In den Highlands Queens View (Loch Tummel) Eilean Donan Castle
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England Herbst 2009

"EIN 30. UND VORERST LETZTER URLAUB IM NORDWESTEN ENGLANDS"
(ES MUSS NICHT IMMER GROSSBRITANNIEN SEIN)
VOM 05.10.2009 BIS 14.10.2009

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Kalender (Oktober 2009)

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Vorwort

So, jetzt haben wir es geschafft! Der 30. Urlaub in Folge in Großbritannien steht bevor. Und damit voraussichtlich der letzte Urlaub für die nächste Zeit (Nein, nicht ganz, denn im Frühjahr 2010 geht es noch einmal nach Wrexham und damit vollende ich 20 Jahre Großbritannien!). Das Reiseziel wird diesmal der Nordwesten Englands sein, hart an der Grenze zu Schottland, damit auch der neue Alfa GT einmal Schottland sieht. Als Stützpunkt fungiert Carlisle; auch deswegen, weil beim letzten Besuch der Akku der digitalen Kamera schlapp gemacht hatte. Von dort aus werden Ausflüge nach Newcastle (Zug), nach Whitehaven (Zug), nach Kendal (Zug), nach Keswick und Penrith (mit dem Auto) sowie nach Schottland (Dumfries) unternommen. Ein Abstecher nach Hexham ist ebenfalls vorgesehen...

Anfang Juli begann sie Suche nach einer passenden Unterkunft. Die wurde auch relativ schnell gefunden, denn bereits am 5. Juli hatte ich die Buchung erledigt. Die Unterkunft liegt ziemlich zentral in Carlisle (etwa fünf Minuten Fußweg bis zum Bahnhof), nennt sich "Corner House Hotel And Bar" (mit drei Sternen!) und ist wohl eher Hotel als Privatunterkunft, hat aber eine eigene Bar und außerdem WLAN. Da werde ich wohl das MacBook doch mitnehmen. Jetzt heißt es noch drei Monate warten in denen ja auch noch die Fähre gebucht werden muß.

Sonntag, 31. August 2009. Die Fähre ist gebucht. €397,-- kostet diesmal die Überfahrt. Das Ganze von daheim mit DSL6000 zu machen, macht echt Spaß. Da muß man sich nicht ärgern, weil die Verbindung so lahm ist. Wie ich fertig war, fiel mir ein, daß ich gar nicht weiß, mit welchen Fähren ich fahren werde. Also noch einmal ins Buchungsportal rein und die ersten Daten noch einmal eingegeben. Lustig war die Tatsache, daß diesmal die Fähre satte €410,-- gekostet hätte. Das heißt für das nächste Mal, desöfteren mal reinschauen und den billigsten Preis nehmen! So, jetzt sind es noch fünf Wochen bis es endlich losgeht...

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Montag, 5. Oktober 2009

Sechseinhalb Monate sind nun vergangen, seit dem ich im Frühjahr 2009 in England war. Es wird Zeit, daß ich wieder dorthin komme. Schließlich ist das der 30. Urlaub! Um 4 Uhr ging es los. Ich hatte mich dazu entschieden, nicht erst um 4 Uhr 30 zu fahren, was sich im nachhinein als Glückstreffer erweisen sollte. Bei milden 12 °C ging es in Nürnberg los. Die Autobahn war ziemlich leer. Kaum Verkehr, selbst die Baustellen bei Würzburg waren verhältnismäßig harmlos. Das Wetter war trocken und es herrschte kaum Wind. Bis Frankfurt ging es also sehr gut. Bei Frankfurt setzte der übliche Berufsverkehr ein, allerdings war das auch noch ziemlich ruhig. Weiter Richtung Koblenz. Im Westerwald hatten wir ein bißchen Nebel, aber nicht schlimm. Dies bedeutete, daß es bis Aachen ohne jegliche Probleme voranging, nur in der Eifel ganz leichter Regen, aber nicht der Rede wert. Auf der Tankstelle "Aachener Land" wurde getankt. Der Liter Super bleifrei kostete €1,344 (in Belgien hätte er sogar nur €1,304 gekostet). Der Verbrauch lag bei 7,7 Liter auf 100 Kilometer. Etwas viel, aber dafür ein anderes Auto als im Vergleich zum 147er und mit den breiten Reifen (225/40 ZR18)... Grenzübertritt war um 9 Uhr 30. Auf dem Parkplatz "Waldhornerheide" wurde die erste richtige Rast gemacht. Bis Lüttich verlief alles ruhig. Aber dann der Super-Gau. Stau, und das auf allen vier Spuren. Grund: 360 Traktoren, die die Autobahn dichtmachten weil sie auf dem Weg nach Brüssel waren um gegen die Milchpreise zu demonstrieren. "Die Bauern sollten lieber arbeiten und Geld verdienen als zu protestieren, denn wer protestiert hat auch Geld und braucht nicht dafür zu demonstrieren!" (eigentlich hatte ich hier etwas anderes stehen, aber das könnte Ärger geben). Für die 85 Kilometer von Lüttich nach Brüssel habe ich ganze 3½ Stunden gebraucht und ich möchte nicht wissen, was das Sprit gekostet hat. Ich hatte schon fast die Befürchtung die Fähre zu verpassen. Aber irgendwie ging es immer wieder voran... Ankunft in Zeebrugge erst um 14 Uhr 15. Fast pünktlich zum Check-In. Da es eh regnet, fallen die meisten Bilder aus. Am Check-In traf ich ein sehr nettes Pärchen aus Frankfurt, mit denen ich mich sehr gut unterhalten habe. Sie sind auf ihrer ersten Schottlandreise und fahren die gleiche Route, wie ich damals 1991. Komisch! Muß das wohl bei Neu-Schotten so sein? Auf der Fähre trifft man sich bestimmt wieder. Anders geht es eh nicht... Check-In war um 14 Uhr 45, Verladen um 16 Uhr 30. Alles verlief nun wie am Schnürchen. Meine Kabine, Nummer 1038 auf dem "blauen Deck" ist in Ordnung. Sogar Handy-Empfang... Zuerst einmal ein Pint "Murphys" für £3.30 (letztes Jahr noch £3.10). Gegen 18 Uhr gab es Abendessen. Das Übliche. Wie in den letzten Jahren. Pünktlich um 19 Uhr legten wir ab. Ich genehmigte mir in der Bar noch zwei Pints und ein "bißchen Spaß" mit dem MacBook. Diesmal bin im Urlaub total ver"Apple"t. MacBook und iPod dabei! Den Rest des Abend verbringe ich in der Bar und verdrücke mich, als es wieder Bingo gibt. Schon beim Wort "Bingo" stellen sich mir die Nackenhaare auf. Übrigens diverse SMS an S. und L. sind raus, Eltern sind angerufen. Sonst macht man sich ja noch Sorgen um mich ;-)

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Dienstag, 6. Oktober 2009

Frühstück gibt es diesmal erst um 7 Uhr lokaler Zeit. Eine halbe Stunde später als ich es in Erinnerung hatte. Gut für mich, kann ich etwas länger schlafen... So hieß es wenigstens laut Aushang. In Wirklichkeit gab es um 6 Uhr 30 Frühstück. Aber alles der Reihe nach: Mit dem Pärchen aus Frankfurt hatte ich gestern dann doch noch einen sehr schönen Abend. Wir haben uns sehr lange in der Bar unterhalten, was schließlich bei vier Pints endete… Die Übergfahrt war extrem ruhig, vom Meer hat man gar nichts gemerkt. Um 6 Uhr bin ich also aufgestanden, habe geduscht, mich angezogen und bin um 6 Uhr 30 zum Frühstück. Dies war auch wie immer, also nicht der Erwähnung wert. Der erste Blick aus dem Fenster verheißt jedoch nicht Gutes: Regen! Und der war ganz schön heftig. Ankunft in Hull wie geplant um 8 Uhr 15 und eine Viertelstunde später waren wir vom Schiff. Doch in Hull der Mega-Gau. Stau! Wie immer. Nur diesmal noch viel schlimmer, denn ich brauchte eineinhalb Stunden, bis ich endlich aus Hull draußen war. Die weitere Fahrt nach Carlisle war geprägt von Stau, Baustellen, heftigen Regen und in den North Pennines zusätzlich noch Nebel. Ankunft in Carlisle geben 14 Uhr 15. Zuerst der obligatorische Einkauf bei TESCO. Und wieder einmal hatte ich bei TESCO den Eindruck, morgen beginnt eine Hungersnot... Meine Unterkunft erreichte etwa eine halbe Stunde später und siehe da, die liegt genau in der Straße, wo ich normalerweise parke, wenn ich in Carlisle bin. Ich kann's nicht fassen! Das Zimmer ist groß und geräumig, hat eigenes Bad und Klo, einen Fernseher mit DVB-T Empfang (endlich mal mehr als nur die vier Standardprogramme; allerdings läßt der Empfang zu wünschen übrig) und leider nur einer Steckdose. Die zweite funktioniert irgendwie nicht richtig. Minuspunkt! Das bedeutet, entweder Computer oder Fernseher. Hauptsache ich kann das Handy und den iPod aufladen. Bei strömenden Regen bin also in die Stadt um die ersten Postkarten zu schreiben und um das erste Pint zu genießen. Mit den Pubs in der Nähe habe ich keine Probleme, denn es sind deren gleich drei. Eine riesige Auswahl, die jetzt einmal testen werde. Zum Glück brauche ich nur ein paar Meter zu laufen. So schnell war ich noch nie in einem Pub! Der "The Cranemakers" macht einen guten Eindruck, auch wenn das Pint "John Smith's Bitter" unverschämte £2.25 kostest. Aber da fühle ich mich wohl. Und damit bin ich endgültig in Nordengland angekommen.

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Mittwoch, 7. Oktober 2009

Zum Glück lag ich noch im Bett als ich zum Fenster rausgeschaut hate Denn sonst hätte es mich glatt umgehauen. Strahlender Sonnenschein von einem wolkenlosen Himmel! Und das nach dem gestrigen, total verregneten Tag. Unglaublich! Gegen 8 Uhr stehe ich dann endlich auf um mich für das erste Frühstück hier fertig zu machen. Das Frühstück ist in Ordnung. Gut und reichhaltig und dennoch nicht übermächtig. Etwas mehr Tee dürfte es geben. Morgen mal fragen... Gegen 9 Uhr mache ich auf den kurzen Weg zum Bahnhof. Ziel des heutigen Tages ist Kendal im südlichen Lake District. Das Ticket kostet hin und zurück £14. Für TransPennine ein angemessener Preis. Die sind immer etwas teuerer. Der Zug geht um 10 Uhr 7 ab und erreicht den Bahnhof "Oxenholme Lake District" ("Oxenholme" was für ein bescheuerter Name) ungefähr 40 Minuten später (und das ohne Zwischenstopp in Penrith). Hier muß ich umsteigen. Dummerweise geht der nächste Zug nach Kendal erst um 11 Uhr 37. Also 45 Minuten warten (da muß ich beim nächsten Mal darauf achten, wenn ich umsteigen muß). Vier Minuten nach dem wir den Bahnhof verlassen haben, sind wir auch schon in Kendal. Kendal kenne ich zwar von früher, konnte mich aber nicht mehr so richtig erinnern. Also erst einmal in die Innenstadt immer mit dem Blick zurück, damit ich mir den Weg einprägen kann um den Bahnhof wieder zu finden. Heute ist Markttag und der Market Place ist voll von Verkaufsständen. Echt interessant, was man da so alles verkauft. Besonders appetitlich schauen Obst und Gemüse aus. Die sind wirklich frisch und schauen wie gerade eben geerntet aus... Nach ein paar Runden durch die Innenstadt kaufe ich schnell eine Postkarte und gönne mir im "Wetherspoon" (siehe auch Scarborough) ein Pint einer lokaler Brauerei. Für £1.75 und schreibe die zweite Karte an meine Eltern sowie diverse Textnachrichten an S. und L. Danach bummle ich noch ein bißchen durch Kendal und begebe mich gegen 14 Uhr 30 zurück zum Bahnhof. Der Zug zum Umsteigebahnhof "Oxenholme Lake District" geht um 15 Uhr 2 (allerdings mit 5 Minuten Verspätung). Dort steige ich den Zug um 15 Uhr 24 nach "Glasgow Central" ein. Der fährt wieder ohne Zwischenstopp nach Carlisle (sind ca. 60 Meilen). Ich vermute, der hat so seine 70 bis 80 Meilen in der Stunde drauf, auf jeden Fall haben die Autos auf der parallel verlaufenden M6 keine Chancen gegen uns. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, womit ich um 16 Uhr 1 wieder in Carlisle bin. Im lokalen TESCO hole ich mir noch schnell estwas zum Abendessen und dann ab nach Hause. Es war durchgehend ein kalter Tag und ich brauche erst einmal eine Tasse heißen Tees. nach einem kleinen Imbiss verschwinde ich auf zwei Pints in meinen Pub gleich an der Ecke. Dann etwas fernsehen (auf "Film4" kommt Lethal Weapon 2). Das ganze Mal auf englisch anschauen. Und damit endet der erste Urlaubsstag in Cumbria, hart an der schottischen Grenze. nach Schottland geht es erst am Freitag (Ziel: Dumfries, Fahrzeug: Auto).

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Donnerstag, 8. Oktober 2009

Der zweite Urlaubstag und der zweite "Brit Rail"-Tag. Heute geht es an die Küste nach Whitehaven. Bin mal gespannt, denn in dieser Gegend war ich noch nie. Bin auch mal gespannt, was der Zug kostet. Und diesmal ist mein iPod dabei (hat man WI-FI, so kann man ihn sogar als Pseudo-Navi verwenden; Karten von Google lassen sich auf jeden Fall laden auch ohne Registrierung; wenigstens bei mir hat es funktioniert). Die letzten Tage habe ich mich ein bißchen geärgert, ihn nicht dabei gehabt zu haben... Und wieder beginnt der mit einem strahlend blauen und wolkenlosen Himmel. Aber er beginnt auch auf jeden Fall wieder sehr frostig. Mit 4°C muß man schon rechnen. Nach dem Frühstück begebe ich mich zum Bahnhof. Der Zug fährt um 9 Uhr 40 ab Richtung Lancaster. Diesmal fahre ich mit "Northern Rail" und siehe da, das Ticket ist wesentlich billiger. Ich zahle nur £9.60 (also das gleiche Spiel wie im Frühjahr in Scarborough). Nach 70 Minuten sind wir in Whitehaven, jedoch war die Fahrt dahin atemberaubend. Das letzte Teilstück führte direkt am Strand vorbei; man schaut vom Zug direkt aufs Meer (Irische See). Das ist schon beeindruckend. Genauso beeindruckend ist Whitehaven sebst. Eine wirklich tolle Stadt mit einem wirklich tollen Hafen. Heute ist hier Markttag und ich habe einige Stände wiedergetroffen, die ich schon gestern in Kendal gesehen habe... Allerdings weht hier ein so bitterkalter Wind vom Meer her, daß ich mich warm einpacken muß... Als erstes kommt der Hafen dran, auch schon deshalb, weil er vom Bahnhof direkt zu erreichen ist. Ein schöner Hafen mit brandneuer Strandpromenade. Alles erst vor kurzem renoviert. Nach etlichen Bildern begebe ich mit schließich ins Stadtzentrum, eben den Markttag zu begutachten, Postkarten zu kaufen, Bilder zu machen und mittags mir mein übliches Pint zu genehmigen. Das Pint "John Smith's Bitter" hielt ich mit £2.50 etwas übertrieben teuer. Nur das weiß man leider vorher nicht, weil es nur selten Preislisten gibt oder diese gut versteckt aufgehängt werden. Nun denn, was soll's... Nach dem Pint und den beiden Postkarten streife ich noch etwas durch Whitehaven bis ich mit gegen 13 Uhr 15 auf den Weg zum Bahnhof mache. Der Zug zurück nach Carlisle geht um 13 Uhr 47 und kommt dort gegen 14 Uhr 57 an. Der Zug kam sogar etwas früher und war sogar fast 10 Minuten eher in Carlisle. Danach mache ich mich auf eine Runde durch die Innenstadt und danach auf zum TESCO. Auf dem Rückweg zur Unterkunft kehre ich noch schnell auf ein weiteres Pint (wieder "John Smith's Bitter" für allerdings günstige £1.90) ein. Gegen 16 Uhr 15 bin ich endlich zuhause und mache mir erst einmal eine Tasse heißen Tees. Nach dem kalten Tag braucht man das. So, und den restlichen Abend verbringe ich wieder im Pub. Und morgen... Morgen darf der Alfa mal wieder ran...

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Freitag, 9. Oktober 2009

So, die erste Fahrt nach Schottland steht auf dem Programm. Das erste Mal, daß der neue Alfa nach Schottland kommt. Aber er bekommt keine Schottand-Flagge mehr so wie seine Vorgänger. Zuvor muß ich noch tanken. Davor graut mir, denn mit den vielen Staus liegt der Verbrauch bestimmt extrem hoch. 10 Liter auf 100 Kilometer könnten locker drin sein... Bei bedecktem und trockenen Himmel, eiskaltem und windigen Wind mit maximal 10°C geht es haute also Richtung Schottland. Der Tankstopp bei TESCO (101.9p für den Liter Super bleifrei) ergab ein "finanzielles Disaster": Über £48 für 47 Liter. So viel habe ich noch nie bezahlt. Der Verbruch bleibt aber dennoch unter 9 Liter... Die Warwick Road, die Richtung der M6 führt ist dicht, wegen Baustelle. Gut, undichte Gasleitungen sollte man schleunigst reparieren... Bis Dumfries sind es nur etwa 35 Meilen, also ein Kinderspiel. Bei Gretna Green übeschreitet der Alfa zum ersten Mal die Grenze nach Schottland: Exakt um 10 Uhr 30. In Dumfries angekommen finde ich auch gleich wieder den Parkplatz mitten in der Stadt, auf dem immer noch kostenlos parken darf. Eine Seltenheit in Großbritannien. Der erste Rundgang durch Dumfries ist ein Schock: Zwar sind die Bauarbeiten vom letzten Mal (Schottland 2003) beendet aber ich mußte festellen, daß fast jedes zweite Geschäft geschlossen ist bzw. beim Schließen ist... Das Wetter hatte sich bis Mittag nicht wesentlich gebessert. Für Papa und S. habe ich dann zwei sehr schöne Geburtstagskarten gekauft (£5.10 zusammen) und diese dann im Pub bei einem "goldenen" Pint "John Smith's Bitter" geschrieben. "Golden" deswegen, weil das Pint £2.55 gekostest hat. Läßt sich nicht mehr ändern... Danach ging ich auf die Suche nach einem Postamt. Jedoch vergebens und da ich die Karten heute noch aufgeben wollte, mache ich mich auf den Rückweg nach Carlisle. Auch deswegen, weil der Akku der digitalen Kamera mittlerweile rot zeigt was heißt, der Akku ist leer. Unterwegs noch schnell bei MORRISONS (ehemals SAFEWAY) eingekauft. Daheim angekommen, packe ich das Auto aus (der hat morgen wieder einen Ruhetag), hänge den Akku an das Ladegerät (muß ja für morgen wieder fit sein) und dann ab in die Stadt, um noch ein offenes Postamt zu bekommen... Was auch geschehen ist. Das Porto für jede Karte macht 81p, was in Ordnung ist, denn für die letzte Geburtstagskarte an Papa hatte ich schon über 70p gezahlt. Und das sind schon etliche Jahre her. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt gehe ich nach Hause um mir erst einmal eine schöne heiße Tasse Tee zu machen. Nach einer kurzen Pause geht es in mienen mittlerweile zum "Stamm-Pub" erklauml;rten Pub, um den Abend bei zwei (vielleicht drei?) Pints zu verbringen.

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Samstag, 10. Oktober 2009

Für heute steht eine Fahrt in eine meiner Lieblingsstädte auf dem Programm: Newcastle! Der Tag beginnt mit leichter Bewölkung und relativ kalt. Gegen 9 Uhr nach dem Frühstück begebe ich mich zum Bahnhof, denn der Zug nach Newcastle geht schon um 9 Uhr 33 ab. Das Ticket kostet £14.00 (hatte gehofft, bei £11 bis 13 zu bleiben). Der Zug war wie immer pünktlich, aber da es sich wieder einmal um "nur" eine Doppeleinheit handelt, womit der Zug schon in Carlisle voll bis auf den letzten Platz war. Zum Glück habe ich noch einen der letzten Sitzplätze bekommen, denn ich hätte keine Lust, die 1½ Studnen bis Newcastle zu stehen. Gut, es ist wieder einmal Samstag, und alles aus der Umgebung strömt nach Newcastle zum Shoppen. Auf dem Weg nach Newcastle wird es immer nebliger und ich befürchte schon das Schlimmste. Aber in Hadrian's Country ist das vollkommen normal und nichts ungewöhnliches... Es ist schon ein komische Gefühl mit dem Zug in Hexham anzukommen, denn normalerweise fahre ich von Hexham ab. Je weiter wir nach Newcastle kommen, desto sonniger wird es. Ankunft in Newcastle ist um 10 Uhr 57, also pünktlich. Schon der Weg in Richtung Fußgängerzone wird zum Albtraum. Menschenmassen hier und dort, wohin man schaut. Man meint, ganz Großbritannien hat sich in Newcastle versammelt. Ich weiß ja, daß es am Samstag hier extrem voll ist, aber diesmal... Ein aufgewühlter Ameisenhaufen ist ein Dreck degegen... Meine ersten Aufgaben sind Postkarten und Briefmarken zu kaufen. Denn Eltern und S. müssen ja informiert werden. Das hat auch alles perfekt funktioniert und sogar der Anruf daheim gegen 12 Uhr Ortszeit. Bei einem Pint "John Smith's Bitter" für £2.00 werden die Karten geschrieben. Der heutige Tag steht ganz unter dem Thema "Shopping", denn ich bin auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für S., was sich allerdings als nicht so leicht herausstellt. Denn ich habe leider keine Ahnung, was S. so wirklich interessiert. Aber meine Notfalllösung wird definitiv funktionieren... Wie in vielen anderen Städten erkennt man auch hier die Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise. Viele Geschäfte haben geschlossen oder sind beim Schließen, obwohl extrem viel gebaut wird... Ein Durchkommen in der Fußgängerzone wird immer schwerer. So gegen 14 Uhr 30 begebe ich mich in Richtung Bahnhof nicht ohne in einem Pub nahe des Bahnhofs auf ein weiteres Pint "John Smith's Bitter" für £2.25 halt zu machen. Der Zug um 15 Uhr 24 geht pünktlich ab, wird aber dummerweise an jeden Bahnhof halten werden. Auch dieser Zug ist wieder voll bis auf den letzten Platz. Ankunft in Carlisle exakt um 16 Uhr 57. Danach erfolgt ein kurzer Rundgang durch die Innenstadt und dann zurück nach Hause. Hier mache mir erst einmal ein Tasse Tee, denn es ist immer noch windig und kalt. Im Zug war es ziemlich zugig, weil die Türen nicht ganz schließen und etliche Fenster offen waren. Den Rest des Abends verbringe ich wie üblich im meinen Pub bei einigen Pints. Und morgen? Sonntag, ist ein Tag der Erholung.

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Sonntag, 11. Oktober 2009

Heute ist Sonntag, ein Tag der Erholung. Deswegen gibt es auch Früstück erst um 9 Uhr, worauf ich mich im gegenseitigen Einvernehmen mit meiner Wirtin geeinigt habe. Ich habe nichts dagegen, denn dann habe ich genug Zeit zum Duschen... Denn für heute steht ein Fototermin mit Carlisle auf dem Programm, denn das letzte Mal hatte der Akku der Kamera den Geist aufgegeben. Danach geht es, wie sollte es auch anders sein, nach Hexham... Nach diesem mache ich mich zu Fuß auf in die Innenstadt, denn um 9 Uhr 30 sind weinge Menschen unterwegs und man hat Platz, seine Photos zu machen. Die Gelegenheit wird auch reichlich genutzt, denn gegen 11 Uhr machen die ersten Geschäfte auf und die Menschen kommen. Für mich heißt es nun Abschied von Carlisle zu nehmen und nach Hexham weiter zu ziehen. Die Fahrt nach Hexham (35 Meilen) auf der A69 ist nichts Neues, denn die Strecke kenne ich wie meine Westentasche... Hexham ist und bleibt ein verschlafenes Nest. Großartige Veränderungen sind nicht zu erkennen gewesen, nur der SAFEWAY heißt jetzt WHITEROSE und daß man überall Tafeln aufgestellt hat, auf denen mittelalterliche Szenen der Stadt dargestellt werden (eine gute Idee finde ich). Nur ein Umbenennung oder ein neuer Konzern? Noch weiß ich es nicht. Stört mich weiter nicht, den einkaufen will ich nicht. Nach ein paar Runden durch Hexham (Mrs. Boaden und Janice vom "The Fox" habe ich nicht besucht) mache ich mich gegen 13 Uhr 30 wieder auf den Rückweg Richtung Carlisle. Dort bringe ich erst einmal meine Sachen auf das Zimmer und begebe dann mich in die Innenstadt. So gegen 15 Uhr 30 mache im Wetherspoon bei zwei Pints "John Smith's Bitter extra cold" (£1.95) Rast. Letztendlich bin ich um 17 Uhr wieder zuhause. Nun gibt es eine Tasse Tee und ein bißchen Fernsehen. nd schließlich noch einen Abstecher in meinen Pub. Zu den üblichen zwei Pints genehmige ich mir auch noch zwei doppelte Whiskys (je £2.10). Danach war ich reif für mein Bett! Übringes: Das Wetter war den ganzen sehr schön sonnig, relativ warm aber ziemlich windig was dazu führte, daß man die Temperaturen als relativ kühl gefühlt hat. Aber zum Photographieren war es optimal. Und damit beginnt morgen schon wieder der letzte Urlaubstag...

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Montag, 12. Oktober 2009

Wie gesagt, heute ist der letzte Urlaubstag. Dies bedeutet wie immer, Vorbereitungen für die morgige Rückfahrt zu treffen. Und dies sind Einkaufen (bei TESCO) und Tanken (ebenfalls bei TESCO). Einkaufen ist diesmal extrem wichtig, denn ich brauche noch ein Geburtstagsgeschenk für S... Den Tag verbringe ich mit einem Ausflug nach Penrith und Keswick (nördlicher Lake District). Das gibt noch einmal etliche Bilder. Bis jetzt sind es ja "nur" 200 Bilder und dabei habe ich am Samstag in Newcastle kein einziges Bild gemacht (hatte auch nicht die recht Lust dazu)... Bei strahlend blauem Himmel, bei blendenden Sonnenschein, bei allerdings nur 4,5°C Wärme, geht es los Richtung Penrith. Die Fahrt nach Penrith dauert nicht allzu lange, denn es sind nur rund 19 Meilen. In Penrith finde ich relativ schnell einen Parkplatz. Mittlerweile sind fast alle Parkplätze in der Innenstadt "Disc Zone", was bedeutet, daß man nur eine Stunde parken darf. Doch für Penrith und ein paar Bildern reicht mir die eine Stunde. Weiter geht es nach Keswick. Doch da wird es schon schwieriger, denn die A66 besteht eigentlich nur aus Baustellen, so daß man nur schleppend vorwärts kommt. Doch dann ist auch Keswick erreicht. Meinen Parkplatz suche in der Blencathra Street und bin erstaunt, denn es gibt Parkplätze mehr als genug. Normalerweise findet nicht mal eine Laus einen Parkplatz. Die Straße scheint wie ausgestorben zu sein. Auch etliche B&B Unterkünfte haben mittlerweile dicht gemacht. Hat wohl der Run auf den Lake District aufgehört? Den Trend erkennt man auch sofort in der Innenstadt, denn wo sich sonst Menschenmassen vorbei schieben, flanieren nur vereinzelte Gruppen. Soll mir recht sein, da sind zuviele Menschen auf den Photos. Das Wetter ist einfach ideal. Immer noch gleißender Sonnenschein, der die Berge knallhart vom wolkenlosen, blauen Himmel trennt. Man hat eine Fernsicht bis ins Unendliche. Gegen Mittag beginnt der Rückweg nach Carlisle. Eigentlich wollte ich noch ein paar Bilder vom Castlerigg Stone Circle machen, mußte aber festellen, daß zwei Busse mit Schulklassen den Stone Circle überflutet hatten. Darauf verzichte lieber auf die Bilder. Der Rückweg führt diesmal direkt über die M6, da ich bei der Ausfahrt Carlisle gleich beim TESCO bin. Der finale Einkauf beginnt. Trotz diverser Sondereinkäufe werden es nur £27.12. und dabei ist maximal die Hälfte für mich. Bei TESCO wird auch gleich getankt. Der Liter Super bleifrei kostet immer noch 101.9p und schlägt mit £33 gehörig zu Buche. Aber der muß ja auch bis Deutschland reichen. Danach fahre ich heim und verstaune meine Wertsachen auf meinem Zimmer... Der letzte Rundgang durch Carlisle beginnt. So gegen 15 Uhr mache im Wetherspoon bei zwei Pints "John Smith's Bitter extra cold" (£1.95) nochmals Rast. Diesmal habe ich meinen iPod Touch dabei und surfe ein bißchen im Internet und stelle erschrocken fest, daß daheim die Temperaturen alles andere als warm sind. Nachts sogar schon mit Bodenfrost. Also rufe ich Mutti kurz an und bitte sie, bei mir daheim die Fenster zu schließen. Internet auf dem iPod Touch ist geil. Man muß sich nur an das kleine Display gewöhnen. Danach geht es wieder heim auf eine Tasse Tee und ein wenig verschnaufen. Mit zwei Pints in meinen Stamm-Pub beschließe ich den Abend und damit den Urlaub in Carlisle, denn morgen trete ich den Rückweg an...

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Dienstag, 13. Oktober 2009

Alle Gute zum Geburtstag, Papa! Ja, es ist wieder einmal soweit. Ein ganzes Jahr ist schon wieder vorbei... Aufstehen ist heute etwas früher als normal, denn ich muß ja noch packen. Frühstück gibt es allerdings zur normalen Zeit, denn wenn ich um 9 Uhr abfahre, vier Stunden brauche, reicht das locker bis Hull und vielleicht für ein schnelles Pint im "The Crown"... Nach dem Frühstück ging alles recht schnell. Das Auto war im Nu beladen, die Verabschiedung ging sehr schnell vonstatten. Viel gab es nicht zusagen, da sich in der vergangenen Woche keinerlei Berührungspunkte ergaben. So verließ ich exakt um 9 Uhr Carlisle in Richtung Hull. Die Rückfahrt nach Hull sollte sich als ein Albtrum herausstellen. Denn die A69 war gepflastert von Baustellen. Und wenn Briten mal eine Baustelle einrichten, dann hat das Methode. Meist dann nur einspuriger Verkehr, gereglt von Ampeln, an denen sich sich der Verkehr staut. Auf der A68 Richtung Darlington und auf den nachfolgenden Straßen war die Situation nicht besser. Baustellen über Baustellen. Und wenn es keine Baustellen gabe, das war bestimmt irgendein Lkw oder Traktor vor mir, der nicht viel mehr als 30 Meilen hergab. Ich war der Verzweiflung nahe. Und mein "Darlington" hat ebenfalls wieder zugeschlagen. Denn in Darlington verfahre ich IMMER und finde erst auf den dritten Anlauf wieder raus... So ging es durch bis Hull! Wenigstens war das Wetter gut. Sonnenschein und Temperaturen um die 14°C. In Hull war ich dann erst gegen 13 Uhr 45 und hatte gerade noch Zeit, mir im "The Crown" ein Pint Mansfield Smooth für £2.35 zu leisten und dazu einen kleinen Imbiss. Gegen 14 Uhr 30 bin ich endlich am Hafen und fahre zum Check-In. Dort bin ich diesmal nicht der erste, denn ein Fahrzeug wartet schon dort. Der Check-In beginnt pünktlich um 15 Uhr 30. Diesmal sind die britischen Behörden wieder extrem pingelig. Jedes Auto wird durchsucht, dreimal wird nach der Boarding Card gefragt."Die spinnen, die Briten" würde Asterix jetzt sagen. Um 17 Uhr wird dann endlich verladen. Kurz zuvor habe ich noch Papa angerfuen um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Die Karte kam schon gestern an, d.h. auch S. hat dann gestern oder heute ihre Karte erhalten. Nach einem Pint "Murphys Stout" für £3.30 geht es pünklich um 18 uhr zum Abendesse. Es gab das gleiche Essen wie auf der Hinfahrt und keine neuen Überraschungen. Also nicht der Rede mehr wert. Den Rest des Abends, der eh nicht mehr lange sein wird, da die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt wird, verbringe ich in der Bar bei ein paar weiteren Pints Murphys.

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Zusammenfassung

So, das war nun der 30. Urlaub in Großbritannien. So wie er begonnen hat hat er auch geendet. Im Stau! Ich habe langsam den Eindruck, daß die ersten Ereignisse den ganzen Urlaub prägen. Nach dem Mega-Stau in Belgien ging es ohne weitere Unterbrechung in England weiter. Stau, Baustellen, Lkws bzw. Traktoren. Ich hasse Traktoren! Ansonsten hatte ich wenigstens wettermäßig relativ viel Glück, abgesehen von dem ersten Tag in England, wo ich von Hull nach Carlisle eigentlich nur im Regen oder im Nebel gefahren bin. Ansonsten strahlend blauer Himmel, kaum Wolken, warme Termperaturen und das erinnerte mich an den letzten Herbsturlaub in Scarborough 2008. Das war es genauso... Die Unterkunft war an für sich in Ordnung. Allerdings drei Sterne war sie nicht wert. Ein bis zwei nach meiner Meinung. Dazu waren zu viele Dinge nicht so perfekt, der Service unaufmerksam und man hat von den Wirtsleuten kaum etwas gesehen. Man hat einem zwar WLAN angeboten, doch im meinem Zimmer habe ich nie irgendeinen Empfang gehabt. Weder mit dem MacBook noch mit dem iPod. Und beide funktionieren, denn an anderen Orten hatte ich sofort WLAN zur Verfügung. Auch in dieser Hinsicht fehlte die entsprechende Unterstüzung. Man nahm es einfach so hin nach dem Motto "bei mir funktioniert es ja"... Die drei Fahrten mit der Eisenbahn waren wieder die Ausgaben wert, auch wenn die Preise generell von TransPennine es in sich haben. Gut, Kendal war jetzt nicht ganz der Brüller, würde ich auch das nächste Mal auslassen, aber dafür haben Whitehaven und Newcastle wieder alles gut gemacht. Ich fahre einfach für mein Leben gern in Großbritannien mit der Bahn. Auch wegen der relativ günstigen Preise und dem Abenteuergefühl. Die beiden Fahrten mit dem Auto waren wie gewohnt gespickt mit Baustellen und Behinderungen. Die A66 von Penrith nach Keswick war eine einziger Spießrutenlauf. Von Baustelle zu Baustelle. Da macht das Autofahrten nicht wirklich Spaß. Der Sprit hat mit 101.9p wieder mächtig zugelegt. Im Frühjahr zahlte ich noch um die 85 bis 89p... Letzendlich kann ich diesmal nicht wirklich sagen, daß ich so richtig erholt habe. Es gab einfach viel zu viel Streß. Ob ich im kommenden Frühjahr wirklich noch einmal nach Wales fahre, das steht in den Sternen. Das muß ich bis dahin abwarten. Aber eines weiß ich mit Bestimmtheit: Über Belgien fahre ich NIE MEHR! Das weiß man ja nie, was einem erwartet und wenn ich Mutti richtig verstanden habe, was das, was ich erlebt hatte, nur die Spitze des Eisbergs... Die einzige Freude waren die wirklich echt gemeinten Anteilnahmen von S. und L. Was letztendlich im 22 SMS endete und vier Telefonaten nachhause; macht zusammen €12 (also so gut wie gar nichts; 13 Cent/SMS und 29 Cent/Min.)... Interessant waren eigentlich die Tatsachen, daß erstens sehr viel Geschäfte zugemacht haben. Da ich die meisten Orte kenne (beispielsweise Dumfries), kann man dies recht gut abschätzen. Und zweitens gilt gleiches auch für die Besucherzahlen in den Pubs. Das muß wohl wirklich etwas Wahres an den Berichten in diversen Zeitungen sein, daß die Briten nun ihr Bier lieber daheim als im Pub trinken, weil es daheim einfach billiger ist (Und dabei ist doch der Pub ihre zweite Heimat). Die Wirtschaftskrise hat Großbritannien doch wohl härter getroffen als uns Deutsche.

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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Zweiter Tag der Rückreise. Wir hatten eine sehr ruhige Überfahrt. Von der See hat man so gut wie nichts gemerkt. Lediglich die Nacht war ein bißchen zu kurz, weil man ja die Uhr eine Stunde vordrehen muß. Aufstehen ist um 5 Uhr 30. Danach duschen und anziehen. Um 6 Uhr gibt es Frühstück. Das Übliche wie immer. Nach dem Frühstück heißt es eigentlich nur noch warten, bis wir im Hafen sind. Und dort kommen wir sehr p&uum;nktlich um 8 Uhr 10 an. Auch das Entladen ging relativ fix vonstatten, so daß ich schon vor 8 Uhr 30 etliche Kiloemter im Rotterdamer Hafen Richtung Breda unterwegs bin. Die Fahrt bis zur deutschen Grenze war geprägt von Staus und Baustellen. Wie sollte es auch anders sein... Dennoch ging teilweise sehr flott voran. Venlo ist um 10 Uhr 20 erreicht und damit auch Deutschland. Endlich freie Fahrt. Endlich kann man so richtig Gas geben. Bis zur Tankstelle "Bedburger Land" ist es nicht mehr weit. Dort tanke ich und rufe daheim an, daß ich wieder in Deutschland bin. Weiter geht die Fahrt. Die A61 von Köln/Kerpen Richtung Koblenz. Warum man auf einer dreispurigen Autobahn bei strahlendem Sonnenschein und trockener Fahrbahn die Geschwindigkeit auf 100 bzw. 120 begrenzen muß ist mir schleierhaft. Zum Glück sehen das auch andere Autofahrer nicht ein. Also weiter. Die Fahrt Richtung Heimat verläuft relativ gut. Selbst bei Frankfurt wenig Stau, außer Baustellen... Zwei Minuten vor 13 Uhr ist schon die bayerische Grenze erreicht. Die A3, sonst total überfüllt, ist wie leer gefegt. Es gut extrem gut voran. Allerdings ab Aschaffenburg nerven einen die unzählbaren Baustellen. Da geht es immer wieder nur stockend voran. Schlimm wird es erst ab Würzburg bis Nürnberg... Es wird zunehmend kälter. Die Temperaturanzeige vom Bordcomputer fällt stetig. Die paar Minuten freier Fahrt werden dann so mit 200 und mehr genommen. Das merkt man auch an der Tankuhr. Die fällt ebenfalls stetig. Aber ich will nur heim... Nürnberg ist gegen 14 Uhr 30 erreicht und um 14 Uhr 49 bin ich schon zuhause. So schnell war ich noch nie daheim, trotz der vielen Behinderungen. Aber immer ging es irgendwie weiter. Nun heißt es Auto ausladen, alles aufrämen und sich bei den Eltern zurückmelden (ebenso bei S.). Diesmal geht sogar das Auto ausladen sehr schnell, denn viel gekauft hatte ich ja nicht und so bedarf es nur einen Gang. Und damit endet der 30. Urlaub in Großbritannien. Und mit dem kommenden Urlaub feiere ich nun 20 Jahre Großbritannien.

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