatte.
So geht es einem...
Kurz vor Weihnachten wollte ich meine Unterkunft bei Melvyn und Joyce in Wrexham (Wales) buchen. Das ist immer meine Zeit, zu der ich buche. Doch die Antwort von Melvyn war erschütternd. Er teilte mir mit, daß sie beide vom 3. bis 30. März 2009 auf die Kanarischen Inseln fliegen werden und daher zu "meiner" Zeit nicht da sind. Und das bedeutet... Der Urlaub muß umgebucht werden. Da mir im letzten Herbst 2008 Scarborough so gut gefallen hatte, habe ich sofort beschlossen, noch einmal dorthin zu fahren. Gesagt, getan. Eine kurze eMail an Susan gesendet und die Antwort ließ auch nicht lange auf sich warten. Ich bekomme "mein altes" Zimmer zum gleichen Preis von £17.50! Da habe ich mehr oder weniger zugesagt. Endgültig werde ich die Buchung im Januar festmachen... So, die Buchung in Scarborough ist im Kasten. Habe von Susan am 21. Januar die Bestätigung meiner Buchung erhalten. Jetzt fehlt nur noch die Fähre, aber das passiert erst im Februar.
Sonntag, 9. Februar 2009. Die Fähre ist mit einer "kleinen Lüge" gebucht. €374 sind zu bezahlen. Die "kleine Lüge" ist das Kennzeichen von meinem Auto. Denn bis ich nach England fahre, ist schon das neue Auto (ein Alfa Romeo GT) da. Nur weiß ich natürlich jetzt das neue Kennzeichen noch nicht. Und daher muß ich noch mit dem alten leben.
Die Wetterkapriolen in Großbritannien machen mir zu schaffen. Es ist der schlimmste Winter seit über 18 Jahren mit starkem Frost (in Aviemore hatte es -17 °C; die kälteste Nacht seit 23 Jahren) und heftigen Schneefällen von bis zu über einen Meter! Und dazu soll sich dann noch heftiger Regen gesellen. Hunderte Schulen wurden im ganzen Land geschlossen, die Autofahrer müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen und mittlerweile geht den Briten auch noch das Streusalz aus. Doch Hilfe aus Deutschland und Spanien ist unterwegs. Auf jeden Fall kann ich nur hoffen, daß der Spuk in fünf Wochen vorbei ist, denn mit dem neuen Auto und ohne Winterreifen finde ich das nicht witzig.
Dienstag, 17. März 2009
Also dieses Jahr verbringe ich den St. Patrick's Day definitiv nicht in England. Denn heute ist St. Patrick's Day und ich fahre heute erst los. Fahren: Das Zauberwort, denn viel hätte nicht gefehlt, und ich wäre zuhause geblieben. Nach dem vorausgegangenen Samstag und Sonntag, als S. und ich etliche SMSs (so jeder etwa ein Dutzend) ausgetauscht hatten, war ich die nächsten drei Tage psychisch und emotionell ziemlich schwer angeschlagen. Denn ich konnte nur noch an S. denken und wollte auf keinen Preis fahren. Ich hätte sogar das ganze Geld Geld sein lassen. Aber dazu bin ich dann doch zu geizig gewesen und bin mit dem neuen Auto (mein vierter Alfa [es ist ein Alfa Romeo GT]) gefahren. Und die ganze Fahrt mußte ich ständig an S. denken... Das Auto ist eine Wucht. Ein gnadenlose Fahrmaschine, soweit man das schon nach den ersten paarhundert Kilometern sagen kann. Wettermäßig hatte ich wahnsinniges Glück. Es war trocken, nicht zu kalt (so um 7 °C) und keine Spur mehr von Schnee. Weder im Spessart, noch im Westerwald noch in der Eifel. Daher ging es sehr gut voran; auch waren so gut wie keine Lkws unterwegs. Was man da eben von "keine" versteht... Gegen 9 Uhr 30 erreichte ich relativ früh meine Stamm-Tankstelle Bedburger Land und habe zu meinen Erstaunen nahezu den gleichen Verbrauch gehabt wie mit dem 147er. Und dabei habe ich jetzt 400 ccm³ und 45 PS mehr. Auch wiegt das Auto etwa 250 Kilo mehr. Aber ein Verbrauch bei den neuen Auto von 6,97 Liter auf 100 Kilometer kann sich sehen lassen. Weiter geht es nach Rotterdam. In den Niederlanden scheint sogar die Sonne vom blauen Himmel und am Hafen, Ankunft dort gegen 12 Uhr 15, ist es richtig warm. Um die 15 °C. Es erwartet mich für die heutige Überfahrt nicht die "Pride of Hull" sondern die "Pride of Rotterdam". Bei dem tollen Wetter mußte ich logischerweise gleich ein paar Bilder vom Alfa machen. Aber erst nach dem ich auf dem Klo war. Ich hatte es schon seit der Grenze (Übertritt bei Venlo kurz nach 10 Uhr) ein bißchen eilig. Daheim angerufen habe ich selbstverständlich auch. So, jetzt heißt es wie üblich auf den Check-In (ab 15 Uhr) und das Verladen (ab 17 Uhr) zu warten. Und wie üblich auch die gleiche Frage: Was wird heute Abend an Bord los sein? Bei Bingo krieg ich 'nen Anfall. Zum Glück habe ich diesmal eines meiner Linux-Notebooks dabei (mein MacBook ist mir dafür viel zu wertvoll). Der Kleinste und der, auf welchen ich im Notfall (d.h. wenn es geklaut wird) verzichten könnte. Nur um die Daten wär es schade (wegen fehlender Datensicherung). Aber mir ist in Großbritannien noch nie etwas weggekommen... Auf jeden Fall habe ich knapp zwei Gigabyte Musik drauf. Und damit ziehe ich mich notfalls in die Kabine zurück. Ach ja Kabine? Welche wird es diesmal sein? Es ist die Kabine 10235. Kommt mir irgendwie bekannt vor... Zur Ablenkung verdrücke ich mich ins Restaurant, wo es allerdings auch nichts Neues gibt. Das Essen war zwar wieder gut, aber im Vergleich zum letzten Jahr monoton. Danach ging es in die Bar. Murphy's ist aus. So eine Sch... Alternativ gibt es Guinness aus der Dose für €3,60. Ablenkung gibt es kaum, nur mein Notebook hilft mit über die Runden. Lange werde ich es heute nicht mehr machen. Bin total fix und fertig. Haue mich nur noch in die Koje und penne...

Mittwoch, 18. März 2009
So, der erste Urlaubstag in Großbritannien nimmt seinen Lauf. Ich hoffe, daß ich nicht wieder in "Gefühlsausbrüche" verfalle. Die Sache mit S. macht mir wirklich ernsthaft zu schaffen... Nach einer ruhigen Überfahrt mache ich mich gegen 6 Uhr "fein" für das Frühstück. Die Überfahrt war so etwas von langweilig, da ist eine Fahrt mit dem ICE nach Köln noch aufregender (der macht wenigstens 300 Sachen in der Stunde). Also die Überfahrt war extrem ruhig. Kaum das man bemerkt hat, auf "hoher See" zu sein. Daher habe ich auch bestens geschlafen und beginne den Tag total erholt. Das Frühstück brachte keinen großen Überraschungen. Es war wie immer. Gut und reichhaltig. Eine Überraschung ist jedoch das Wetter. Beim Blick aus dem Fenster im Restaurant empfängt mich strahlender Sonnenschhein. Mit Sicherheit auch eine Überraschung für das Auto. Hat er doch in seinen "nur" 12 Tagen dauernden Leben ausschließlich Regen und Schnee gesehen. Und jetzt ist er schon in Großbritannien! Ankunft in Hull um 7 Uhr 30. Das ist recht früh. Früher als sonst. Aber das stört mich nicht. Habe ich da doch ein bißchen mehr Zeit im Königreich. Tatsächlich waren wir schon kurz vor acht Uhr von der Fähre runter. Hull schläft um diese Zeit noch und die ganzen Schulbringdienste, die einen so nerven, sind noch gar nicht gestartet. Eigentlich sollte ich mit jetzt wohler fühlen, besonders bei strahlendem Sonnenschein, blauen Himmel und angenehmen Temperaturen. Die Fahrt Richtung Scarborough verlief reibungslos, da es wenig Verkehr gab und die Entfernung mit 47 Meilen auch nicht so weit ist. In Filey legte ich wieder eine längere Pause ein und bin am Strand spazieren gegangen, auch um einen freien Kopf zu bekommen. Bei dem herrlichen Wetter sollte das doch funktionieren. Dachte ich wenigstens, doch weit gefehlt... Gegen 10 Uhr 15 ging es weiter nach Scarborough. Die A165 kurz vor Scarborough (letztes Jahr ein riesige Baustelle) ist jetzt endlich fertig und ist eine gigantisch ausgebaute Straße geworden. Als aller erstes mußte der obligatorische Einkauf zum Start in den Urlaub erledigt werden. Diesmal und aus Ermangelung anderer Alternativen bei TESCO (später habe ich festegestell, bei Seamer gibt es noch einen Morrisons [ehemals Safeways]). Auf dem engen Parkplatz hatte ich schon ein bißchen Angst ums Auto. Aber es ging alles gut. Kurz nach 11 Uhr 30 dann Ankunft in meiner Unterkunft. Ein herzlicher Empfang von Susan und ich bekam mein altes Zimmer von letzten Jahr wieder, diesmal leicht umdekoriert, was mir persönlich besser gefällt. Nach dem Ausladen und Einrichten dann der erste Gang in die Stadt. Voll ist Scarborough wie eh und je und man meint, die Leute hätten nichts besser zu tun, als den lieben langen Tag die Fußgängerzone zu bevölkern. Ich bin erst einmal an den Strand runter und da die gesamte South Bay bis zum Hafen abgelaufen. Von dort aus führte eine steile Straße zurück in die Fußgängerzone. Dann hieß es Karten kaufen. Diesmal für die Eltern (die immer die erste Karte bekommen) und eine zweite für S.. Im Wetherspoon habe ich bei einem Pint "Ruddles Country Ale" für lächerliche 99p die Karten geschrieben. Bei 99p für das Pint konnte ich nicht nein sagen und bin aber erst noch ein bißchen durch Scarborough, bevor es wieder zurück ging. So gegen 15 Uhr 30 war ich dann daheim. Genau richtig für eine Tasse Tee. So, heute Abend werde in meinen Pub im "Tennyson Arms" noch auf ein paar Pints ("Tetleys Cask" für £2.35) vorbeischauen und damit den Tag beenden. Aufregend war er ja wohl genug. Wenigstens für mich.

Donnerstag, 19. März 2009
Ziel des heutigen Tages wird ein Ausflug nach Whitby sein, wo ich auch schon letzten Herbst war (ist auch eine sehr schöne kleine Stadt). Zurück geht es dann durch die North Yorkshire Moors, diesmal hoffentlich ohne dichten Nebel. Viel Alternativen bietet die Region leider nicht, so daß ich wohl ein Teil des letzten Urlaubs wiederholen werde. Aber das macht nichts, denn York und Hull sind eh für einen Besuch zu groß und so bietet sich die Gelegenheit, diese beiden Städte näher zu erkunden. Vielleicht werde ich am Montag auch noch per Eisenbahn Leeds einen Besuch abstatten. Mal sehen... Für 8 Uhr 30 ist Frühstück angesetzt. Damit habe ich viel Zeit für weitere Unternehmungen am heutigen Tag. Gehen wir also den Tag mit offenen Armen entgegen. Als hätte ich es geahnt, hat sich das Wetter geändert. Ist wolkiger und kühler geworden. Aber es bleibt im Großen und Ganzen warm und die Wolken sollen wieder mehr Lücken bekommen. Temperaturmäßig bewegen wir uns zwischen 10 und 13 °C. Bis über das Wochenende hinaus... Die Fahrt nach Whitby ist schnell erledigt, da es nur um die 20 Meilen sind. Ich mache mich auf, die Stadt zu erkunden. Naja erkunden, groß ist sie nicht und außerdem war ich ja schon beim letzten Urlaub hier. Im Gegensatz zu gestern ist es heute verdammt kalt und windig. Mehr als 8 °C sind es nicht und direkt am Meer fühlt es sich noch kälter an. Nach ungefähr einer Stunde geht es weiter nach Saltburn-by-the-Sea. Die Fahrt dort hin ist beeindruckend, denn es geht ständig rauf und runter. Teilweise gab es Steigungen mit bis zu 25 Prozent. Da muß der Alfa ganz schön kämpfen. In Saltburn-by-the-Sea scheint sogar die Sonne und es wird erträglich warm. Nach einem Spaziergang am Strand (meine Gedanken werden einfach nicht frei) geht es nach Scarborough zurück. Auf direktem Weg und nicht durch die North Yorkshire Moors; dafür war ich ja eben in Saltburn-by-the-Sea. Ankunft dort gegen 13 Uhr 15. Als erstes gibt es ein Pint "Ruddles Country Ale", denn im Wetherspoon ist es richtig schön warm. Danach mache ich einen Rundgang durch die Stadt und gehe noch beim TESCO einkaufen. Kurz nach 15 Uhr bin ich zuhause und es gibt eine schöne Tasse heißen Tees. Die Reparatuarbeiten bei mir sind im vollen Gange, denn gestern habe gleich nach der Ankunft erst einmal die Spülung vom Klo demoliert. War keine Absicht, aber das billige Plastik vom Drücker war halt nicht mehr das Beste. Jetzt muß ich vorübergehend das Klo am Gang und das Badezimmer im 2. Stock nutzen, denn momentan ist das Wasser abgestellt, auch weil der Spülkasten zusätzlich undicht ist. Somit war die Tragödie doch nicht ganz so tragisch. Den restlichen Abend werde ich wie gewohnt im Tennyson Arms verbringen. Vielleicht gehe vorher noch mal in die Stadt, denn vom Pub aus ist es nicht mehr weit. Für morgen steht die erste Zugfahrt nach York auf dem Programm. Ich hoffe, das Wetter wird wieder ein bißchen besser, also wärmer.

Freitag, 20. März 2009
Auf zwei Dinge kann man sich diesmal verlassen: Erstens, das Bier kostet im Tennyson Arms noch £2.35 ("John Smith's Bitter") und zweitens die Briefmarke, die noch 50p kostest (Da kann ich die übriggeliebene vom letzten Mal noch verwenden). Wenigstens etwas Positives. Negatives habe ich ja bisher zu Genüge erlebt... Übrigens expandiert die Reparatur der Klospülung zur Generalrestauration. Jetzt bekomme ich sogar noch ein anderes Zimmer, weil es wohl länger dauern wird. Umziehen werde morgen Nachmittag... Von S. habe ich jetzt zwei Tage nichts mehr gehört. Leider, und ich mache mir schon Gedanken! Das Wetter heute hat sich wieder besonnen, Frühling zu sein. Es ist schon heute früh sonnig, aber laut Wetterbericht noch relativ kalt und es sollen um die 13 °C warm werden. So etwas ähnliches haben sie gestern auch gesagt, nur blieb es arschkalt... Nach dem Frühstück um 8 Uhr 30 mache ich mich gegen 9 Uhr 25 auf in Richtung Bahnhof. Und nur deswegen, weil Susan der Meinung war, ich sollte gleich nach dem Frühstück noch das Zimmer wechseln, was dann auch in aller Hektik durchgezogen wurde. Der Zug nach York geht normalerweise um 9 Uhr 47 ab, d.h. ich habe noch genug Zeit für den Weg und das Ticket zu kaufen. Laut Internet soll das Ticket (Hin- und Rückfahrt) £15.20 kosten. Mal sehen, ob es recht hat... Mehr oder weniger. Aber £15.30 nenne ich dennoch eine Punktlandung. Zum ersten Mal war der Zug unpünktlich und hatte eine Verspätung von knapp 20 Minuten (sonst hätte ich ihn wegen der Umzieherei wohl auch nicht bekommen). Das erste Mal nach sovielen Bahnfahrten! Dadurch waren wir auch entsprechend später in York, was mich aber nicht weiter störte. Ich machte mich auf den Stadtrundgang und da ich letztes Jahr schon hier war, kannte ich mich auch gleich wieder aus. Anfangs war York sogar relativ leer und es waren nur wenige Menschen unterwegs, aber das änderte sich ab Mittag schlagartig. Eigentlich wollte ich mir York Cathedral auch einmal von innen ansehen. Bei einem Eintrittspreis von £10 blieb mir die Spucke weg und ich habe darauf dankend verzichtet. Gegen Mittag leistete ich mir im gleichen Pub wie letzes Mal ein Pint "John Smith's Bitter" für lustige £2.22. Dabei erledigte ich Urlaubspost und mußte mit Schrecken feststellen, daß ich die ersten Karten an meine Eltern mit meiner Adresse versehen haben. Es ist zwar nur die Hausnummer, aber dennoch... Da muß ich heute noch anrufen, damit sich meine Eltern keine Sorgen machen... Mit dem Zug um 14 Uhr 38 ging es dann wieder zurück nach Scarborough. Der Zug war sogar pünktlich da und zwei Minuten früher in Scarborough. Daß die Strecken manchmal in einen erbärmlichen Zustand sind, weiß ich. Aber diese muß wohl in den letzten Monaten erheblich gelitten haben, denn der Zustand war eine Tragödie. In Scarborough angekommen mache ich mich auf zum TESCO und auf ein schnelles Pint "Ruddles Country Ale" im Wetherspoon. Danach heim und die Lasten loswerden. Außerdem muß ich nun dringend aufs Klo. Wenn ich fertig bin, geht es noch auf zwei Pints ins Tennyson Arms. Damit wird dann dieser Tag beschlossen.

Samstag, 21. März 2009
Heute geht es zurück nach Hull. Allerdings ohne Auto und ohne Fähre. Für die Fähre ist am Dienstag noch genug Zeit. Wer es verstanden hat, hat richtig geraten. Es wird wieder der Zug genommen. Und damit liegen jeweils etwa 1,5 Stunden Zugfahrt vor mir... Das Wetter soll halten und es soll sonnig und warm bleiben. Vielleicht so wie gestern in York? Da war es richtig warm. Ich hatte fast schon zuviel angezogen... Mein neues Zimmer ist genauso schön wie mein altes. Zwar ein bißchen kleiner, dafür hat der Fernseher Videotext und ich habe einen ständigen Blick auf die Straße und damit auf das Auto. Das ist mir wichtig... Gestern Abend hatten ich mich wie versprochen bei S. gemeldet und S. hat geantwortet. Danach hatten wir einen kurzen SMS-Chat. Na also, geht doch... Als ich heute morgen aufwachte, waren doch tatsächlich die Dächer der Autos weiß. Es hatte in der Nacht leichten Frost gegeben. Im Zimmer ist auch entsprechend kühl, weil ich gestern Abend die Heizung runtergedreht hatte. Diese hatte schon geglüht. Aber wir können heute wieder mit einem sonnigen Tag rechnen. Daher steht der Fahrt nach Hull nichts mehr im Wege. Heute Nachmittag findet das letzte Rugbyspiel zwischen Irland und Wales statt (Außerdem spielen: ENG-SCO 26-12 und ITA-FRA 8-50). Der Sieger wird auch den "Six Nations Cup" gewinnen. Das Spiel beginnt gegen 17 Uhr 30. Das könnte ich noch schaffen. Auf jeden Fall muß Wales gewinnen, anderenfalls ist Irland der Sieger... So, kurz nach 9 Uhr 25 startete ich in Richtung Bahnhof. Es war wirklich noch sehr frisch draußen. Das Ticket für die Hin- und Rückfahrt kostete £14.10 (80p mehr als das letzte Mal). Der Zug um 9 Uhr 57 war pünktlich und wir waren auch pünktlich um 10 Uhr 26 in Hull. In Hull, man glaubt es kaum, war in der Fußgängerzone kaum ein durchkommen. So voll war es. Zuerst wußte ich nicht warum, aber dann fiel es mir ein, morgen ist ja "Mother's Day" (entspricht unserem Muttertag, hier nur exzessiver). Ich begann meine erste Runde und quälte mich durch das Gedränge durch. Irgendwie war aber mein Zeitgefühl gestört, denn ehe ich mich es versah, war es halb eins, also Zeit für das Mittagspint. Daher wurde auch nicht viel photographiert. In einem Pub, der wohl zur Wetherspoon-Gruppe gehöhrt, leistete ich mir mein Standardpint "Ruddles Country Ale" für ebenfalls 99p. Das Mittagspint wurde dann noch mit ein paar SMSs von S. verschönert. Danach ging es zur zweiten Runde. Da ich mir im Klaren war, daß jederzeit am Laptop Datenverlust drohen kann (was bei Linux nicht so einfach ist wie unter Windows), habe ich mir einen USB-Stick (2 GB, einen kleineren habe ich nicht gefunden. 1 GB oder 512 MB hätten mir gereicht) für £5.46 gekauft. Jetzt fühle ich mich wohler, denn den ganzen Text nochmals aus dem Kopf schreiben? Nein, danke! Nach ein paar Runden begab ich micht zurück zum Bahnhof um den Zug um 14 Uhr 44 zu nehmen. Dort mußte ich ganz dringend auf das Klo und habe dafür sogar 20p berappt. Aber bis nach Hause hätte ich es bestimmt nicht mehr einhalten können. Der Zug war auch da und wir fuhren zurück nach Scarborough. Ankunft in Scarborough um 16 Uhr 10. Im Anschluß holte ich mir bei TESCO noch das Abendessen und etwas zu trinken und machte mich auf den Weg nach Hause. Denn um 17 Uhr 30 spielt Wales gegen Irland im "Six Nations Cup". Als "alter Waliser" kann ich mir das nicht entgehen lassen und hoffe auf einen walisischen Sieg... Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Wales verliert mit 15 zu 17 gegen Irland und Irland gewinnt den "Grand Slam" nach 61 Jahren wieder einmal. Na gönnen wir es ihnen auch wenn der letzte walisische Penalty die Entscheidung zum 18 zu 17 hätte bringen können. Aber 48 m Entfernung zum Tor sind halt schon sehr weit (Wales landet damit sogar nur auf dem vierten Tabellenplatz)...

Sonntag, 22. März 2009
Heute ist Sonntag. Für heute habe ich mir nicht viel vorgenommen. Relaxen ist angesagt. Und damit meine ich, daß ich in Scarborough bleibe. Mein großer Plan sieht vor zuerst bis "South Bay" Spa zu laufen und von dort aus dann entlang "South Bay", um das Vorgebirge, auf dem Scarborough Castle steht, weiter bis "North Bay". Ein gewagtes Unterfangen, aber mit der Nähe zum Meer und zum Strand, hoffe ich, wieder einen einigermaßen klaren Gedanken fassen zu können und diverse Sachen in Ordnung zu bringen. Nebenbei habe ich mir vorgenommen, noch ein paar Bilder von Scarborough zu machen, denn ich habe da noch das eine oder andere Motiv gefunden. Eventuell reicht das sogar für eine Erweiterung meiner Webseite... Pünktlich zum Sonntag ziehen die ersten dunklen Wolken auf. Dadurch war es zwar heute Nacht nicht ganz so kalt (ich habe auch die Heizung nicht abgedreht), aber für den heutigen Tag in Scarborough ist das nicht so günstig. Allerdings war es das letzte Mal auch so. Nur der Sonntag war der schlechteste Tag. Und dennoch ist für morgen sogar leichter Regen angesagt. Aber das warten wir erst einmal ab... Gegen 9 Uhr 30 bin ich losgelaufen. Zuerst Richtung Fußgängerzone, wo ich noch ein paar Bilder gemacht habe. Danach ging es runter zum Strand, dem "South Bay" Richtung Spa (ein Vergnügungstempel). Von dort aus startete ich meine Strandtour Richtung "North Bay". Eigentlich wollte ich in der Ruhe des Strandes und der Friedfertigkeit der Nordsee meine Gedanken ordnen. Das hat aber leider nicht so richtig geklappt, denn ich weiß immer noch nicht, was ich in einer gewissen Sache unternehmen soll... Die Runde um das Vorgebirge, auf dem Scarborough Castle steht, was richtig interessant. Ich war erstaunt, viele Menschen am Sonntag Vormittag schon unterwegs waren. Es war fast wie eine Völkerwanderung. Bis zum "North Bay" und einschließlich dessen, war ich ganze drei Stunden unterwegs und war knapp zwei Meilen (oder über drei Kilometer) gelaufen. Naja eher gegangen. Denn ich hatte mir schon Zeit gelassen. Auch wegen dem oben Genannten. Vom "North Bay" aus ging es erst einmal in die Stadt zum Wetherspoon auf ein Pint "Ruddles Country Ale" (das habe ich wohl auch verdient). Danach heim, denn unterwegs hatte der Akku der Kamera schlapp gemacht und bedarf einer Aufladung. Wähernd der Akku lädt, genehmige ich mir im Wetherspoon noch zwei weitere Pints "Ruddles Country Ale". Gegen 16 Uhr kam ich daheim an und mußte festellen, daß die Möwen ganze Arbeit geleistet hatten. Mein neues Auto "zugeschissen". Der Dreck mußte natürlich erst einmal runter. Gesagt, getan. Jetzt ist der ganze Mist runter! Für heute Abend habe ich nichts besonderes mehr vorgenommen. Werde wohl im Tennyson Arms auf zwei Pints verschwinden und dann mich in die Falle hauen. Meine Füße bringen mich um nach der vielen Lauferei.

Montag, 23. März 2009
Nach langem Hin und Her über die Gestaltung des Tages bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Anstelle der Zugfahrt nach Leeds wird dies in eine Fahrt nach Bridlington umgewandelt. Bridlington wollte ich schon immer mal einen Besuch abstatten. Auf der letztjährigen Heimfahrt hatte ich mir dies zwar vorgenommen, aber mit dem Auto hier ist das so eine Sache. Man muß überall bezahlen. Daher war ich dann einfach weitergefahren. Außerdem hat das Ganze den Vorteil, daß ich heute Nachmittag noch genug Zeit habe, die bevorstehende Rückfahrt vorzubreiten. Auch wird es wohl nicht so teuer. Die Zugfahrt nach Leeds kostet etwa £22. Nach Bridlington nur £6.50. Wohl gemerkt, für die Hin- und Rückfahrt... Über Nacht hat sich das Wetter grundlegend geändert. Es ist wesentlich windiger geworden, teilweise sogar schon richtig stürmisch (teilweise bis 50 mph oder 80 km/h) und es ist auch kälter als gestern (nicht mehr als 10 °C). Hätte mein Zimmer nicht schon neue Fenster, es wäre ganz schön zugig im Zimmer geworden. Vom angekündigten Regen ist zwar noch nichts zu sehen, aber das kann noch kommen. Auf Sonne brauchen wir heute mit Sicherheit nicht hoffen... Der Zug nach Bridlington ist der gleiche wie nach Hull. Das bedeutet Abfahrt in Scarborough um 9 Uhr 57. Also habe ich noch alle Zeit. Nur wann der Zug zurück nach Scarborough geht, weiß ich noch nicht. Das muß ich noch ermitteln (dürfte so gegen 15 Uhr 30 sein oder auch einen Zug früher)... Auf dem Weg zum Bahnhof begann es leicht zu regnen. Als ich den Bahnhof erreichte begann es dann so richtig zu schütten was nur geht. Zum Glück war ich schon im Bahnhnof! Nach dem Lösen des Tickets hatte ich noch ein bißchen Zeit und holte mich einen Fahrplan, damit ich wußte, um welche Uhrzeit ein passender Zug von Bridlington nach Scarborough geht... Ankunft in Bridlington um 10 Uhr 36. Susan hatte recht, Bridlington ist nicht gerade der Brenner. Außer dem Hafen, meinte sie. Na ja, den Hafen hatte ich schnell gefunden, aber so berauschend war der auch wieder nicht. Wie auch das ganze Bridlington. Zudem wehte ein starker Wind (eher Sturm), bei dem es manchmal kaum noch ein Vorankommen gab. Und saukalt war auch noch. Nach ein paar Runden durch das wann man weitläufig Innenstadt nennt, beschloß ich, mit dem nächsten Zug wieder nach Scarborough zurückzufahren. Der nächste Zug ging um 12 Uhr 4 und der wurde auch genommen. Zuvor hatte ich mir noch eine Zeitung gekauft für später. Ankunft in Scarborough bei strahlendem Sonnenschein um 12 Uhr 40. Ich machte mich gleich auf ins Wetherspoon auf zwei Pints "Ruddles Country Ale". In aller Ruhe habe ich dabei die Zeitung gelesen. Gegen 15 Uhr 30 ging zurück in die Unterkunft. Aber auch in Scarborough ist es extrem windig und damit kalt. Auf meinem Zimmer angekommen gab es erst einmal eine heiße Tasse Tee zum Aufwärmen. Und dann begannen die ersten Vorbereitungen für die morgige Rückfahrt. Ja, es ist schon wieder der letzte Urlaubstag. Man möchte es kaum glauben! Zum Abschluß des heutigen Tages drehte ich noch eine Runde durch die Fußgängerzone; sozusagen zum Abschied. Und danach ab ins Tennyson Arms auf zwei weitere Pints "John Smith's Bitter". Damit beendete ich den letzten Tag.

Dienstag, 24. März 2009
Gestern Abend auf dem Heimweg vom Pub überkam mich doch noch die Lust auf eine Portion Fish'n'Chips. Glücklicherweise war ganz in der Nähe eine entsprechende Einrichtung. Eine riesige Portion für £3.15 konnte sich sehen lassen. Dafür "stank" mein Zuimmer eine zeitlang nach Essig und Chips... Tja, Man glaubt es kaum, aber es heißt schon wieder Abschied nehmen von Scarborough und von England. Denn heute beginnt die Rückreise. Das Ganze beginnt mit dem letzten Frühstück um 8 Uhr 30, der Übergabe von stolzen £105 und einer letzten Unterhaltung mit Susan. Irgendwie tut es mir leid, Scarborough und Susan zu verlassen. Nach knapp 30 Minuten werde ich "entlassen" und sogar mit Küsschen verabschiedet. Die Rückfahrt startete bei strahlendem Sonnenschein wobei es mit 6 °C relativ kalt war. Zuerst wird bei Sainsburys getankt, denn da kostet der Liter Super bleifrei nur 88.9p. Das ist der günstigste Preis. Anschließend erfolgte der finale Enkauf bei TESCO, der einmal mehr wieder in einem Fiasko ausartete. Denn obwohl ich fast nichts gekauft habe (wirklich nur zwei Plastiktüten voll) waren es wieder knapp £20. Ich weiß nicht, wohin das Geld gegangen ist. Danach verließ ich endgültig Scarborough um die Rückfahrt nach Hull anzutreten. Die Fahrt an für sich verlief ohne große Probleme und ich kam gut voran. In Hull angekommen erinnerte ich mich an einen "Auftrag" von S. und steuerte den auf dem Weg liegenden ASDA an. Doch den Auftrag konnte ich nicht erledigen und fuhr weiter zum Nächsten. Auch hier kein Erfolg und im dritten auch nicht. Leider Pech für S. (Info per SMS), aber wenn es das halt nicht gibt. Gegen 12 Uhr war ich eigentlich für meinen Pub "The Crown" bereit, aber der hatte wieder zu. Also fuhr ich zu dem Pub, wo ich auch das letzte Mal das letzte Pint auf britischem Boden getrunken hatte. Und siehe da: Das Pint "John Smith's Bitter" kostete immer noch £ 2.00. Gegen 13 Uhr war dann die letzte Etappe zum Hafen dran. Dort angekommen hieß es warten, bis gegen 15 Uhr 30 der Check-In begann. Pünktlich öffneten sich die Tore und ab in den Hafen, aber nicht ohne intensive Durchsuchung von Auto und Gepäck. Ich denke, der Alfa Romeo GT hat wohl ihren Argwohn erweckt und man wollte sich einfach nur das Auto anschauen, denn einer sagte: "You have a really nice car" und das sagt mehr oder weniger alles (ich hatte auch nur so nebenbei erwähnt, daß das Auto gerade erst einmal zweieinhalb Wochen alt und etwa 700 bis 800 Meilen auf dem Tacho hat. Das hatte wohl am meistens beeindruckt.). Gegen 17 Uhr war dann Verladen angesagt. So, endlich auf der Fähre mußte ich meine nachrichtlichen Pflichten erfüllen und ein paar SMSs an S. abschicken. Das Abendessen war wie auf der Hinfahrt. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Den Rest des Abends verbrachte ich in der Bar zwei oder drei Pints. Und mit der Aufgabe, den ganzen Text in Laptop einzuhacken. Und jetzt erst einmal zu Zusammenfassung:

Zusammenfassung
Der Urlaub war nicht wirklich toll gewesen, da ich ständig neben mir stand und voll durch den Wind war. Anders kann man es nicht sagen. Alles war ich anfaßte ging irgendwie schief. Abgesehen davon, daß ich gleich am ersten Tag den Hebel von der Klospülung abgebrochen hatte (billiges und gealtertes Plastik), waren meine Gedanken permanent bei S.. Selbst einfache Tätigkeiten erschienen mir fast unüberwindlich (z.B. Zimmerschlüssel vergessen, emotionelle Tiefschläge oder ähnliches). Ja, auch mit 49 Jahren ist man vor gewissen Einflüssen nicht gefeiht... Das Verrückteste war wohl die Tatsache, daß ich mit einen vollkommen neuen Auto in den Urlaub gefahren bin. Neuer geht es fast nicht mehr. Das Auto war gerade 12 Tage alt und hatte gerade 177 Kilometer auf dem Tacho. Doch dafür hat er sich sehr gut gehalten und bei den teilweise schlechten Straßen mußte er auch gleich beweisen, wie gut man in Arese (das ist bei Mailand, dort ist nämlich das Alfawerk) gearbeitet hat. Es gab keinen Grund zu meckern. Nur wird es Zeit, daß er seine Sommerreifen (225/40 ZR18) bekommt, denn die Straßenlage mit den Winterreifen (195/60 R16) ist doch nicht so besonders klasse. Übrigens zum Thema "Auto": In Großbritannien herrscht die gleiche Absatzflaute bei Autos wie überall. Wenn man dort sein neun Jahre altes Auto verschrottet, erhält man vom Staat £2000. Kommt das einem nicht bekannt vor (Tip: Schon mal von "Abwrackprämie" gehöhrt)?... Wettermäßig habe ich saumäßiges Glück gehabt. Kein Regen, nur Sonnenschein bei blauen Himmel und relativ warme Temperaturen. Alles natürlich mit gewissen Einschränkungen, aber wir haben ja auch erst Mitte März... Auch die Unterkunft war wieder von ausgezeichneter Qualität und Susan war freundlich wie eh und je. Auch der Preis vom letzten Mal mit £17.50 geht vollkommen in Ordnung. Man sieht, es geht auch zu vernünftigen Preisen. Und man hat mein Mißgeschick mit der Klospülung gar nicht übel genommen... Auch finde ich toll, sein eigenes Notebook dabei zu haben. Besonders wenn man im Notfall darauf verzichten kann, denn mit Diebstahl muß man immer rechnen. So kann man seine Daten gleich digital zur Verfügung stellen und muß sie nicht umständlich vom Handgeschriebenen abtippen, man hat genügend Musik dabei (ein MP3-Player würde dies allerdings auch erfüllen, aber eben nur dies) und man kann, sofern das Notebook WLAN unterstützt und WLAN angeboten wird, kostenfrei ins Internet gehen (im Wetherspoon wurde sogar kostenfrei ein WLAN Zugang angeboten, hatte aber keine Lust, das Notebook ständig mit mir rumzuschleppen; wobei ich gar nicht weiß, ob mein alter Toshiba WLAN kann [allerdings laut YaSt ja])... Heutzutage kann man fast sein(e) eMailkonto/en nicht mehr zwei Wochen "unbeaufsichtigt" lassen. Und in manchen Fällen ist das Notebook sogar ein Freund. Vielleicht riskiere ich es das nächste Mal doch mit dem MacBook. Wer weiß?!... Ansonsten war ich von der Gegend wie immer sehr angetan. Der Spaziergang am Sonntag von der "South Bay" bis zur "North Bay" war genial, wenn auch die eigentliche Absicht nicht erfüllt wurde. Meine Gedanken sind immer noch nicht geordnet bzw. ich weiß immer noch nicht, was oder wie ich es tun soll... Die drei Zugfahrten haben mich wieder einmal begeistert. Mittlerweile habe ich das System durchblickt und kann es gar nicht abwarten, wenn es im Herbst nach Carlisle geht. Dort stehen mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Fahrten auf dem Programm... Übrigens: 17 SMS (an S.) und drei Telefonate (mit meinen Eltern) nach Deutschland. Mein Provider (vodafone) wird sich sicherlich freuen. Obwohl das Ganze hat gerade einmal knapp €13 ausgemacht.

Mittwoch, 25. März 2009
So, der definitiv letzte Urlaubstag hat begonnen. Heute heißt es nur noch irgendwie und möglichst schnell nach Hause zu kommen (was mit dem neuen Auto nicht ganz einfach sein wird, denn nach 1500 Kilometer darf man noch nicht so richtig) und mit möglichst wenig Stau... Bevor es von Bord geht heißt es erst einmal aufstehen. Das ist um 5 Uhr 30, danach duschen und anziehen. Um 6 Uhr 30 gibt es Frühstück, welches wie immer reichlich ausfällt... Die Überfahrt war relativ ruhig, nur gegen Ende hin, d.h. kurz vor Erreichen von Rotterdam wurde es etwas unruhiger. Aber nicht so, daß man von schwerer See sprechen könnte. Das Schiff begann zwar ein bißchen mehr zu rollen und zu schwanken, aber nicht von wirklich ernstem. Draußen ist es aber noch stockdunkel. Doch langsam wird es heller und es sieht ziemlich trübe aus. Vielleicht sogar Regen? Wir werden es gleich sehen. Ankunft in Rotterdam ist für 8 Uhr 30 angesagt... Das ist normal... Ankunft zur angegebenen Zeit. Um 8 Uhr 45 waren wir von der Fähre runter und los ging es Richtung Heimat. Allerdings hat es seit dem Verlassen der Fähre zu regnen zu begonnen und das wird sich im Lauf der Rückfahrt auch nicht mehr ändern. Die Fahrt durch die Niederlande verlief absolut probemlos. Kaum Verkehr und keine Staus und frei Fahrt. So war ich gegen 10 Uhr 30 schon in Venlo und ein paar Minuten später schon wieder in Deutschland. Es ging weiter Richtung Bedburger Land. Denn dort wird getankt und daheim angerufen. Bedburg ist gegen 11 Uhr erreicht. Nächster Punkt war das Autobahnkreuz Köln/Kerben: 11 Uhr 30 erreicht. Durch die Eifel ging es relativ gut, Regen aber kein Schnee. Das änderte sich im Westerwald komplett. Schnee und Schneeregen. Sowie heftiger Regen. Zum Glück immer noch wenig Verkehr. Ganz heftig wurde es bei Frankfurt. Heftiger Schneefall. Und immer noch wenig Verkehr. Bayern ist gegen 13 Uhr 30 erreicht. Das nächste Problem stand an. Der Spessart. Denn auch hier liegt überall Schnee. Sogar auf der Straße! Bis Würzburg ging es absolut blendend voran. Nur die Baustellen bei Würzburg halten mich nun einige Zeit auf. Denn hier staut es sich endlich (!). Danach war alles wieder vorbei und ich düste gen Nürnberg. Ankunft im verregneten Nürnberg um 15 Uhr 15 und daheim in Stein um 15 Uhr 30. Ein Parkplatz vor dem Haus ist um diese Uhrzeit kein Problem und das Auto kann entladen werden. Danach meldete ich bei meinen Eltern zurück. Beim Abendessen wurde dann ausführlich vom Urlaub und von den Ereignissen daheim während meines Urlaubs erzählt. Nun muß ich bis Ende September warten, bevor es nach Nordengland (Carlisle) geht. Bis dahin habe ich auf jeden Fall Zeit, mein finanzielles Polster aufzufrischen. Schließlich war der Alfa nicht gerade "billig" gewesen. Genaueres bliebt aber mein Geheimnis! So, das war es mit England im Frühjahr 2009.
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