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Schottland Herbst 2006

"JUBILÄUM: DAS 25. MAL GROSSBRITANNIEN"
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VOM 04.10.2006 BIS 13.10.2006

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Kalender (Oktober 2006)

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Vorwort

Dies wird also mein 25. Urlaub in Großbritannien (d.h. Schottland [14 mal], England [5 mal], Wales [5 mal] und Irland [1 mal]) innerhalb von 14 Jahren sein. Als Hauptaufenthaltsort habe ich wieder einmal Inverness gewählt, auch deswegen, weil dort im Sommer 1991 alles begonnen hatte und ich daher dort das 25. Jubiläum standesgemäß verbringen möchte. "Ehre, wem Ehre gebührt!". Dummerweise jedoch, bevor ich überhaupt die Buchungen starten konnte, mußte ich schon wieder alles über den Haufen werfen. Denn: Die Superfast Fähre von Zeebrugge nach Rosyth (Edinburgh) ist für den geplanten Tag (also den 2. Oktober 2006) jetzt schon ausgebucht (Hinweis: Wir schreiben heute den 7. Juli 2006!). Alternativ wurde mir der 4. Oktober 2006 angeboten, was ich wohl gezwungenermaßen annehmen werden muß. Ähnliches gilt für die Rückfahrt von Hull nach Rotterdam. Da sind auch schon fast alle Kabinen ausgebucht und nur noch die teueren Kabinen übrig. Also habe ich mich für die Fähre von Hull nach Zeebrugge entschieden, da gibt es noch genügend Auswahlmöglichkeiten. Außerdem mußte ich den Rückreisetag um einen Tag nach hinten auf den Freitag verschieben (eigentlich wollte ich ja den Freitag, den 13. vermeiden), weil ich schon "vorne" zwei Tage verloren habe. Und das wird kritisch, weil Papa am 13. Oktober Geburtstag hat und ich da gerne daheim sein möchte. Na der Urlaub kann ja lustig werden...

Die Buchung der Fähre bei Superfast Ferries war ein Abenteur für sich. Bis ich da endlich meine Buchung durch hatte war ein echtes Drama. Angefangen von den ersten Informationen per eMail (mit einem doch verlockenden Angebot) bis hin zu einigen weiteren eMails (auf die man nur sehr zögerlich geantwortet hat oder gleich gar nicht) und Anrufen (am Telefon war man allerdings sehr freundlich) hat es insgesamt fünf Tage gedauert, bis ich am Ziel angekommen war und die Fähre so gebucht hatte, wie ich wollte und nicht wie es sich Superfast Ferries vorstellte. Am Montag, den 11. Juli 2006, hatte ich dann endlich die Buchungsbestätigung in meinem Postfach! Bei denen eine Zwei-Bett Kabine zur Alleinbenutzung zu bekommen, scheint schier unmöglich zu sein und wenn, dann nur mit hohen Aufschlägen (bis zu fast €400 pro Kabine). Aber nicht mit mir! Bei einem Preis von €373,00 für alles darf man wohl ein bißchen Entgegenkommen erwarten, oder?

Heute, am Dienstag, den 12. Juli 2006, habe ich mehr oder weniger zufällig auf die Buchungsseiten von P&O geschaut und erstaunt festgestellt, daß auf der Route "Hull - Rotterdam" doch wieder günstige Kabinen frei sind. Daraufhin habe ich natürlich sofort gebucht. Im Vergleich zur Route "Hull - Zebbrugge" spare ich sogar noch ein paar Euros (Hull - Zeebrugge hätte €211,00 gekostet) und habe den Vorteil, daß ich von Rotterdam schneller zuhause bin als von Zeebrugge (kürzere Strecke und bessere Verbindungen nach Hause).

Und jetzt fehlen mir nur noch die Unterkünfte in England (Mrs. Boaden in Hexham) und in Schottland (Mrs. Edwards in Inverness). Aber das dürfte keine allzu große Hürde mehr sein. Hoffentlich!? Und dann heißt es warten bis der Urlaub endlich beginnt. Tja, das Leben ist eben nicht immer so einfach. Mrs. Edwards hat mit über 75 Jahren den B&B-Betrieb eingestellt und ich mußte mir etwas anderes suchen. Darauf bin ich schon sehr gespannt, zumal die neue Unterkunft nicht allzuweit von den vorherigen Unterkünften entfernt ist; genau betrachtet nur auf der anderen Seite der Kenneth Street, in der Greig Street. Mehr Informationen zur neuen Unterkunft finden Sie dann unter Unterkünfte in Schottland an passender Stelle. Ich bin gespannt! Auf jeden Fall habe ich am 21. Juli 2006 die Tickets von Superfast Ferries erhalten. Und nach dem ich die Buchung bei Mrs. Boaden in Hexham erledigt hatte, kann jetzt überhaupt nichts mehr schief gehen. Oder???

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Mittwoch, 4. Oktober 2006

3. Oktober: Den ganzen Tag Dauerregen und auch noch nachts. Sturm gesellte sich noch hinzu. Daher beschloß ich am 4. Oktober eine halbe Stunde eher zu fahren. Als es endlich um 3 Uhr 30 losging, herrschte immer dasselbe Wetter. Wenn ich da nur an mein Motorrad denke... Hoffentlich bläst der Wind es nicht um... Also bei strömenden Regen und widrigen Witterungsverhältnissen (starker Seitenwind) beginne ich die 25. Fahrt nach Großbritannien. Nessie ist natürlich auch wieder dabei... Bis Frankfurt "hielt" das Wetter, dann wurde es langsam besser. Es ist logisch, daß man bei einem solchen Wetter nur schlecht vorankommt, und so passierte es, daß ich bei Frankfurt um 7 Uhr voll in den beginnenden Berufsverkehr kam. Nach Frankfurt wurde es wieder ruhiger und ich kam sehr gut voran. Aachen und damit die Grenze nach Belgien erreichte ich erst nach 9 Uhr. Auch wegen der vielen Pausen, die ich eingelegt hatte. Denn seit Sonntag habe ich starke Rückenschmerzen (von meinen kaputten Bandscheiben) und halte mich Schmerztabletten fit. Nachdem schon alles gebucht und bezahlt war, konnte ich den Urlaub nicht so einfach abbrechen. Und so ging es weiter durch Belgien bis Zeebrugge. Es herrschte auch in Belgien wenig Verkehr und es gab wenige Baustellen, so daß ich zügig vorankam. Ankunft in Zeebrugge um 13 Uhr. Also nicht mehr viel Zeit für das Übliche, denn um 14 Uhr ist bereits Einchecken. Nicht einmal richtig anrufen konnte ich zuhause, denn irgendwie gab es Schwierigkeiten bei Vodafone. Die Anrufe konnten irgendwie nicht durchgestellt werden. Aber zum Glück hatte ich ja noch die T-D1-Karte. Mit der hatte es dann funktioniert (in Großbritannien funktionieret die D2-Karte wieder einwandfrei). Die Probleme hatte ich schon beim Aufladen der €15 festgestellt... So, noch 30 Minuten, dann beginnt das Einchecken. Bei etwa 16°C, Sonnenschein und nur wenig Wind kann man das getrost abwarten. Auch meinem Rücken geht es wieder besser. Zur Info: Einchecken 14 Uhr, Verladen 16 Uhr, Abfahrt 18 Uhr, Ankunft 11 Uhr britischer Zeit. Das Einchecken ging rasend schnell, nicht einmal 5 Minuten dauerte es. Und außerdem ist man sehr freundlich. Warum allerdings danach Paßkontrollen sein mußten, das verstehe ich nicht. Haben wir kein Schengener Abkommen mehr?... Meine Befürchtungen hinsichtlich der Kabine haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Denn normalerweise gibt es bei Superfast Ferries keine Kabinen zur Einzelbenutzung. Aber mit einem Wildfremden in einer Kabine? Nein, danke. 16 Uhr Verladen. Ratet 'mal, wer der Erste ist? Logisch. ICH! Aber erst nach langem Warten konnten wir auf die Fähre, weil ein Motorrad (diese dürfen immer zuerst) partout nicht anspringen wollte. Typisch, konnte ja nur eine Harley-Davidson sein... Die Kabine ist klasse. Groß und geräumig. Sogar mit Telefon und Radio (leider nur der Bordsender). Nach den ersten Bildern und Rundgängen gibt es das erste Pint in der Bar. "John Smith's Bitter" für £2.17. Das ist eines meiner Lieblingsbiere. So, und jetzt warte ich auch das Abendessen... Enttäuschend. Obwohl die Vorspeise viel Lachs enthielt, war es bei weitem nicht so gut wie bei P&O! Gleiches gilt auch für das Hauptgericht. Viel zu trocken, keinerlei Auswahl von Saucen. Und Pasta halte ich vollkommen fehl am Platz. Die Chicken-Nuggets mit Pommes Frites lagen mir wie ein Stein im Magen, denn es gab nicht einmal Ketchup oder ähnliches dazu. Das kann P&O wesentlich besser. Den Nachtisch hatte ich mir gar nicht mehr angetan. Vielleicht besser so. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf die Rückfahrt mit P&O... Jetzt gibt es noch ein letzte Pint "John Smith's Bitter" und dann ab ins Bett. ich hatte immer noch ziemlich starke Rückenschmerzen, trotz den Tabletten...

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Donnerstag, 5. Oktober 2006

Die Überfahrt bis heute morgen war sehr ruhig. Sogar besser als bei P&O. Ein gutes Qualitätsmerkmal der Fähre. Und dabei denke ich, daß wir wesentlich weiter in der Nordsee fahren, also weniger landnah. Frühstück gibt es "erst" um 7 Uhr, eine Stunde später als bei P&O. Aber wir haben ja auch genug Zeit. Vorher heißt es duschen und anziehen. Schön, wenn man eine ganze Stunde mehr Zeit hat. Und wenn ich daran denke, daß ich heute Nachmittag schon in Inverness bin... Kaum zu glauben. Doch gehen wir erst einmal frühstücken... Vom Umfang war das Frühstück wie gewohnt. Aber qualitativ konnte es bei weitem nicht mithalten. Angefangen von der Qualität der Speisen (der Bacon war verbrannt, der Black Pudding "furztrocken"), über die Tatsache, daß der Toast und die Butter aus Deutschland stammten bis hin zu kalten und nicht vorgewärmten Tellern, wo das Essen ruckzuck wieder kalt wurde. Nicht einmal Kaffeelöffel gab es, nur Plastikstäbchen. Da freue ich mich auf die Rückfahrt... Es ist jetzt etwa 8 Uhr 30 und wir dürften gerade die schottische Grenze überschritten haben. Die Inseln der Holy Island (Lindisfarne) kommen in Sicht. Also irgendwo in der Nähe von Berwick-upon-Tweed. Ich hoffe, wir sind pünktlich. Schließlich ist Inverness das heutige Ziel, und das sind noch 160 Meilen... Ankunft in Rosyth um 11 Uhr 10. Das sind nach 18 Stunden nur 10 Minuten Verspätung. Punktlandung würde ich sagen. An Deck dann der Schock. Die Autos waren vom Salz total verkrustet. Mich traf der Schlag. Die Autos standen tatsächlich die ganze Zeit auf, und nicht unter Deck. Das halte ich für eine Unverschämtheit... Das Entladen ging extrem schnell. Denn 15 Minuten später war ich bereits auf der Autobahn (M90) nach Perth. So hatte ich vom Hafen nicht viel gesehen... Bei bewölktem Himmel und Temperaturen um die 14°C wurde die Fahrt nach Inverness fortgesetzt. So gut wie problemlos, bis auf ein paar kleinere Baustellen. Ankunft in Inverness daher exakt um 14 Uhr. Diesmal führte mich der erste Gang nicht in den Supermarkt, sondern auf die Tankstelle, wo ich das Auto vom Salz befreite. Eine Unverschämtheit von Superfast Ferries! Aber dafür sieht der Alfa jetzt wieder wie neu aus. Danach ging es ab in den TESCO in der Kenneth Street, wo unter anderem die erste Flasche schottischen Whiskys gekauft wurde. Daheim angekommen, war niemand zuhause. Also bin ich in die Stadt, um die ersten Postkarten und Briefmarken zu kaufen. Diese wurden im "MacCallum" (man hat den Pub doch so gelassen, wie er war) bei einem Pint "Tennants" (£2.30) geschrieben... Inverness hat sich fast nicht geändert. Nur Kleinigkeiten... Gegen 16 Uhr 15 bin ich zurück zu meiner Unterkunft und diesmal war jemand da. Kieron ist sehr nett, wenn auch ein bißchen chaotisch. das Zimmer ist zwar etwas klein (ich zahle immerhin £20), hat aber einen gewissen Charme, der durch das digitale Fernsehen unterstrichen wurde. Nach einem kurzen Imbiss bin ich in die Stadt zurück. Die ersten Eindrücke sammeln... Im "MacCallum" genehmigte ich mir auf Grund des einsetzenden Regens noch zwei Pints "Calders 70s" (£2.10). Danach ging es heim um noch etwas fernzusehen. Damit endete der Tag...

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Freitag, 6. Oktober 2006

Der erste Tag in Inverness. Traditionsgemäß gehört dieser Tag dem Loch Ness, was bedeutet, daß eine Rundfahrt um Loch Ness auf dem Programm steht. Nessie wird es freuen, war sie doch schon zwei Jahre nicht mehr hier. Doch bevor dies alles stattfinden kann, steht noch die Verkostung des Frühstücks in diesem Haus bevor. Wird das Frühstück genauso chaotisch werden, wie es das ganze Haus ist? Lassen wir uns überraschen... Das Frühstück, na ja. Es war ausreichend und heiß. Der Toast war in Ordnung, Tee gab es in Hülle und Fülle. Nur Servietten hatten gefehlt, die Butter aus einer Dose, was gewöhnungsbedürftig ist, und die bettelnden Hunde (zwei Labradorhündinnen) waren jedoch eine Zumutung. Die Runde bestand aus einer Studentin (Edmonton, Kanada) und einem älteren Herrn (Skalpay, Isle of Harris). Es war sehr unterhaltsam, auch weil Kieron mit von der Partie war. Er ist ein richtig lustiger Bursche... Gegen 9 Uhr 45 machte ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg, der mich jedoch zuerst zur Tankstelle führte. 85.5p (ESSO) für den Liter Super bleifrei geht voll in Ordnung... Die Freude über das schöne Wetter währte leider nicht lange, denn heftiger Wind trieb dunkle Regenwolken vom Westen heran. Und schon hatten wir den Salat: Regen und die Hoffnung, daß er bald wieder verschwindet... Hat er aber nicht und ich bin gegen 14 Uhr nach Inverness zurück. Was soll man bei solch einem Wetter machen? Na in den Pub setzen und ein gutes Pint genießen. Dabei hatte ich die zweite Karte an meine Eltern geschrieben... Im Eastgate Shopping Centre hatte ich mir die erste CD in Großbritannien gekauft. Im Normalfall sind die hier nämlich zwischen 25 und 75% teuerer. Aber die, die ich erstanden hatte, hatte nur £3.99 gekostet. In Deutschland zahlt man für Limp Bizkit's "The Unquestionable Truth (Part 1)" zwischen €14,99 und €16,99. So habe ich gute 10 Euro gespart. Außerdem fehlte mir diese CD noch in der Sammlung! So, jetzt gibt es erst einmal etwas zu Essen und danach ab zur Post, Geld tauschen: £1 = €1,5924. Das geht noch... Für €400 gab es £251.19. selbst meine "abartige" Bitte, mir nur Noten der 'Bank Of England' zu geben, wurde mir nicht abgeschlagen, auch wenn die Beamtin daraufhin tausende von Pfundnoten durchsuchen mußte. Und siehe da, sie fand genau 12 Scheine à £20, was genau £240 ergab... Danach ging ich wieder in meinen Pub "MacCallum" zurück, auf ein paar weitere Pints. Gegen 20 Uhr bin ich heim um noch etwas fernzusehen...

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Samstag, 7. Oktober 2006

Nach viel Regen und viel Sturm in der Nacht, hatte sich das Wetter wieder beruhigt. Der Wind ist zwar immer noch vorhanden, aber bei weitem nicht mehr so stark. Auch der Wetterbericht sagt, daß es im Osten Schottlands überwiegend bewölkt, aber trocken, bleiben soll. Hoffen wir... Für heute habe mir eine Fahrt Richtung Osten, entlang der A96, nach Forres, Nairn und Elgin vorgenommen. Ich brauche doch noch ein paar Bilder für meine Webseite! Und morgen ist dann Inverness dran. Da brauche ich gutes Wetter, für Elgin reichen ein paar Aufnahmen (Elgin Cathedral nicht vergessen!)... Die Fahrt nach Elgin verlief ohne Probleme. Einen Parkplatz hatte auch sofort gefunden (man kennt sich ja aus). Das mit der Kathedrale war zwar nicht so einfach, doch plötzlich stand ich vor den Ruinen dieses ehemaligen Prachtbaus. Aber auch heute noch beeindruckend, genauso wie der Eintrittspreis von £4. Daher beschloß ich, mir die Ruinen nur von außen anzusehen. Weiter ging es durch Elgin, kreuz und quer, bis ich gegen 12 Uhr im "Victoria Inn" bei einem Pint "John Smith's Bitter" (£2.10) eine kurze rast einlegte. Wenig später erfolgte die Rückfahrt über Forres und Nairn (mit kurzem Rundgang durch die Stadt) nach Inverness. Im Industriepark, kurz vor Inverness, hatte ich bei TESCO noch eine Kleinigkeit zu essen eingekauft. Hier ging es zu, als gäbe es Morgen nichts mehr zu kaufen oder eine Hungersnot stehe vor der Tür. Alles 34 Kassen waren geöffnet und trotzdem standen vor jeder Kasse Schlangen. Diese Tageseinnahme hätte ich gerne auf meinem Konto. Gegen 15 Uhr 15 war ich daheim, habe das Auto ausgeladen und bin gleich ab in die Stadt. Denn um 17 Uhr spielt Schottland gegen Frankreich (EM-Qualifikation) und da muß man sich im Pub einen guten Platz sichern... Das Spiel habe ich dann doch nicht gesehen, den im "meinem" Pub gab es schottische Live-Musik. Das war wesentlich interessanter obwohl die Schotten den ehemaligen Weltmeister Frankreich mit 1:0 besiegten (Caldwell 67'). Eine Sensation, über die sich die Presse tagelang nicht beruhigte... Und heute Abend... Monty Python im Fernsehen. Das darf ich nicht verpassen! Ich liebe Monty Python über alles. Die Sendung geht bis 23 Uhr 15!

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Sonntag, 8. Oktober 2006

Die Nacht zum Sonntag war extrem stürmisch. Aber es blieb trocken und heute Morgen sieht es so aus, als wenn es auch so bleiben soll. Der Himmel ist mit nur leichten Schleierwolken überzogen. Ideal für den heutigen Phototermin in Inverness. Gestern Abend hatte ich schon die ersten Bilder à la "Inverness at Night" gemacht... Als erstes sind die diversen Unterkünfte in Inverness dran, damit die Seite Unterkünfte in Schottland etwas mehr bebildert erscheinen können. Danach geht es in die Innenstadt und zum Castle rauf. Das gibt bestimmt eine Menge Bilder... Und danach: Entweder nach Culloden (Schlachtfeld vom 14. April 1746) oder auf die Black Isle (Cromarty). Das entscheide ich jedoch später... Zuerst gibt es Frühstück... Ich glaube, von Inverness habe ich so fast alles Wichtige photographiert. Eine gute Grundlage für meine Webseite. Nach einer ausgiebigen Phototour durch Inverness ging es doch auf die Black Isle. In Fortrose wurde ein kurzer Stop eingelegt, um die Ruinen der Fortrose Cathedral zu photographieren. Und wieder trete ich einmal mehr in Kontakt mit den Einheimischen. Neben mir parkt eine Familie aus Schottland und man kommt irgendwie sofort ins Gespräch... Danach ging weiter nach Cromarty. Leider waren heute keine Ölbohrplattformen da. Anscheinend alle im Einsatz. Also bin ich ein bißchen durch den Ort geschlendert. Danach erfolgte die Rückfahrt nach Inverness. Ankunft dort um 14 Uhr. Ich hatte nur schnell meine Sachen auf mein Zimmer gebracht und dann ab in die Stadt. Gegen 17 Uhr bin ich im "MacCallum" angelangt. Genau richtig, um die nächste Live-Band (Gestern gab es ja auch schon Live-Musik) zu erleben. Einfach Klasse. Eine umwerfende Stimmung herrschte im Pub. Jeder redete mit jedem und ich war wieder einmal mehr mittendrin. Probleme mit der englischen Sprache? Nicht bei mir. Trotz des schottischen Akzents hatte zu jeder Zeit das Geschehen voll im Griff. Ich glaube, ich habe es geschafft! Gegen 20 Uhr bin ich endlich nach Hause. 4 Pints sind genug. Abschließend noch etwas fernsehen und das war es für heute.

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Montag, 9. Oktober 2006

So, der letzte Tag in Inverness bricht an. Ein bißchen traurig bin ich ja schon. Wäre ich doch noch gerne länger geblieben. Aber es geht halt nicht. Der nächste Urlaub ist ja bereits geplant (Wales, Frühjahr 2007). Geplant für heute ist eine Fahrt Richtung Westen. Nach Fort William. Das Wetter zeigt sich heute wieder von seiner schottischen Seite. Wind, Regen und kühle Temperaturen. Und dabei soll es laut Wetterbericht wenigstens im Osten relativ freundlich sein. Ich hoffe nur, daß das Wetter in Fort William nicht genauso schottisch ist. Und wenn, beeinflussen kann man es eh nicht... So, Frühstück ruft. Ich muß mich stärken, damit ich in Fort William die 156 Stufen hoch bis zu Mrs. MacKay schaffe, und runter muß ich ja auch wieder... Zum Glück bin ich in Schottland und da ändert sich das Wetter immer wieder in kurzer Zeit. Bis Fort Augustus (am unteren Ende von Loch Ness) war es sonnig, aber kühl. Danach kam bis Fort William immer mehr Regen auf; teilweise auch sehr heftig. In Fort William selbst war es gemischt: Regen, Wolken, Sonne und Wind. Aber dennoch hatte es für entsprechende Anzahl von Bildern gereicht. Geändert hat sich in Fort William eigentlich nicht viel. Auf jeden Fall waren große Änderungen nicht sichtbar gewesen. Im "Ben Nevis Inn" (mein ehemaliger Stamm-Pub) hatte ich mir mittags ein Pint "McEwans 70s" (£2.05) geleistet und die nächste Karte an meine Eltern geschrieben. Anschließend erfolgte noch ein kurzer Abstecher zu MORRISONS (ehemals SAFEWAY) zum Einkaufen. Danach erfolgte die Rückfahrt nach Inverness. Ankunft hier exakt um 15 Uhr. Nach einer Tasse Tee nahm ich endgültig Abschied von Inverness und von meinem Pub. Morgen geht es nämlich über 270 Meilen zurück nach Hexham.

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Dienstag, 10. Oktober 2006

Es ist soweit. Es heißt Abschied nehmen. Der Abschied von meiner Unterkunft fällt mir nicht sehr schwer (siehe: Mein Schottland > Unterkünfte > Unterkünfte, Schottland). Aber von meinem geliebten Inverness fällt mir der Abschied wesentlich schwerer. Ich muß auf jeden Fall noch einmal herkommen. Vielleicht im Herbst 2008?... Frühstück gibt es heute bereits um 8 Uhr, denn es liegen bis Hexham knapp 300 Meilen vor mir. Und das Meiste davon ist Landstraße. Ich möchte so gegen 15 Uhr 30 oder 16 Uhr in Hexham sein. das Erste dort wird sein, den neuen TESCO zu testen... Die Verabschiedung von Kieron verlief relativ schnell, hatte er doch noch andere Gäste, die versorgt werden mußten. Die £100 fielen mir wegen der Mängel relativ schwer herzugeben. Doch es sollte noch besser kommen. Ich mußte ja noch tanken. Stolze £35.50 mußte ich berappen. Welch ein Schock! Doch nach fast 700 gefahrenen Kilometer relativiert sich die Ausgabe jedoch wieder. Um 8 Uhr 48 hatte ich dann Inverness bei strahlend blauem Himmel und frischen 5,5°C verlassen. Die Rückfahrt nach Hexham verlief auf Grund des geringen Verkehrsaufkommens extrem gut. 11 Uhr 30 war bereits Edinburgh erreicht, 12 Uhr 30 Jedburgh (mit 30 Minuten Pause), 13 Uhr 45 Carter Bar (die Grenze nach England) und schließlich 14 Uhr 30 Hexham. Gute eine Stunde früher als geplant. Leider hatte sich das Wetter im Laufe der Fahrt verschlechtert. In Hexham herrschte dichter Nebel mit leichtem Nieselregen. Und das alles bei maximal 12°C... Der Einkauf bei TESCO war eine Wucht. Ein gigantischer Supermarkt und mit verdammt günstigen Preisen. Da konnte ich mir noch eine Flasche Whisky leisten... Ankunft bei Mrs. Boaden exakt um 15 Uhr. Großes Hallo und ich hatte den Eindruck, daß sie etwas zugänglicher wirkte und nicht so steif Dann die Überraschung. "Mein" Einzelzimmer war nicht frei, so daß ich das "Nobelzimmer" (Familienzimmer) bekam. Bei £21 auch angemessen... Hexham ist eine riesige Baustelle, da zur Zeit neue Wasserleitungen verlegt werden. Zum Glück kann ich morgen zum Bahnhof laufen und brauche das Auto nicht... nach einem ausgiebigen Rundgang kehre ich gegen 17 Uhr im "The Fox Inn" ein. Janice hatte mich sofort wiedererkannt und mit der Tatsache begrüßt, daß sie schon auf Grund der Jahreszeit auf mich gewartet hatte. Wie süß! Bei ein paar Pints "Theakstons Best Bitter" habe ich den Abend hier verbracht und auch etwas Zeitung gelesen. Dort stand die traurige Meldung:

Paul Hunter, Snookerspieler der Weltklasse mit großer Zukunft, ist heute mit 27 Jahren an Krebs gestorben. Er hinterläßt seine Frau und seine an Weihnachten 2005 geborene Tochter. Ein großer Verlust für die Snookerwelt, da er ein sehr guter und erfolgreicher Spieler war, dem eine große Zukunft bevorstand. Echt Schade! Irgendwie trifft es immer die Falschen.

Und für Morgen steht einmal eine weitere Bahnfahrt nach Newcastle auf dem Programm. Darauf freue ich mich jetzt schon...

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Mittwoch, 11. Oktober 2006

Tut das gut in einem anständigen Bett und in einem anständigen Zimmer zu schlafen. Bei Mrs. Boaden weiß man halt, wo man dran ist. Ich fühle mich extrem gut und für Newcastle gerüstet. Nach dem ich um 7 Uhr aufgewacht und erst einmal die Nachrichten angesehen hatte, bin ich für Mrs. Boaden wunderbares Frühstück gerüstet. Bildet es doch eine prima Grundlage für den kommenden Ausflug nach Newcastle... Nach dem Frühstück ging es los Richtung Bahnhof. Für den Zug um 8 Uhr 42 war definitiv zu spät. Daher erledigte ich den Weg zum Bahnhof in aller Ruhe, wobei ein kleiner Rundgang durch die Innenstadt von Hexham noch drin war. Um 9 Uhr 10 war ich am Bahnhof, kaufte meine Fahrkarten (£4.70 wie erwartet) und begab mich auf Bahnsteig 2. Der Zug von Carlisle hatte satte acht Minuten Verspätung und ging nicht wie laut Fahrplan um 9 Uhr 24, sondern erst um 9 Uhr 32 nach Newcastle ab. Ankunft dort um 10 Uhr 2, also immer noch sechs Minuten Verspätung. Vom Bahnhof aus ging erst einmal runter zum River Tyne und dort entlang bis zur Millenium Bridge, über die natürlich auch einmal rüber bin. Das mußte sein... Danach strebte ich zielgenau auf die Innenstadt zu. Nach fast 30 Minuten Fußmarsch erreichte ich genau das untere Ende der Fußgängerzone. Die folgenden Stunden verbrachte ich mit dem Umherlaufen in allen verschiedenen Läden und Einkaufszentren ("Mall" genannt). Lediglich unterbrochen vom Mittagessen und dem Mittagspint im "Ravens Nest". Dort leistete ich mir ein Pint "John Smith's Bitter" für £1.85 (2005 noch £1.65). Gegen 14 Uhr 30 taten mir dann die Füße so weh, daß ich zum Bahnhof zurückkehrte und in einem nahegelegenen Pub bei einem Pint "Boddingtons" (£1.65) auf den Zug um 15 Uhr 54 nach Hexham wartete. Der Zug war pünktlich, aber alt und klapprig. Auf jeden Fall gab es unterwegs einige Verzögerungen, so daß wir erst um 16 Uhr 39 (statt 16 Uhr 32) in Hexham ankamen. Über den TESCO setzte ich den Heimweg fort. Nach einer kleinen Stärkung zuhause ging ich gleich wieder los. Im "The Fox Inn" gab es Fußball. EM-Qualifikationsspiele. Unter anderem Kroatien gegen England (CRO-ENG 2:0). Außerdem spielten Schottland gegen die Ukraine (UKR-SCO 2:0) sowie Wales gegen Zypern (WAL-CYP 3:1). Abgesehen von ein paar Problemen mit der Stromversorgung (die Sicherung flog dauernd raus) war das England-Spiel langweilig.

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Donnerstag, 12. Oktober 2006

Blauer Himmel, morgenrote Wolken und etwas Nebel. Das erwartete mich, als ich gegen 7 Uhr 30 aufgestanden bin. Die Scheiben sind beschlagen, was daraufhin deutet, daß es relativ frisch ist. Ein ideales Wetter um den Abschied von Großbritannien zu beginnen. Ja, heute heißt es wieder heimfahren. Über Hull und Rotterdam trete ich die Heimreise an. Doch zuvor das letzte britische Frühstück, das letzte Mal tanken, das letzte Pint heute Mittag und die letzten Fish'n'Chips. So wird der 25. Großbritannienurlaub standesgemäß abgeschlossen... Ich glaube, bei Mrs. Boaden sind die Tage gezählt. Eigentlich hätte das Zimmer £21 kosten sollen, jetzt wollte sie £25 und mit Rabatt £22. Nur weil ich das Familienzimmer hatte (war ja nicht meine Schuld). Ein elendes Hin und Her begann jetzt und schließlich zahlte ich doch nur £21. Aber für das Einzelzimmer £22 zahlen: Nein, auch nicht bei Mrs. Boaden. Nach kurzem Abschied wurde noch einmal bei ESSO getankt und dann ging es los Richtung Hull. Die Fahrt nach Hull war eine einzige Katastrophe. Zwar kaum Verkehr, aber wenn einer vor mir hergefahren ist, dann waren es Lkws oder Schlafmützen einschließlich Rentner. Ich bin schier wahnsinnig geworden... Gegen 11 Uhr dann endlich Ankunft bei TESCO in York, wo der abschließende Einkauf stattfand. Ich hatte mich diesmal wirklich brutal gezügelt und am Ende nur £41.50 bezahlt. Der Anteil für meine Eltern betrug stolze £28.30. Für mich blieben da nur lächerliche £13.20 übrig. Weiter nach Hull. Dort war ich gegen 12 Uhr 45 angekommen. Genau richtig, um im "Crown Hotel" ein Pint "Mansfield Dark Smooth Ale" (£2.00) zu genießen. Das letzte Pint! Im Chip-Shop nebenan wurde dann noch eine Portion Fish'n'Chips (£2.85) gekauft. 10p teuerer als in den letzten drei Jahren. Gegen 14 Uhr endlich Ankunft im Hafen. Heute geht es mit der PRIDE OF ROTTERDAM zurück aufs Festland. Bin gespannt, was mich an Bord so alles erwarten wird. Ich hoffe nur (eigentlich weiß ich es) es wird besser als auf der Hinfahrt. So, nur noch 30 Minuten bis zum Einchecken. Danach heißt es zwei Stunden bis zum Verladen warten und dann bin ich endlich auf der Fähre... Zeit für das Abendessen. Nach dem ich die Kabine bezogen und die letzten Bilder verknipst hatte, gab es endlich etwas zu essen. Bin ich froh, wieder auf einer anständigen Fähre zu sein. Die Vorspeisen, wie überall üblich aus Fisch bestehend, wurden durch viel geräucherten Lachs aufgewertet. Auch die Salate waren sehr gut. Als Hauptgericht gab es unter anderem Lachssteaks. Da konnte ich nicht widerstehen und habe mir gleich drei Stücke genommen. Dazu gab es Champignons, Paprika und Zuckererbsenschoten sowie Chips. Alles gekrönt mit einer sehr leckeren Sahnesauce. Den Abschluß bildete ein großes Stück Stiltonkäse... Den Rest des Abends verbrachte ich in der Bar bei ein paar Pints "Boddingtons" und dem üblichen Bingo. Gegen 22 Uhr bin dann endlich ins Bett.

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Zusammenfassung

Das war es also. Der 25. Urlaub in Großbritannien in ununterbrochener Reihenfolge. Im Großen und Ganzen ein Urlaub der gemischten Gefühle. Vieles war ganz Klasse wie der Kontakt zu den Schotten und Engländern und damit das Gefühl zu haben, kein Tourist mehr zu sein. Und auf der anderen Seite die "Enttäuschungen" hinsichtlich der Fähre nach Schottland und der Unterkunft in Inverness (detaillierte Informationen sind zu finden unter: Mein Schottland > Unterkünfte > Unterkünfte, Schottland). Wobei man eigentlich nicht von Enttäuschungen, sondern eher von Erfahrungen sprechen sollte. Hätte ich nie die Superfast Fähre genommen, hätte ich mich wahrscheinlich ewig geärgert. "Nicht alles ist Gold, was glänzt". Dies trifft wohl vollständig auf die Unterkunft in Inverness zu. Die Webseite sah vielversprechend aus, aber der Schein trog. Über das schottische Wetter braucht man wohl kein Wort zu verlieren. Im Oktober kann es eben schon manchmal launisch sein. Den einen oder anderen Strich durch die Rechnung muß man da eben hinnehmen. Super waren natürlich die Stunden im "MacCallum". Da habe ich mich richtig entspannt und geborgen gefühlt. So richtig unter den Einheimischen. Hexham und die Fahrt nach Newcastle waren ebenfalls erste Sahne. Da kann man nur sagen, schön wieder zuhause zu sein. Allerdings scheint Mrs. Boaden langsam das Spinnen anzufangen. Die Nummer mit den Preisen (siehe Donnerstag, 12. Oktober) macht sie nur einmal. Wie "MacCallum" in Inverness war "The Fox Inn" in Hexham mein heimliches zuhause. Bereut habe den Urlaub keinesfalls, auch wenn ich mir das Ganze etwas weniger problematisch vorgestellt hatte. Das hindert mich jedoch nicht daran, nächstes Frühjahr nach Wales (Wrexham) zu fahren. Und danach... Na ja, im Herbst geht es erst einmal mit den Eltern nach Mallorca (Papas 75. Geburtstag feiern). Das heißt frühestens im Frühjahr 2008 könnte es wieder nach Großbritannien gehen, vorausgesetzt, daß ich nicht doch meine USA-Pläne (Neuengland-Staaten) in die Tat umsetze. Auf jeden Fall gewinne ich etwas Abstand. Und daß scheint notwendig zu sein...

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Freitag, 13. Oktober 2006

Heute ist Papas Geburtstag und heute Nachmittag bin ich pünktlich zum Feiern zuhause. Die Einkäufe sind erledigt und die Geschenke warten bereits daheim. Was soll da noch schief gehen? Ich hoffe bloß, daß der Verkehr nicht so schlimm sein wird. Aber das werden wir noch erleben. Und was das für ein Erleben sein werden wird... Die Überfahrt nach Rotterdam war sehr ruhig, wenn auch recht kurz (die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt). Gegen 6 Uhr hieß es dann aufstehen, duschen und anziehen um für das Frühstück um 6 Uhr 30 bereit zu sein. Als Frühstück gab es das Übliche: Würstchen, Bacon, Black Pudding, Champignons, Kartoffelecken, Toast, Butter, Orangensaft und jede Menge Kaffee. Das sollte reichen bis nach Hause. Aber bis dahin liegen noch locker 700 Kilometer vor mir. Ich hoffe nur, das der Verkehr nicht allzu dicht sein wird; besonders ab Frankfurt Richtung Süden... Ankunft in Rotterdam pünktlichst um 8 Uhr. Nach nur wenigen Minuten waren wir von Bord und es ging los Richtung Heimat. Die Fahrt durch Holland verlief relativ ruhig, nur wenig Verkehr und ein paar unbedeutende Staus. Gegen 10 Uhr war die deutsche Grenze erreicht und kurz darauf erfolgte der übliche Tankstop in Bedburg. Danach ging es flott weiter und bereits um 10 Uhr 55 war das Kreuz Köln/Kerben erreicht. Auch bis Koblenz wenig Verkehr. Und so lief weiter bis kurz vor Wiesbaden. Dann der GAU. Ein schwerer Lkw-Unfall in einer Baustelle. Der Verkehr staute sich augenblicklich auf der dreispurigen Autobahn auf über 10 Kilometer. Es war gerade 12 Uhr als ich das Stauende erreichte. Als ich endlich durch war, war es bereits weit nach 15 Uhr. Der restliche Heimweg war geprägt von viel Verkehr und etlichen Staus. Daher heute Ankunft erst nach 18 Uhr. Gut drei Stunden später als erwartet. Dennoch hatte direkt vor dem Haus einen Parkplatz bekommen, so daß das Ausladen nicht ganz so schlimm war. Anschließend bin zu meinen Eltern rüber. Schließlich hatte Papa heute Geburtstag. Allerdings das Essen beim Griechen fiel aus (hatte Null Bock und außerdem war es schon weit nach 19 Uhr). Somit fiel die Feier etwas kürzer aus als erwartet. Erstens wegen der späten Stunde und zweitens bin ich total kaputt. Und somit endete mein Jubiläumsurlaub in Großbritannien. Ein nicht gerade schönes Ende.

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