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England Herbst 2010
"EIN MANN SIEHT NICHT ROT SONDERN SCHWARZ"
(EIN URLAUB IM SEEBAD BLACKPOOL)
VOM 04.10.2010 BIS 12.10.2010
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Kalender (Oktober 2010)
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Vorwort
So, da haben wir den Mist! Eigentlich wollte ich ja nicht mehr nach Großbritannien fahren (außer Wales nächstes Frühjahr). Aber durch einen Zufall bin ich bei Google Maps auf Blackpool gestoßen, hatte da ein paar Bilder angesehen und war sofort dahingeschmolzen. Also doch wieder nach Großbritannien... Wir schreiben Anfang Juni 2010. Vor einer Woche hatte ich mich hingesetzt um die ersten Anfragen bezüglich Unterkunft abgesetzt. Erstaunlicherweise hatte ich ein paar Stunden später schon 13 Antworten auf 23 Anfragen. Mittlerweile sind es 15 Antworten geworden, die ich dann gesichtet und sortiert habe. Eine Unterkunft ist letztendlich übrig gelieben. Das Zimmer inkl. Frühstück, WLAN-Anschluß (ist mittlerweile ein wichtiges Auswahlkriterium geworden), einen eigenem Parkplatz (innerhalb der Stadt schon fast einen Seltenheit) und das Ganze für £18. Da habe ich gleich gebucht. Und die Unterkunft liegt sowohl nahe zum Strand als auch nahe zum Bahnhof (Blackpool North Station), von dem aus ich die meisten Bahnfahrten unternehmen werde. Auch ein Pub ist gleich in der Nähe. Was mir nun noch fehlt, ist die Fähre, aber das hat ja auch noch ein bißchen Zeit. Genauer gesagt, noch drei Monate...
Wir haben Anfang September. Heute, Sonntag, der 5., habe ich die Fähre bei P&O über das Internet (wie üblich) gebucht. Prinzipiell ging alles reibungslos vonstatten. Allerdings ist die Überfahrt von Zeebrugge nach Hull und zurück jetzt €70 teurer. Bei gleicher Buchungsgrundlage. Ich habe keine Ahnung wieso. Aber die €70 machen mich weder reicher noch ärmer... Jetzt heißt es exakt vier Wochen warten bis es losgeht. Ich freue mich schon irrsinnig drauf...
Montag, 4. Oktober 2010
Endlich! Nach 6½ Monaten warten ist es endlich soweit. Ich darf wieder nach England. Und das zum 32. Mal!Pünktlich um 4 Uhr morgens geht es los. Das Wetter ist optimal. Die Temperaturen liegen in Nürnberg um die 8°C. Doch das soll nicht lange so bleiben. Die Fahrt Richtung Zeebrugge verlief recht angenehm. Der Verkehr in Deutschland war heftiger als gewohnt, aber es lief sehr flüßig. Zu meiner Überraschung. Die Anzahl der Baustellen hielt sich zwar in Grenzen, aber die Länge war teilweise schon echt heftig. Bis zu zehn Kilometer. Dann bei Frankfurt der übliche beginnende Berufsverkehr. Doch war ich mit 6 Uhr 30 noch gerade an der Grenze. Bisher absolut trockenes Wetter und die Temperaturen haben mittlerweile 15°C erreicht. Für Oktober noch sehr warm. Besonders im Vergleich zu den vergangenen Monaten, die ja alles andere als das waren, was man von ihnen hätte erwarten dürfen. Ich erreiche gerade Montabaur als die Katastrophennachricht im Verkehrsfunk auftaucht. Kurz vor Frankfurt schwerer Lkw-Unfall mit Sperrung der Autobahn. Na da habe ich noch echt Schwein gehabt. Die weitere Fahrt stellt keine Probleme dar. Auf der Tankstelle "Aachener Land" wird getankt. Im Vergleich zum Frühjahr ist der Sprit um sieben Cent billiger (141,4 Cent). Mit knapp 50 Euro komme ich aus der Sache raus. Weiter geht es Richtung Belgien. Das Wetter wird immer besser. Sogar Sonnenschein haben wir nun und die Temperaturen steigen auf utopische 21°C. Grenzübertritt erfolgte gegen 9 Uhr 30. Auf dem Parkplatz "Waldhornerheide" wird erst mal richtig Pause gemacht. Nach 30 Minuten geht es dann wieder weiter. Der Verkehr in Belgien ist sehr ruhig. Ich komme sehr gut durch. Selbst der Moloch Brüssel erweist sich als harmlos. Kurz vor Brügge beginnt es etwas zu regnen. Aber nicht viel und nicht sehr lange. Zeebrugge ist kurz nach 12 Uhr erreicht. Mein erstes Ziel ist allerdings Knokke-Heist. Ein Küstenort nördlich von Zeebrugge. Bis dahin sind es noch ein paar Kilometer. Allerdings ist der Ort grottenhässlich. Wohnburgen aus Beton entlang der Straße und das auf beiden Seiten. Da es noch immer leicht regnet beschließe ich, direkt nach Zeebrugge zu fahren. Es etwas 13 Uhr 30. Und schon steht der erste vor dem Check-In. Ich darf nicht der Erste sein! Frechheit! Nun gut, erst einmal aufs Klo, dann daheim anrufen. Die Kosten werden auch immer billiger. Für fünf Minuten zwei Euro. Früher hat man das für eine Minute bezahlt. Check-In ist um 15 Uhr, Einschiffen um 16 Uhr 30. Beziehe meine Kabine auf dem "Red Deck" Nummer 2042. Ganz passabel. Ansonsten gibt es nichts Neues. Was soll es auch Neues geben? Sogar die Preise in der Bar sind noch die gleichen, lediglich der Umrechnungskurs ist anders. Das Abendessen wird aus Sicht der Auswahl auch immer dürftiger. Dabei bleibt die Qualität immer noch gleich. Seltsamerweise. Ich genehmige mir ein paar Vorspeisen und als Hauptgericht Hühnchen süß sauer mit Reis, der schon ein bisschen angebacken war. Den Nachtisch verkneife ich mir. Dazu wie üblich eine halbe Flasche Rotwein und eine kleine Flasche Mineralwasser (Highland Spring aus Schottland). Den Rest des Abends verbringe ich in der Bar bei ein oder zwei Pints "Murphys Stout" (£3.30/€4,39). Zum Glück gibt es kein Bingo!

Dienstag, 5. Oktober 2010
Das war wohl eine der sanftesten Überfahrten, die ich je erlebt hatte. Es war so ruhig, daß ich gar nicht glauben wollte auf einem Schiff bin. Gegen 21 Uhr bin ich ins Bett gegangen; der letzte Tag war ja auch anstrengend genug... Aufstehen ist heute um 6 Uhr. Danach duschen und anziehen und um 6 Uhr 30 dann zum Frühstück gehen. Heute bin ich sogar der Erste, kann mir meinen Platz mit Ruhe aussuchen... Das Frühstück war wie immer gut und umfangreich. Um 8 Uhr 30 waren wir fast auf den Punkt genau im Hafen von Hull. Gegen 9 Uhr wurde dann endlich ausgeladen. Den Hafen verließ ich dann erst nach 9 Uhr 30. Das Ausladen hat diesmal irgendwie extrem lange gedauert und auch extrem zäh. Das Wetter in Großbritannien sieht recht gut aus. Leicht bewölkt, aber mit 15°C relativ warm. Aus Hull war ich noch nie so schnell raus wie diesmal. Normalerweise ist die Hedon Raod um diese Zeit ziemlich voll; diesmal aber nicht! Die weitere Fahrt nach Blackpool machte keine Probleme. Die Autobahnen waren relativ leer und es gab keine Baustellen. Gegen Mittag kam ich dann in Blackpool an. Es war eine wahnsinnige Sucherei bis ich meine Unterkunft gefunden hatte. Schon auf den ersten Blick war ich etwas von Blackpool enttäuscht. Entsprach irgendwie nicht meinen Vorstellungen und dabei hatte ich mich im Internet schlaugemacht. Schlimm sind die Blitzkästen überall. Da legt man wirklich wert darauf, daß man seine 30 Meilen in der Stadt fährt. Nach 30 Minuten Sucherei hatte ich dann doch meine Unterkunft gefunden. Peter ist sehr nett auch wenn er etwas ungepflegt erscheint und ihm vorne ein paar Zähne fehlen. Das Haus sieht recht alt aus und die Treppen sind sehr steil. Mein Zimmer liegt ganz hinten und ist nicht besonders schön eingerichtet. Eher spartanisch könnte man es bezeichnen. Aber WLAN funktioniert wenigstens, ich habe einen eigenen Parkplatz abseits der Straße und kann aus meinem Fenster direkt auf das Meer schauen. Das hat auch was, oder? Das ganze Haus macht ein recht heruntergekommenen Eindruck; dieser Eindruck wird bald für ganz Blackpool bestätigen. Nur der Strand und die Promenade können überzeugen. Auch nervt schon gleich die Aussage, daß es nur um 9 Uhr Frühstück gibt. Und damit Basta! Andere Zeiten gibt es nicht. Nach dem ich Quartier bezogen habe, bin erst mal los in die Stadt (nördlicher Teil). Bisher habe ich noch keinen Supermarkt gefunden. Im "The Washington", wo ich mein erstes Blackpool-Bier ("Ruddles Best" für £1.79) genieße, sagte mir die Bedienung auf meine Frage wo der nächste Supermarkt in der Nähe sei, die sind "Miles away". Auch Peter sagte mir später, die seien alle außerhalb. Prima! Jetzt stellt sich die Frage, wo und wie versorge ich mich. Na da wird mir schon etwas einfallen. Über diese Frage sinniere ich später bei einem weiteren Pint im "The Washington", komme aber zu keinem Rechten Entschluß. Restaurants gibt es auf jeden Fall mehr als genug. Typisch für englische Seebäder. Nach langem Hin und Her bin ich erstmal wieder nach Hause. Nach einer Erholungspause bin ich los, den Pub, der gleich zwei Seitenstraßen entfernt ist, zu testen. Also der "The Duke of York" ist nicht gerade der Brüller. Außerdem ist das Bier "Thwaites Smooth" mit £2.55 ziemlich teuer. Daheim beschließe ich dann, am Sonntag anstelle nach Fleetwood zu fahren, mir lieber einen TESCO zu suchen und wenigstens den finalen Einkauf machen zu können und vielleicht dort auch gleich zu tanken. Mit 112.9p bis 115.9p ist der Sprit verdammt teuer geworden... So, und jetzt schreibe S. noch eine Mail.

Mittwoch, 6. Oktober 2010
Ich konnte nicht einschlafen. Es wurde Mitternacht und danach. Endlich fand ich den ersehnten Schlaf und dann legte draußen ein Unwetter los, welches sich gewaschen hatte. Da war ich um drei Uhr schon wieder wach. Zwar hatte BBC dies angekündigt, aber wer glaubt schon dem Wetterbericht? Gegen 7 Uhr bin ich dann aufgestanden mit dem Eindruck, der Regen ist durch. Und dem war auch so und die Sonne begann über den Dächern hervorzuspitzen. Und da hatte dann BBC mal wieder Recht mit dem Wetterbericht. Doch glaubwürdig? Bis 9 Uhr ist es eine lange Zeit. Aber dann war es soweit und ich durfte ich das erste Frühstück hier testen. Also um es gleich vorneweg zunehmen: Es war überraschend gut. Besser als der Zustand des ganzen Hauses. Gegen 9 Uhr 30 bin ich dann los. Zum Glück liegt der Bahnhof Blackpool North mehr oder weniger um die Ecke. In zwei Minuten war ich dort und kaufte die Fahrkarten nach Preston zum Preis von £6.80, wie ich es schon vorhergesehen hatte. Der Zug um 9 Uhr 37 stand noch auf dem Gleis und hatte etwas Verspätung. Zm ersten Mal freute ich mich über eine Verspätung, denn sonst hätte ich diesen Zug nicht mehr bekommen. Die Fahrt nach Preston dauerte nur 25 Minuten, aber die Gleisanlagen sind mit die schlechtestes, die ich bisher erlebt hatte, und ich habe schon viele Zugfahrten hinter mir. Da wurde mir wieder richtig Angst. Der Bahnhof von Preston liegt mitten in der Stadt. Dies kam bei Google Maps allerdings nicht so ganz heraus und ich hatte dann doch vorgezogen lieber einen sehr freundlichen Taxifahrer zu fragen, der mir auch gleich sofort Auskunft gab, mir den Weg beschrieb und mir noch einen schönen Tag wünschte. In Deutschland unmöglich. Mir was es zwar etwas peinlich aber schließlich bin ich ja auch Ausländer. Apropos Ausländer. Preston steht in der Bevölkerung Wolverhamptons in keinsterweise nach. Nur Inder und Pakistaner. Spätestens da mußte ich spontan wieder an Wolverhampton denken. Teilweise sind auch die Bauweisen in der Fußgängerzone sehr ähnlich. Sozusagen das Wolverhampton als Seebad! Die Stadt ist genauso heruntergekommen wie Blackpool. Überall Verfall und kaputte Häuser. Und was nicht kaputt ist, besteht meist aus häßlichem Beton. Aber es gibt auch ein paar Highlights wie Kunstakedamie oder die Docks (wo ich aber nicht war). Schnell hatte ich mich mit der Innenstadt vertraut gemacht und sogar die Fußgängerzone gefunden, die mich ein bißchen an die von Inverness erinnerte, wenigstens teilweise. Ein paar Bilder sind es dann auch doch geworden. Das Mittagspint gab es in einem Pub dessen Namen ich vergessen habe. Aber das Pint "John Smith Smooth" kostete nur £1.75. Nach etlichen Runden durch die Shopping Center (es gibt deren drei) und durch die Innenstadt war ich gegen 14 Uhr der Meinung, alles gesehen zu haben und begab mich zurück zum Bahnhof. Dort bestieg ich den Zug um 14 Uhr 19 Richtung Blackpool wo wir um 14 Uhr 55 ankamen. Diesmal waren beide Züge richtig Gute. Sowohl hin mit Transpennine Express als zurück mit Northern Rail. Da merkte man an manchen Stellen nicht ganz toll, wie schlecht die Gleise wirklich sind. Im "The Washington" mache ich eine Pause bei einem weiteren Pint und werde dorthin auch später noch mal gehen. Das war es dann für heute. übrigens: Peter hat mein Zimmer nicht gemacht. Nicht mal den Papierkorb ausgeleert. Das gibt gewaltig Notenabzug... Außerdem: heute wurde der FC Liverpool an die Boston Red Sox (Baseball) für £300 Millionen verkauft.

Donnerstag, 7. Oktober 2010
Heute Nacht habe ich wieder kaum ein Auge zubekommen. Konnte einfach nicht einschlafen. Die Katastrophen reißen aber auch nicht ab. Erst Blackpool, eine grausame Stadt, dann die Unterkunft, dreckig und heruntergekommen und in der Stadt weit und breit kein Supermarkt, laut Google Maps wirklich "Miles away". Und gestern Abend der ultimative Nackenschlag. Habe ein Mail von S. bekommen in der sie mir mitteilt, daß sie zwar endlich einen Job bekommen hat, der aber in Frankreich ist und der Vollzeit und unbefristet ist. Und da sie sowieso nach Frankreich wollte, der ideale Job für sie. Der Haken, sie muß am 15. dort sein, was bedeutet, daß sie spätestens am 13. (eher schon am 12.) losfahren muß. Das hat mich dann total umgehauen und in eine tiefe Krise gestürzt. Das werde ich so schnell nicht verdauen. Schlimm ist nur, daß ich sie vor der Abfahrt nicht mehr sehen kann und persönlich "Ade" sagen kann. Also eine Katastrophe jagt die andere, besser kann man es nicht auf den Punkt bringen! Und da hilft auch das schöne Wetter nicht drüber hinweg... Also heute ist eine Fahrt nach Blackburn geplant. Der Zug geht um 10 Uhr 29 und da habe ich vorher noch genug Zeit, die beiden Geburtstagskarte an S. und Papa einzuwerfen... Die Fahrt kostet £12.30 und liegt damit nur wenig über meinen Vorstellungen von £10. Ankunft in Blackburn ist gegen 11 Uhr 9. Der Weg in die Stadt ist nicht weit, denn der Bahnhof befindet sich mittendrin. Beim ersten Herumschlendern trifft mich fast der Schlag. War ich ja von Wolverhampton, Birmingham und Preston schon einiges gewohnt, aber Blackburn übertrifft sie alle um Längen. Fast die gesamte Bevölkerung besteht aus Indern und Pakistanern. Teilweise total verschleiert und das sind auch noch junge Menschen. Gut, in Blackburn gibt es eine Universität, aber das rechtfertigt das Ganze nicht. Auch besonders groß und beeindruckend ist die Innenstadt nicht. Die habe ich knapp zwei Stunden durch und ziehe mich auf ein Pint "John Smith Smooth" für £1.55 ins Wetherspoon zurück. Als den Pub verlasse ist kurz vor 13 Uhr und ich beschließe, mit dem Zug um 14 Uhr 15 zurück zu fahren; also eine Stunde früher, aber ich habe genug gesehen. Ankunft in Blackpool exakt um 15 Uhr. Hier kaufe ich erst einmal eine Postkarte, damit sich meine Eltern keine Sorgen machen. Die schreibe ich im "The Washington" und kehre dann nach Hause zurück. Peter macht Gartenarbeit und wir quatschen ein wenig. Statt Gartenarbeit sollte er lieber Hausarbeit machen. Mein Papierkorb wurde nun seit drei Tagen nicht geleert und quillt bald über. Vom Waschbecken und der Toilette will ich gar nicht reden. Danach ziehe ich mich in meinen Stammpub "The Washington" zurück und leiste mir noch zwei weitere Pints. Als Abendessen wird es Fish'n'Chips geben. Die ersten für diesen Urlaub.

Freitag, 8. Oktober 2010
Die erste Nacht, die ich einigermaßen durchgeschlafen habe. Trotz des Schocks, den ich gestern Abend bekommen habe. Daß mit S. läßt mich wohl nicht mehr so schnell los... Eigentlich wollte ich heute mit dem Auto nach Lancaster fahren. Angesichts der Benzinpreise (115.9p) habe ich beschlossen, mit dem Zug zu fahren. Auch deswegen Angst zu haben, sind in Blackpool hoffnungslos zu verirren und ich habe keine Lust, meine Unterkunft nochmals für eine Stunde suchen zu müssen. Und da man hier einen Internetzugang hat, ist das auch kein Problem ungeplante Ereignisse zeitnah planen zu können. Schlimm ist nur die Tatsache in Preston umsteigen zu müssen (wenn ich Pech habe, dann habe ich in Preston 30 Minuten Aufenthaltszeit. Und ich werde Pech haben). Aber das werden wir auch noch meistern. Die Tickets sollen Webseite um die £11.90 kosten. Schauen wir mal, wie genau die Aussagen sind?... Wettermäßig sieht es heute nach wechselnd bewölkt aus. Aber die Temperaturen sollen auf bis zu 20°C steigen. Und das sogar in unserer Region... Das Ticket kostete £12.00, also im Prinzip so teuer, wie im Internet angezeigt. Um 9 Uhr 44 besteige ich den Zug nach Preston. Dort angekommen suche erst einmal den Bahnsteig, von dem der nächste Zug abgeht. Aufenthaltszeit sind 34 Minuten. Und der Zug Richtung Glasgow hat dann auch noch 12 Minuten Verspätung. Ich habe die Arschkarte gezogen! Der Zug, mit dem ich dann fahre, ist ein Fernverkehrszug mit allem Komfort. Sogar elektrisch- und nicht dieselgetrieben. Bei der Fahrt nach Lancaster fällt mir ein, mit dem Zug bin schon einmal gefahren. Nämlich im Herbst 2009 von Carlisle nach Kendal (Haltestelle "Oxenholme Lake District") eben nur in der anderen Richtung. Ankunft in Lancaster 11 Uhr 9. Der erste Eindruck schaut nicht gut aus. Denn der Bahnhof liegt etwas außerhalb und das bedeutet erst einmal 10 Minuten in die Stadt laufen. Doch dieser Aufwand wird belohnt. Den Lancaster ist endlich einmal wieder eine richtige englische Stadt. Ohne Betonbauten und ohne massenweise Inder und Pakistaner. Die Innenstadt ist leicht zu durchschauen und so finde ich mich relativ schnell zurecht. Sogar ein Castle gibt es (wußte ich nicht), welches aber zur Zeit als Gefängnis genutzt wird. Lancaster hat auch eine Kathedrale. Diese ist allerdings einen Miniausführung dessen. Nach ein paar Runden durch die Fußgängerzone geht es gegen Mittag in den "Wetherspoon" auf ein Mittagspint "Ruddles Best" für günstige £1.29. Aber "Wetherspoon" ist für günstige Preise bekannt. Nach ein paar weiteren Runden durch die Shopping Malls beschließe ich, heimzufahren. Mit dem Zug um 13 Uhr 58 geht es zurück. Dieser hat allerdings sieben Minuten Verspätung. Ankunft in Preston um 14 Uhr 19. Der Zug nach Blackpool North sollte eigentlich auch gleich abfahren (14 Uhr 19), hatte aber auch ein paar Minuten Verspätung, so daß ich diesen Zug noch nehmen konnte und nicht auf den nächsten warten mußte. Ab und zu sind Verspätungen doch ganz nützlich! Gegen 15 Uhr Ankunft in Blackpool. Danach das übliche Programm. Das eine oder andere Pint im "The Washington" und dann daheim etwas fernsehen... Es wurde mal wieder Mitternacht!

Samstag, 9. Oktober 2010
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Als ich gestern heimkam war doch der Papierkorb geleert und es lag ein neues Handtuch bereit. Nach vier Tagen!... Wenigstens eine Nacht konnte schlafen. Denn diese Nacht war dem nicht so. Gestern sind neue Gäste gekommen und die in meinem Zimmer nebenan waren der Meinung, daß man über Nacht den gesamten brasilianischen Regenwald abholzen muß. Und die Wände sind alles andere als dick. Die haben geschnarcht, da war man geneigt, gleich den Notarzt zu rufen... Für heute steht die Fahrt nach Manchester auf dem Programm. Und diesmal nehme ich gar nichts mit. Weder Rucksack noch Kamera (Bilder von Manchester habe ich zu genüge); ich fahre einfach so. Dies bedeutet, daß ich den gleichen Zug gestern nehmen werde; den um 9 Uhr 44 Richtung Manchester Airport. Die Fahrt (Direktverbindung) wird etwa 80 Minuten dauern. Auf den Fahrpreis bin ich gespannt. Gespannt bin ich auch, ob sich das Wetter noch etwas bessern wird. Denn zur Zeit ist es ziemlich bewölkt und noch relativ kalt (es ist aber auch erst 8 Uhr 34). Hoffen wir nur, daß dies auch keine Pleite wird... Das Frühstück wird extrem schnell absolviert, damit ich den Zug nicht verpasse. Das Ticket kostet £13.60 (Internet: £13.50), wohl der allgemeine 10p Bonus! Die Fahrt nach Manchester ist interessant, da der Zug bereits nach der dritten Station hoffnungslos überfüllt ist. das stört aber keinen, an jeder Station wird reingequetscht, was nur geht. Kurz nach 11 Uhr erreichen wir endlich den Bahnhof Manchester Picadilly. Ich bin froh, wieder da zu sein, wo ich mich auskenne. Der Strom aus dem Bahnhof in die Innenstadt ist nicht zu glauben. Da wird gedrängt, da wird geschoben; soviele Menschen habe ich hier noch nie gesehen. Gut, es ist Samstag, aber ich war schon vielemale samstags in Manchester aber so etwas habe ich noch nie gesehen. Gleiches gilt für das Arndale Shopping Centre und die Fußgängerzone. Alles hoffnungslos überfüllt. Um dem ganzen Stress zu entgehen ziehe ich mich erst einmal ins "The Piccadilly" auf ein Pint "EPA" (= English Pale Ale) für £1.99 zurück. Danach bin ich ins Arndale Shopping Centre um eigentlich das eine oder andere zu kaufen. Aber "was ich wollte gab es nicht und was gab das wollte ich nicht" (Zitat: Fehlfarben), trifft es aber voll. Lediglich der Apple-Shop konnte mich fast dazu verleiten. Der neue iPod Touch 4G ist schon ein tolles Ding. Da kann mein iPod 2G nicht mehr mithalten. Aber £342 ist viel Geld und den bekomme ich daheim für €369. Wettermäßig wurde mittlerweile aus bedeckten Himmel strahlender Sonnenschein. Auch darf ich nicht vergessen zu erwähnen, daß ich mich telefonisch daheim mal wieder gemeldet hat. Mutti war richtig froh, mit mir zu sprechen. Aber bei den Preisen mittlerweile kann auch aus dem Ausland das eine oder andere Male mehr telefonieren. Ein Dank an die Regulierungen der EU. Bevor es zurück zum Bahnhof geht, gibt es noch schnell eie Pint "Holts Bitter" im "The Monkey" für £2.55. Mit dem Zug um 14 Uhr 46 geht es wieder zurück nach Blackpool. Dort kommen wir um 16 Uhr 5 an und nach der langen Fahrt brauche ich erst einmal ein Bier. Also rein ins "The Washington". Mittlerweile kennt man mich und weiß auch, welches Bier ich trinke. Explizites Bestellen entfällt wohl für die letzten Tage. Dann erst einmal nach Hause und den Rechner anwerfen und schauen, ob nicht von S. die letzte Mail da ist. Ist sie und es gibt eine ellenlange Antwort. Es wird wohl für die nächste Zeit (oder für immer?) die letzte Mail gewesen sein. Ich hoffe innerlich nicht. Schließlich bin noch einmal zurück ins "The Washington" auf zwei weitere Pints. Daheim angekommen (es wird Zeit von der Piste zu verschwinden, denn die Jugendlichen machen richtig Druck und mir ist nicht wohl dabei. Man weiß ja, wie ausrasten können) wird er heutige Tag protokolliert und siehe da, S. hat noch einmal geantwortet. Auch ellenlang. Sieht wohl so aus, als sei das Ende doch nicht gekommen; nur ein kleiner Aufschub, bis sie in Frankreich fußgefaßt hat. Puh!!! Den Rest des Abends verbringe ich vor dem Fernseher.

Sonntag, 10. Oktober 2010
So, heute ist Blackpool fällig. Der obligatorische Phototermin steht an. Das Wetter ist dazu optimal. Sonnig, blauer und wolkenloser Himmel. Im Laufe des Tages werden die Temperaturen auf bis zu 22°C steigen. Doch ist es noch recht frisch. Los geht es um etwa 9 Uhr 30. Die Tour durch die Innenstadt und am Strand entlang habe ich in den letzten Tagen erarbeitet, so daß ich keine großen Umwege laufen muß um alle relevanten Punkte zu besuchen. Gegen 10 Uhr ist es schon dermaßen voll in der Innenstadt, womit ich nicht gerechtet habe, denn um diese Zeit sind alle normalerweise in der Kirche. Denkste! Ich möchte nicht wissen, wie es hier in der Hochsaison zugeht. Die nun folgende Tour durch Blackpool dauert 3½ Stunden mit einer Ausbeute von etwas 150 Bildern (viele davon von den Trambahnen). Macht insgesamt 230 Bilder für diesen Urlaub. Eine gute Ausbeute und viel Arbeit für die kommenden Wochen und Monate. Es ist schon beeindruckend, was man da auf die Beine gestellt hat um den Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine Spielhalle nach der anderen. Ein Vergnügungstempel nach dem anderen. Ein Shop nach dem anderen. Besonders interessiert haben mich natürlich die Trambahnen, die von South Shore über Central Shore und North Shore bis Fleetwood an der Küste entlang verkehren. Teilweise alte, teilweise neue Trambahnen. Gegen 12 Uhr 30 beende ich die Runde und begebe mich nach Hause. denn ich will nun nach Fleetwood fahren, wo es den einzigen ASDA Supermarkt gibt, der in erreichbarer Entfernung liegt. Erreichbar? Selbst bis dahin sind es 10 Meilen, also 16 Kilometer. Aber auf Grund guter Vorbereitung finde den Supermarkt gleich und kaufe NUR ein PAAR Dinge ein. Letztendlich sind es wieder über £30. Ich weiß nicht wohin das Geld geht. Das schmilzt einem wie Eis in der Sonne weg. Auf dem Rückweg tanke ich bei Shell für 114.9p für den Liter Super bleifrei. Gut, da ich nicht viel gefahren bin, fällt die Rechnung mit £45 auch nicht so hoch aus. Daheim angekommen beginnt der letzte Rundgang durch Blackpool mit zwei Pints in meinem Stammpub. Viel wird heute nicht mehr geschehen, denn morgen heißt es sich für die anstehende Rückreise nach hause vorzubereiten. Auf jeden Fall werde ich am Abend noch einmal S. anrufen. Möchte mich doch irgendwie "persönlich" verabschieden. Hoffe nur, das Telefon ist nicht schon abgeklemmt ist.

Montag, 11. Oktober 2010
So, ich fühle mich nun etwas besser aber dennoch nicht wirklich wohl. Habe gestern Abend noch mit S. telefoniert. Ene halbe Stunde lang. Danach war mein Guthaben aufgebraucht. Jetzt habe ich noch 90 Cent, um morgen daheim anzurufen. Dennoch werde ich S. sehr vermissen auch wenn wir uns geschworen haben, uns nicht aus den Augen zu verlieren. Aber wird das auch so bleiben? Schließlich ist Lyon nicht gerade um die Ecke... Das ist der erste Urlaub bei dem ich mir am ersten Tag wünsche endlich wieder heimfahren zu dürfen. Gut, bei dem was ich mittlerweile erlebt habe auch kein Wunder... Frühstück gab es heute wie gewohnt um 9 Uhr. Im Laufe der Woche habe ich mit den anderen Gästen recht gut angefreundet und so wird heute morgen heftig geplaudert. Für mich keine Problem mehr ausgenommen das Ehepaar aus Liverpool. Sie geht ja noch, aber er hat den totalen Dialekt von Liverpool drauf und sich verstehe teilweise nur "Bahnhof". Das ist schon echt krass, was der spricht. Gegen 9 Uhr 30 ist das dann alles vorbei und ich löhne bei Peter die £108 für das Zimmer. wie gesagt, eigentlich viel zu viel, da der Komfort weit hinten blieb (mehr siehe unter "Unterkünfte"). Nach einem abschließenden Plausch mit Peter und Robert mache ich mich bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel auf Richtung Hull. Die Fahrt verlief ohne jegliche Störungen, so daß ich gegen 12 Uhr 15 in Hull ankam. Mein erster Weg führte mich logischerweise in "The Crown Hotel" auf eine letztes Pint Bier auf britischem Boden. Das kostete allerings stolze £2.60 ("Mansfield Smooth"). Was soll's! Den Pub verlasse ich um etwa 13 Uhr und fahre zum Hafen. Einchecken ist um 15 Uhr, Verladen um 16 Uhr 30. Alles läuft wie gewohnt. Diesmal ist es wieder die PRIDE OF YORK, diesmal habe ich die Kabine 2092. Es ist das gleiche Schiff wie vor einer Woche, doch das Abendessen ist komplett anders. Wieder eine richtige Auswahl sogar mit Lachs, dem ich logischerweise nicht widerstehen kann. Als Hauptgericht gibt Fish und Chips mit Karottengemüse. Und natürlich mit viel Salt and Vinegar. Den Rest des Abends verbringe ich in der Bar nur nicht mehr lange, denn die Uhren werden nun wieder eine Stunde vorgestellt und wird es bald Nacht für mich.

Zusammenfassung
Tja, was soll man von diesem Urlaub halten? Wie soll man ihn einordnen? Bezeichnend ist schon meine Einstellung am ersten Tag "hoffentlich kann ich bald wieder heim fahren". Dazu haben viele Umstände beigetragen. Sei es das Hotel (eher besser nur Unterkunft), die an Komfort alles gesprengt hat, was man sich nur vorstellen kann. Dreckig, unordentlich und putzen ist definitiv nicht drin gewesen. Oder sei es Blackpool selber mit seinen Einbahnstraßen. Gut, nach einiger Zeit hat man sich daran gewöhnt und kommt auch damit zurecht. Aber über Stunde nach der Unterkunft suchen nur weil man wegen den Einbahnstraßen nicht rankommt. Das geht gar nicht. Mit Sicherheit war das Schlimmste, was passiert ist, die kurzfristige Ankündigung von S., nach Frankreich zu ziehen, weil sie dort endlich einen gut bezahlten, unbefristeten und einen Vollzeitjob bekommen hat. Wer weiß, wie ich zu S. stehe, der wird verstehen, daß man diesen Tiefschlag nicht so einfach mal wegsteckt. Ich war auf jeden Fall die nächsten drei Tage am Boden zerstört und werde mich davon wohl auch so schnell nicht erholen. Das war einfach zu heftig. Ich hatte immer die Hoffnung gehegt, daß S. irgendetwas in unserer Gegend bekommt und aus uns beiden doch noch was wird... Gut, das ist nicht der Fall und ich muß irgendwie versuchen mich damit abzufinden... Wettermäßig hatte ich das volle Glück. Nur am ersten Tag etwas schauerartiger Regen, der hatte sich aber schon in der Nacht zuvor ausgetobt. Ansonsten gnadenloser Sonnenschein und blauer Himmel. Gestern, am Sonntag, hatten wir in Blackpool 22°C und das ist für Mitte Oktober ungewöhnlich warm. So auch die Aussage von Peter und Robert... Von fünf Tagen vor Ort bin ich vier Tage mit dem Zug unterwegs gewesen und habe einen Tag in Blackpool selber verbracht. Das Auto hatte somit auch mal richtig Urlaub. Aber Bahnfahren in Großbritannien ist mittlerweile meine Leidenschaft geworden; wenn man weiß wie es funktioniert, ist auch ganz einfach. Nach dem ich vor ein paar Jahren beschlossen hatte, mich nicht so stark auf Aussprache, Vokabular und Grammatik zu konzentrieren, läuft das mit dem Englischen perfekt. Ich plappere einfach drauf los und siehe da, das funktioniert wirklich. Ich habe auch absolut keine Scheu mehr, irgendjemanden wegen irgendetwas anzuquatschen. Wenn ich was will oder brauche, dann hole ich mir es einfach. Zum Beispiel ist Preston, als ich aus dem Bahnhof rauskam und nicht wußte wo ich war. Da habe ich einfach zwei Taxifahrer nach dem Weg in die Innenstadt gefragt und wurde bestens aufgeklärt. Man muß aber auch sagen, die Leute in dieser Region sind extrem freundlich und hilfsbereit... Die Preise für die Zugfahrten waren allesamt sehr günstig in Anbetracht der extrem hohen Spritpreise um die 115p. Was mich allerdings als alter Eisenbahner fasziniert hat waren die vielen Trambahnen in Blackpool die zwischen South Shore und Fleetwood an der Promenade verkehren. Am Sonntag habe ich, so glaube ich wenigstens, fast keine ausgelassen auf Bites und Bytes zu bannen... Über die Unterkunft habe ich ja schon einiges geschrieben. Auch wenn Peter und Robert sehr nett und zu jeder Zeit hilfsbreit sind, hilft das doch nicht über die Tatsache hinweg, daß es einfach an einer gewissen Portion Hygiene fehlt. Daß das Bad, die Dusche und die Toilette in der Woche nicht einmal gereinigt wurde, das geht absolut nicht. Nicht, wenn das Haus voll und jeder diese Örtlichkeiten nutzt. Und dafür £18 zu zahlen, ist schon eine Frechheit... Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf den nächsten Urlaub im kommenden Monat, wo es mit Freunden für eine Woche nach Malta geht (zum Glück sprechen die da auch englisch). Und im kommenden Frühjahr ist dann wieder Wrexham in Wales geplant. Habe es ja Melvyn schon irgendwie versprochen.

Dienstag, 12. Oktober 2010
Wir hatten eine sehr ruhige Überfahrt. Genauso ruhig wie hinwärts. Angekündigte Ankunftszeit in Zeebrugge sollte 8 Uhr 30 sein. Eigentlich wie immer. Doch was heißt in diesem Urlaub schon "eigentlich"? Die Ankunftszeiten stiegen an wie Kurse an der Börse. Erst hieß es 8 Uhr 45, dann 9 Uhr 15, dann 9 Uhr 30 (der Hafen sei wegen eines Gastankers gesperrt, warum?). Ich befürchte mal wieder, erst gegen Mitternacht daheim zu sein. Schließlich liegen noch knapp 800 Kilometer vor mir... Dennoch hieß: es um 6 Uhr aufstehen, duschen und anziehen. Frühstück gab es erst um 7 Uhr (wohl wissend wohl, daß es eh später wird in Zeebrugge). Zum Frühstück gab es wie immer: Würstchen, gebratenen Speck, Black Pudding, Champignons, Toast, Butter und jede Menge Kaffee. Keinen Tee! Dann noch an Bord das Geburtstagsgeschenk für Papa eingekauft (der ja morgen seinen 78. Geburtstag feiert und ich mal wieder seit langer Zeit zuhause bin) und dann hieß es warten, warten und nochmals warten... Ich hoffe nur, daß die Heimfahrt einigermaßen problemlos vonstatten geht. Ich glaube nach diesem Urlaub aber nicht mehr daran. Der Rest ist dann schnell erzählt: Ankunft in Zeebrugge um 9 Uhr 30, Brügge um 10 Uhr, Brüssel um 11 Uhr und Deutschland um 12 Uhr. Der Verkehr in Belgien war sehr gering und ich kam gut voran. Gegen 12 Uhr 15 wird auf der Tankstelle "Aachener Land" getankt und daheim angerufen. Diesmal nur kurz, denn auf der Karte sind nur noch ein paar Cent. Das ganze Geld hatte ich am Sonntag mit S. vertelefoniert. Der Verkehr in Deutschland ist ebenfalls sehr gering und ich kam sehr gut voran. 14 Uhr ist Wiesbaden/Frankfurt erreicht und eine halbe Stunde später die Grenze zu Bayern. Alles wäre extrem gut gelaufen, wären nicht die unzäligen Baustellen auf der A3 zwischen Aschaffenburg und Nürnberg. Nürnberg ist gegen 16 Uhr erreicht und die wohlgeliebte Heimat (d.h. Stein) um 16 Uhr 30. Schnell das Auto ausgeladen, alles weggeräumt und dann zu den Eltern rüber. Es ist exakt 17 Uhr. Und nun freue ich mich auf Malta; in genau vier Wochen bin ich nämlich schon dort...
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