In den Highlands Queens View (Loch Tummel) Eilean Donan Castle
 Mein Schottland > Urlaubsberichte > Wales > Frühjahr 2010
eMail  eMail    Druckversion  Druckversion 

 

 

 

 

Wales Frühjahr 2010

"20 JAHRE GROSSBRITANNIEN, EIN GRUND ZUM FEIERN!"
(UND WIEDER RUFT NORDWALES)
VOM 16.03.2010 BIS 24.03.2010

Der nachstehende Kalender ermöglicht Ihnen die Navigation innerhalb dieser Seite. Dies bedeutet, daß Sie über den entsprechenden Wochentag an den zugehörigen Tagebucheintrag gelangen können. Über die Schaltfläche "Zurück" in der Navigationsleiste Ihres Browsers gelangen Sie wieder zum Anfang dieser Seite oder Sie verwenden den Link "Nach oben" am Ende eines jeden Tages. Der Link "Z" führt Sie zu einer Zusammenfassung des jeweiligen Urlaubes.

Kalender (März 2010)

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

 

16

17

18

19

20

21

22

23

24

     

Z


Vorwort

Tja, kaum aus dem Urlaub Mitte Oktober 2009 zurück beginnt schon wieder die Planung des Nächsten. Diesmal wird es der totale Jubiläums-Urlaub: Das 31. Mal und unglaubliche 20 Jahre Großbritannien! Man mag es gar nicht fassen... Die Anfrage der Unterkunft bei Joyce und Melvyn erfolgt wie gewohnt mit der Weihnachtspost und ich hoffe, die Beiden sind im kommenden März nicht wieder zur gleichen Zeit im Urlaub, denn 20 Jahre Großbritannien möchte ich gerne in Wrexham feiern.

Wir schreiben Anfang Februar: Die Unterkunft wurde mit der Weihnachtspost gebucht und siehe da, ich habe auch eine Bestätigung, daß das Zimmer für den gewünschten Zeitraum gebucht ist. Jetzt fehlt nur noch die Fähre: Das wird heute (07.02.) im Laufe des Tages erledigt (Kosten: € 374,--). Und dann heißt es nur noch fünf Wochen warten, bis es endlich wieder nach Wales geht. Ich freue mich wahnsinnig darauf, Joyvce und Melvyn wiederzusehen! Und diesmal schaffe ich sogar zweimal die Chroprobe; am Donnerstag und Montag. Und was das Schöne ist, ist der Tag, am dem ich ankomme; nämlich der 17. März: St. Patrick's Day!

9. Februar: "Ironie des Schicksals": Melvyn teilte mir heute mit, daß er während meines Urlaubs in Deutschland sei. Der Waliser in Deutschland und der Deutsche in Wales. Funny, isn't it? So werden wir uns nur am Sonntag und Montag treffen was mich allerdings nicht abhält, am Montag mit auf die Chorprobe zu gehen... So muß mich Joyce bei Laune halten, was mit Sicherheit keinerlei Probleme geben wird. Denn auch wir verstehen uns bestens!

Nun heißt es hoffen, daß das Wetter bis dahin besser wird, denn so wie es momentan ist, macht es alles andere als Spaß knapp 800 Kilometer zu fahren; bei Eis und Schnee und extrem frostigen Temperaturen...

Seitenanfang

Dienstag, 16. März 2010

Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen. das sind nicht gerade die idealen Vorraussetzungen für den 31. Urlaub in Großbritannien und für den 20. auch noch... Bei 2,5°C geht es in Nürnberg los. Schneeregen und eisige Kälte, brrr. So geht es weiter bis hinter Brüssel. Da zwischen einige Phasen von so einer Art Erholung, d.h. trockene Straßen. Der Verkehr ist erstaunlich gering. Allerdings "Milliarden" von Lkws. Kann man das Alles nicht anderweitig befördern? Der erwartete Schnee im Spessart und im Westerwald stellte sich nicht ein. Ebenso in der Eifel. Dafür hatten wir extremen Regen und Nebel. Dennoch ging es recht gut voran. Gegen 8 Uhr 45 war die Raststätte "Aachener Land" erreicht. Hier wird nach über 500 Kilometer getankt. Bei einem Literpreis von 148,4 Cent kein Vergnügen. Aber der Verbrauch liegt bei 7,5 Liter auf 100 Kilometer. Und das geht in Ordnung für diese Auto (mein neuer, na ja ein Jahr alter, Alfa Romeo GT mit 2000 ccm und 165 PS)... In Belgien ist es auch nicht besser. Nur Regen und dichter Nebel. Das geht so weiter bis Brüssel. Da hört der ganze Spuk dann endlich auf und die Sonne zeigt sich langsam. Auch die Temperaturen sind in Zwischenzeit gestiegen. Von daheim mit 2,5°C auf jetzt gute 9,5° Grad. Es geht doch... Die restliche Fahrt bis Zeebrugge verlief mehr oder weniger problemlos. Abgesehen von ein paar Baustellen und kleineren Staus... Ankunft in Zeebrugge um 12 Uhr 15 bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen jenseits der 10°C Marke (nach oben bemerkt). Endlich: Blankenberge bei vollen Sonnenschein. Die digitale Kamera muß zeigen, was in ihr steckt. Ich photographiere, was der Akku hergibt. Daher bin auch erst wieder gegen 14 Uhr zurück in Zeebrugge beim Check-In Und dennoch der Erste. Aber nur knapp. Jetzt gibt es nur noch Routine: 14 Uhr 30 Einchecken, 16 Uhr 30 Verladen und 19 Uhr Abfahrt. Dazwischen das Übliche: Eltern anrufen, Kabine beziehen, das Schiff erkunden (etwas Neues gibt es immer!) und ein paar Bilder machen. Schon jetzt bin ich bei knapp 60 Bilder und bin eigentlich noch gar nicht weg... Also, die Kabine ist klasse und sogar soweit NICHT entfernt, daß man mit dem Handy noch Empfang hat. Das ist nicht immer so. Nach dem obligatorischen Bildern und dem ersten Pint "Murphys" (für £ 3.30 oder €4,20) geht es zum Abendessen. Doch welcher Schock: Schulklassen. Und gleich zwei: Einmal Franzosen ("GaGas" wie ich sie nenne) und dann Deutsche ("Gelbfüße"). Das Essen wird mit diesen Idioten schon zur Katastrophe. Aber dann auch noch die Auswahl. So mager hatte ich es in den letzten 20 Jahren/31 Urlauben noch nie erlebt. Eigentlich nur ein Hauch von Nichts. Das Hauptgericht war ebenfalls nicht so ganz einordenbar. Wenigstens der Wein war in Ordnung und der Kellner, ein Neuling, extrem freundlich! So, den Rest des Abends verbringe ich in der Bar bei ein paar weiteren Pints "Murphys" und verzapfe diesen "Mist". Hoffentlich gibt es nicht wieder Bingo (auf dieser Route kann man eventuell seine Ruhe haben). Aber diesmal bin ich mit MacBook und iPod und knapp 5.000 Songs vorbereitet ;-) Bin ich froh, so gut ausgerüstet zu sein!

Seitenanfang

Mittwoch, 17. März 2010

Gestern gab es noch richtig Ärger auf der Fähre. Denn die deutsche Klasse meinte aus der Fähre ein Partyschiff zu machen. Und das hat mir überhaupt nicht gepaßt und war der Meinung, den zeige, ich, wo der Hammer hängt. Bin also runter zur Rezeption und habe dies bemängelt. Bevor ich wieder oben in meiner Kabine war, war schon die "Schiffspolizei" da und hat denen gehörig Dampf gemacht. Nicht mit mir... Die Überfahrt war recht ruhig. Habe prima geschlafen und bin jetzt total fit für: JA: St. Patrick's Day ist heute. Da freue ich mich drauf. Um 5 Uhr 30 heißt es aufstehen, duschen, anziehen und zum Frühstück gehen. das gibt es wie immer um 6 Uhr 30 und es gab wie immer das Übliche. Würstchen, Schinken, Champignons, "Black Pudding", Kartoffelchips und jede Menge Toast sowie Orangensaft und Kaffee. Ich bin mit dem Frühstück noch nicht richtig fertig, sind wir schon im Hafen. Es ist gerade mal kurz nach 7 Uhr. Das Wetter ist allerdings phantastisch. Sonne, ein paar Wolken, trocken und, um die Uhrzeit, noch recht kalt. Das wird sich aber bald ändern... Gegen 8 Uhr 15 sind wir von der Fähre und es geht Richtung Westen, Richtung Wales. Die Straßen sind überwiegend frei und ich komme gut voran. Nur ab und zu ein paar Baustellen. Mittlerweile haben wir die 10°C-Marke erreicht... Die Fahrt geht weiter und gegen 11 Uhr 30 ist Wrexham erreicht... Nach dem ersten Eindruck hat sich nicht viel verändert außer dem riesigen Einkaufszentrum, welches jetzt endlich fertig ist. Ich gehe erst einmal zum TESCO, die ersten Vorräte einkaufen und den ersten Urlaubs-Whisky. Danach mache ich den ersten Rundgang durch die die Innenstadt. Im "Wetherspoon" gibt das erste Pint auf britischen Boden. "Ruddles County" für £1.49. Ein unschlagbarer Preis. Dabei schreibe ich die erste Urlaubspost an meine Eltern und meinen Onkel. Gegen 13 Uhr 30 bin ich endlich daheim angelangt. Joyce empfängt mich überschwänglich. Das Haus ist noch genauso wie ich es vor zwei Jahren in Erinnerung hatte. Allerdings gibt es jetzt WLAN-Anschluß und der Fernseher ist digital, also nicht mehr nur vier, sondern bis zu 37 Sender. Auch in entsprechender Bild- und Tonqualität! Nach dem ich meine Sachen ausgepackt und ich eingerichtet habe, geht ab in die Stadt für den ersten richtigen Rundgang. Es hat sich wirklich kaum etwas verändert. Außer, daß viele Geschäfte ins Eagles Meadow Centre "ausgewandert" sind.... Nach einem weiteren Pint "Ruddles County" im Wetherspoon und Austesten des freien WLAN-Zugangs dort bin ich erst einmal heim. Denn ab 17 Uhr gibt es nur noch ein Ziel: Den "Oak Tree". Ob mich Debbie noch erkennt? Und morgen steht dann die erste von drei Bahnfahrten auf dem Programm. Die Reihenfolge: Manchester (Do), Wolverhampton (Fr) und schließlich Liverpool (Sa) (Joyce hat schon darüber gelacht, weil es eigentlich jedes Jahr dorthin geht; aber sie meint es nicht böse).

Seitenanfang

Donnerstag, 18. März 2010

Tja, die Tage vom "Oak Tree" sind wohl für mich gezählt. Debbie hatte es schon vorletztes Jahr angedeutet, daß der Pub verkauft werden soll. Nun ist dieser Prozess wohl vollzogen, denn er schaut innen ganz anders aus und die Belegschaft ist komplett anders. Selbst die Kundschaft ist nicht mehr die Alte; die alte Clique gibt es nicht mehr. Außerdem ist das Bier extrem teuer. Mit £2.70 muß, man locker rechnen. So konnte ich keinen richtigen St. Patrick's Day feiern. Nach einem Pint war Schluß und ich bin heim. Den Rest des Abends verbrachte ich daher lieber zuhause (habe auch nochmal daheim angerufen)... So, heute heißt es "Manchester, ich komme". Bin einmal gespannt, was das Ticket kostest. Im vorletzten Jahr so um die £13.20... Das Wetter heute ist nicht ganz so schön wie gestern. Aber immer noch relativ warm. Leider scheint die Sonne nicht und es ist ziemlich stark bewölkt. Es soll sogar am Nachmittag Regen vom Westen her kommen... Diese nacht habe ich so gut geschlafen, so gut, daß ich den Wecker gar nicht gehört hatte (hatte ihn auch gar nicht aktiviert). Gleich gibt es Frühstück und dann geht es los Richtung Bahnhof. Der Zug nach Chester/Manchester wartet nicht auf mich... Um 8 Uhr 30 bin ich los. Nach etwa 15 Minuten war ich am Bahnhof und habe das Ticket nach Manchester gelöst. Es kostete nur £14, also 80 Pence mehr vor zwei Jahren. Eine sehr moderate Steigerung. Der Zug nach Chester war pünktlich um 9 Uhr 3 da und gegen 9 Uhr 20 in Chester. Der Zug nach Manchester kam ebenfalls pünktlich um 9 Uhr 52 an. Ankunft in Manchester Piccadilly um 10 Uhr 55. Ich mache mich gleich auf den Weg in die Innenstadt. Es hat sich kaum was geändert, außer das viel gebaut wird. Baustellen überall. Das Wetter ist immer noch nicht besser geworden aber Hauptsache es ist trocken. Mein erster Weg führt mich ins Arndale Shopping Centre. Im Apple-Shop erkundige ich mich, wie man die Bildschirme des iMac und des MacBook reinigt. Es gibt eine spezielle Flüssigkeit, die hier allerdings knapp £13 kostet. Das bekomme ich daheim billiger... Die nächsten Postkarten sind gekauft und diese schreibe ich an S. und meine Eltern in meinem Pub "The Old Monkey". Der ist nun total renoviert (und mit Sicherheit und neuer Leitung); das Pint "Holt Bitter" kostet nun £2.17. Das letzte Mal lag ich bei etwa £1.60. Danach geht es weiter. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen, so daß ich Zuflucht im Arndale Shopping Centre suche. Dort schlendere ich von Laden zu Laden bis es kurz vor 14 Uhr Zeit ist, zum Bahnhof zurück zu kehren. Zum Glück hat der Regen aufgehört. Ich nehme den Zug um 14 Uhr 17 nach Chester, der auf abenteuerlichen Wegen zurückfährt. Ankunft in Chester gegen 15 Uhr 45. Ich nehme den Zug um 15 Uhr 55 nach Shrewsbury (hat ein bißchen Verspätung) und bin so gegen 16 Uhr 30 wieder in Wrexham. Vom Bahnhof geht direkt nach Hause. Es windig und kalt geworden, so daß ich mir daheim erst einmal eine Tasse Tee mache. Danach mache ich mich auf in die Stadt; allerdings sind schon fast alle Geschäfte geschlossen, denn es ist weit nach 17 Uhr. Im Wetherspoon gibt es noch schnell ein Pint "Ruddles County" (für £1.49). Auf dem Rückweg gibt es noch eine Halt im "Oak Tree" bei einem Pint "Marston Smooth" (für £2.40) und Tageszeitung. Gegen 19 Uhr 15 bin dann endlich daheim. In Zwischenzeit hat es auch hier leicht zu regnen begonnen. Den Rest des Abends verbringe ich vor dem Fernseher; es ist Champions League Zeit. Und morgen ist Wolverhampton an der Reihe. Bin gespannt, was das Zugticket kostest (vor zwei Jahren hatte ich £11.30 bis Birmingham gezahlt und Wolverhampton ist eine Station früher).

Seitenanfang

Freitag, 19. März 2010

Als ich heute morgen aufgewacht bin, hat mich der Schlag getroffen. Strahlend blauer Himmel, weit und breit keine Wolken. Das sind doch wirklich mal gute Aussichten. Nach dem ausgiebigen Frühstück geht es los Richtung Bahnhof. Diesmal habe ich viel Zeit, denn der Zug nach Wolverhampton geht erst um 9 Uhr 46. Das Ticket kostet nur £11.20. Joyce hatte mich vor Wolverhampton gewarnt, aber ich fahre dennoch. Was ich dort erlebt habe kommt gleich. Der Zug ist wie immer pünktlich (ich weiß nicht, was Melvyn immer hat) und wir kommen nach knapp 1½ Fahrtzeit in Wolverhampton an. Es ist etwa 11 Uhr 15. Ich mache mich auf, die Stadt zu erkunden. Den Stadtplan (den ich mir ausgedruckt hatte) hatte ich daheim im Auto liegen lassen, aber zum Glück habe ich ja den iPod dabei und hole mir per Internet den Stadtplan bei Google ab. Das geht auch und ist fast wie ein Navi (habe ich übrigens auch schon in anderen Städten erfolgreich praktiziert). Schon die ersten Eindrücke bestätigen das, was Joyce mir gesagt hatte. Eine hässliche, trostlose, dreckige und depressive Stadt. Dem kann ich nun nur beipflichten. Überall wimmelt es von Pakistaner, Inder und Afrikaner (wobei man den Eindruck haben kann, sie seien gerade erst aus ihrer Heimat gekommen). Kopftuch und Turban sind allgegenwärtig; eebnso Busse. Die fahren anscheinend im Sekundentakt. Das mit dem Kopftuch und Turbanen ist jetzt von mir nicht rassistisch gemeint, aber Wolverhampton hat in dieser Richtung den entsprechenden Ruf weg. "Paki-Town" so nennen Briten diese Stadt, nicht ich (ich habe mir lange überlegt, es zu schreiben, aber man weiß auch, daß Briten manchmal nicht zimperlich sind. Daher habe ich drin gelassen)... Gegen 12 Uhr suche ich mir einen Pub für mein Mittags-Pint. Der ist auch schnell gefunden und ich erhole mich von dem Schock bei einem Pint "Banks's Bitter" für anständige £2.00. Den Rest bis zur Rückfahrt vertreibe ich mir in diversen Shopping-Centern, wovon es nur ein paar gibt, aber dafür riesig. Entgegen meiner Planung fahren ich nicht mit dem Zug um 14 Uhr 43, sondern mit dem eine Stunde früher zurück. Ich habe von Wolverhampton erst einmal genug gesehen und bin froh, aus dieser Stadt "fliehen" zu können. Denn so richtig wohl habe ich mich hier nicht gefühlt. Ich habe keinem so richtig getraut und hinter jedem irgendeinen potenziellen Kriminellen gesehen. In Wolverhampton lebt wirklich das niedrigste Arbeiterproletariat, so ist jedenfalls mein erster Eindruck gewesen (ohne jemanden zu Nahe zu treten). Auf jeden Fall kann ich immerhin behaupten, ich war auch in Wolverhampton, aber ein zweites Mal wird es wohl nicht geben. Das eine Mal hat mir gereicht... Bin ich froh, daß ich um 15 Uhr 5 den Zug in Wrexham wieder verlassen kann. Der Weg führt mich erst einmal zum TESCO, einkaufen. Danach noch einen kurzen Stopp im Wetherspoon bei einem Pint "Ruddles County". Dann geht es heim, wo ich mir erst einmal eine Tasse Tee mache und etwas esse, bevor ich meinen Weg Richtung Innenstadt antrete... Leider beginnt es schließlich doch noch zu regnen, so daß ich mich für zwei Pints "Marston Smooth" in den Oak Tree verziehe. Gegen 19 Uhr bin ich dann endlich daheim und beende den Tag mit etwas fernsehen. Joyce treffe ich bei der Rückkehr und wir reden über den Ausflug. Spätestens jetzt muß ich ihrer Ansicht beipflichten. Schließlich habe ich jetzt auch meine eigene Erfahrung gemacht. Und morgen: "Beatles-City" ruft (gemeint ist damit Liverpool)...

Seitenanfang

Samstag, 20. März 2010

Schon der erste Blick aus dem Fenster läßt nichts Gutes hoffen. Es regnet nämlich und das nicht gerade wenig. Dennoch mache ich mich nach dem Frühstück auf zum Bahnhof. Schon bei der Ankunft dort bin ich durchgeweicht. Dazu kommt noch, daß es sehr windig und kalt ist. Es wurden dann auch nicht mehr als 8°C... Den Preis für die Fahrkarte habe ich so zwischen £8.20 und £8.40 eingeschätzt. Geworden sind es £8.50. Aber wegen der 10p... Der Zug nach Chester kam pünktlich um 9 Uhr 3 und wir waren gegen 9 Uhr 20 in Chester. Die Metro nach Liverpool kam gleich um 9 Uhr 30. Ankunft in Liverpool um 10 Uhr 15, wo ich an der Haltestelle "Liverpool Central" aussteige. Auch hier regnet es, aber bei weitem nicht so schlimm wie in Wrexham. Noch ist es relativ leer in der Fußgängerzone; das sollte sich allerdings im Laufe des Tages noch drastisch ändern... Schon der erste Blick enthüllt, die gesamten Bauarbeiten von vor zwei Jahren sind abgeschlossen. Die Fußgängerzone glänzt in ihrem neuen Kleid. Gleiche gilt für die Megabaustelle unten bei den Albert Docks. Jetzt prangt dort eine gigantische Erweiterung der Fußgängerzone mit vielen neuen Geschäften. Unter anderem auch einen Apple-Shop, der, so wußte ich schon von Manchester, WLAN betreibt und das nicht gesichert ist. So habe ich mich einfach einmal mit dem iPod eingeloggt und ein bißchen das Internet unsicher gemacht. Es ist schon cool mitten in Liverpool an einer Hausecke zu stehen und seine eMails zu lesen (besonders die von S.) und im Internet zu surfen. Aber auch sich auf diesem Wege Kartenmaterial und/oder weitere Informationen (wenn man beispielsweise etwas sucht) aus dem Internet zu holen. Ein Dank auf die moderne Technik (ohne iPod werde ich in keinen Urlaub mehr fahren!)... Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen, aber es ist immer naß, kalt und windig und wie gesagt nicht mehr als 8°C. Gegen 12 Uhr falle total durchgefroren im "Crown Hotel" (gegenüber dem Bahnhof "Liverpool Lime Street") ein und wärme mich bei einem Pint "Cain's Bitter" für £1.89 auf (vor ein paar Jahren hatte es noch £1 gekostet). Danach schlendere ich noch etwas durch die Innenstadt, habe aber nichts gefunden, was des Kaufens wert gewesen war. Hatte aber auch keine festen Vorstellungen dafür... Mit der Metro um 13 Uhr 55 fahre ich heim. Diesmal die andere Strecke über Bidston. Dort kommen wir gegen 14 Uhr 10 an; der Zug nach Wrexham fährt um 14 Uhr 32 ab. Also nur ein kurzer Aufenthalt, was bei dem Wetter ganz willkommen gewesen ist. Wrexham ist um 15 Uhr 30 erreicht und es regnet schon wieder. Und der Regen wird im Laufe des Heimwegs auch noch stärker. 10 Minuten später bin ich endlich daheim und stürze mich auf eine heiße Tasse Tee (nicht einmal die Heizung läuft). Die brauche ich jetzt einfach! Da der Regen wohl auch nicht mehr aufhören wird, werde ich den Rest des Tages im "Oak Tree" verbringen.

Seitenanfang

Sonntag, 21. März 2010

Eigentlich wollte ich gestern Abend nur auf ein oder zwei Bier in den "Oak Tree". Doch es entwickelte sich komplett anders. Es war Rugby-Tag und neben Wales spielte auch Schottland und die anderen (Frankreich, England, Irland, Italien) im Six-Nations-Cup. Da bleibt man nicht lange alleine und wird sofort in die "Familie" aufgenommen. Und weil das alles nicht reicht, kommt doch für mich überraschend Debbie in den Pub. Kaum war sie drin, hatte sie mich auch schon erkannt, gewinkt und ist schnurgerade auf mich zugekommen. Begrüßung mit Küsschen links und rechts und Umarmung. Ihre Freundin hat dann gleich mitgemacht. Wir haben uns leider nur kurz unterhalten und ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, daß sie mich überhaupt noch wiedererkennt. Nach zwei Jahren. Ich war total platt!... Hier nun noch die Rugby-Ergebnisse: Wales-Italien 33:10, Irland-Schottland 20:23, Frankreich-England 12:10 (Frankreich hat damit den diesjährigen Grand Slam gewonnen, also alle fünf Spiele und das nun zum neunten Mal)... Für heute, Sonntag, habe ich Frühstück um 9 Uhr bestellt. Heute habe ich es nicht besonders eilig, da es vormittags eh nur nach Chester geht und ich den Nachmittag in Wrexham verbringen will (ich habe mir noch gar nicht das neue Einkaufszentrum Eagles Meadow angesehen; habe ich mir aber auch für heute aufgehoben)... Nach dem Frühstück um 9 Uhr geht es erst einmal nach Chester. Die Fahrt ist ja recht kurz (nur etwa 20 Kilometer einfach) und in der Stanley Street finde ich wieder einen passenden Parkplatz. Es ist etwa 10 Uhr 15 und die Innenstadt ist noch recht ruhig. Ich spaziere an einem der vielen Kanäle entlang, die durch Chester fließen und auf dem man mit so einer Art Hausboot kreuz und quer durch Großbritannien schippern kann (auch Selberfahren ist möglich). Den Rückweg trete ich auf der Chester umgebenden Wehranlage an Richtung Chester Cathedral an. Es ist schön, so in der warmen Frühlingssonne durch eine so schöne Stadt zu schlendern. Gegen 11 Uhr, als die Geschäfte aufmachen, füllt sich auch die Innenstadt. Ich fahre gegen 12 Uhr wieder zurück nach Wrexham um mir endlich das Monster Eagles Meadow anzusehen. Beeindruckend. Eine eigene kleine Stadt mitten in der Stadt. Danach gehe ich noch ein wenig durch Wrexham mit immer stärker werdenden Rückenschmerzen. Das klingt nicht gut und ich befürchte Schlimmes. Daher mache ich mich auf den Weg nach Hause um ein paar Schmerztabletten zu nehmen, die allerdings in letzter Zeit rapide abgenommen haben; hoffentlich reicht es bis nach Hause. Dort stoße ich auf Melvyn, der gerade wieder heimgekommen ist. Daß wir natürlich sofort ein großes Palaver anzetteln, ist wohl jedem klar, der schon die vorangegangenen Berichte aus Wales gelesen hat. Schließlich ziehe ich wieder los mit der Hoffnung, daß mein Rücken besser wird. Im Wetherspoon verbringe ich den ersten Teil des Nachmittags bei zwei Pints "Ruddles County" ehe ich gegen 16 Uhr wieder daheim bin. Nach einer Tasse Tee und den täglichen Pflichten geht es noch einmal in den "Oak Tree". Letztendlich beginnt morgen der letzte Tag mit den notwendigen Vorbereitungen für die anstehende Heimfahrt.

Seitenanfang

Montag, 22. März 2010

Ich hatte ein furchtbare Nacht hinter mir. Kaum geschlafen, weil die Rückenschmerzen mit einfach nicht zur Ruhe haben kommen lassen. Trotz Schmerztabletten war keine Besserung eingetreten. In diesem Zustand, ich kann kaum sitzen, wollte ich nicht noch groß mit dem Auto rumfahren und es riskieren. Also habe ich nach dem Aufstehen beschlossen, heute noch einmal den Zug zu nehmen. Ziel: Shrewsbury. Zwar hatte der Wetterbericht Regen vorhergesagt und eigentlich keine Lust habe, schon wieder im Regen umher zu rennen, aber dennoch war ich der Meinung, zu meiner Entscheidung zu stehen. Also bin ich gegen 8 Uhr 30 in aller Ruhe Richtung Bahnhof gelaufen, wobei es noch trocken war. Allerdings relativ kalt. Den Bahnhof habe dann kurz nach 9 Uhr erreicht und das Ticket nach Shrewsbury gelöst. Mit £8.20 war ich dabei (im Internet hatte ich Preise von £6.30 gefunden). Der Zug Richtung Shrewsbury kam wie erwartet um 9 Uhr 46 an und waren auch pünktlich um 10 Uhr 15 in Shrewsbury. Meinem Rücken ging es immer noch nicht besser. Ich mache mich auf zum geplanten Stadtrundgang. Mittlerweile war Regen aufgezogen; erst relativ gering, doch im Laufe der Zeit immer stärker werdend. Gegen 12 Uhr war es dann so schlimm, daß ich beschlossen hatte, heimzufahren. Daher bin ich mit dem Zug um 12 Uhr 22 wieder heim. In Wrexham um 13 Uhr angekommen, regnet es zwar auch, aber nicht stark, eher Richtung Drizzle. Aber es wehte ein furchtbarer Wind. Da verwunderte es nicht, daß ich total durchgeweicht bin, als ich daheim ankam. Ich war sehr sauer!... Eigentlich wollte ich nur den Autoschlüssel holen, aber Joyce hatte mich abgefangen und in ein Gespräch verwickelt. Schön war, daß auch ihre Schwester da war; ich hatte sie schon seit Jahren nicht mehr gesehen, aber sie wußte noch, wer ich bin. So bin dann erst nach 14 Uhr rausgekommen (machte mir aber nicht viel aus; ich hatte ja genügend Zeit)... Der Einkauf bei TESCO brachte mich dann fast um den Verstand. Ich hatte diesmal wirklich so gut wie nichts einkauft (nur drei Tüten voll, aber dafür einiges für S.), war aber £37.98 los. Ich frage mich nur, wo das Geld geblieben war. Schlimmer wurde es beim Tanken bei ASDA. Bei einem utopischen Preis von 112.9p (anderorts waren auch bis zu 123.9p drin) und guten 43 Litern wurden es noch einmal £50, die mein Konto belasten werden. Zum Glück hatte sich der Regen verzogen und die Sonne kam raus. Es wurde auch deutlich wärmer. Zu Hause treffe ich auf Melvyn, der mir stolz sein neues (na ja zwei Jahre altes) Auto (Renault Scenic mit 1,4 l) zeigt. So, gegen 16 Uhr schaffte ich dann doch noch, meinen letzten Stadtrundgang zu machen und im "Oak Tree" meine beiden letzten Pints zu genießen. Und heute Abend bin ich noch mit Melvyn noch auf der Chorprobe. Bin gespannt, ob sie mich noch wiedererkennen.

Seitenanfang

Dienstag, 23. März 2010

Tja, so schnell vergeht die Zeit. Es heißt schon wieder Abschied von Wrexham, von Wales und heute Abend von Großbritannien zu nehmen... Um 8 Uhr heißt es das letzte Frühstück bei Joyce und Melvyn zu genießen. Schade, der Urlaub geht langsam aber unaufhörlich zu Ende. gegen 8 Uhr 30 bin ich damit fertig und packe meine "Sieben Sachen". Das Auto wird beladen und es folgt die Verabschiedung von Melvyn. Joyce schläft noch, denn sie hatte gestern einen harten Tag. Meine £135 wechseln den Besitzer (habe £1 gespart!) und die Verabschiedung von Melvyn war zwar herzlich, aber kurz. Er wollt weiter zum Schwimmen. Es sei ihm gegönnt... Die Fahrt zurück nach Hull verlief sehr ruhig (Abfahrt in Wrexham gegen 8 Uhr 50). Wir hatten sehr wenig Verkehr und bestes Wetter, d.h. warm, Sonne und trocken. Gegen 11 Uhr 30 erreichte ich dann Hull und fahre gleich durch Richtung York, denn auf diesem Wege liegt noch ein ASDA. Ich hoffe, dort S.'s Haarfarbe zu finden. Der ASDA ist wohl der Größte, den ich je gesehen habe. leier wurde ich nicht fündig. Schade! na ja, was solls und zum Trost gönne ich mir im "The Crown" ein Pint "Mansfield Dark" für £2.40. Der Pub scheint unter neuer Leitung zu sein, denn ich kannte keinen der Angestellten. Um kurz nach 13 Uhr mache ich dann auf Richtung Hafen. Irgendwann muß es ja sein. Die Zeit bis zum Einchecken verbringe ich auf dem Parkplatz direkt am Humber. Als ich dann endlich zum Check-In wollte, die Überraschung. Dieser findet nun nicht getrennt nach Zeebrugge und Rotterdam statt, sondrn es geht nun alles über das Rotterdamer Terminal (gilt seit Anfang 2010). Ok! Gegen 15 Uhr beginnt dann der Check-In und dürfen rein. Rein? Erst einmal Fahrzeugkontrolle und wen erwischt es wieder... Logisch: Ich! Aber ich sehe das gelassen, denn jedes mal bin derjenige, den es erwischt. Die Zufahrt zur Zeebruggefähre führt durch den halben Hafen; da haben sie ganze Arbeit geleistet. Verladen ist um 17 Uhr und war leider nicht der Erste, sondern nur Zweiter (wegen der Kontrolle). Der Idiot vor mir war wohl noch nie auf einer Fähre (obwohl von der Isle of Man). Bis der endlich im Schiff war, war ich dem Wahnsinn nahe. Auf er Fähre dann eine kleine Überraschung. Der Kellner, der mich auf der Hinfahrt so gut bedient hatte, war auch wieder da und hatte mich sogar sofort erkannt. Übrigens: Es geht mit der gleichen Fähre, der PRIDE OF YORK zurück. Meine Kabine, Nummer 1006 (gegenüber meiner Kabine 1015 auf der Hinfahrt), ist sogar eine Außenkabine, so daß ich die Nacht aufs Meer starren könnte. Tue ich aber nicht... Das Abendessen ist genauso katastrophal wie auf der Hinfahrt. Ich halte mich dementsprechend zurück. Den restlichen Abend, lange wird es eh nicht mehr werden, verbringe ich in der Bar ein Pints "Murphys Sout".

Seitenanfang

Zusammenfassung

So, blicken wir auf diesen Urlaub zurück. Es war nun der 31. Urlaub in genau 20 Jahren. Eine stolze Bilanz, oder? Es war so eine Art von Urlaub, aus dem man eigentlich gar nicht mehr heimfahren möchte. Angefangen von der Unterkunft, die nun auch schon 10 Jahre kenne bis hin zu den vielen Aufeinandertreffen mit Briten, die ich perfekt meisterte. Am Coolsten war die Tatsache, daß ich meinen iPod (und MacMook) dabei hatte. Damit konnte ich überall, wo freies WLAN verfügbar war, ins Internet und beispielsweise meine eMails checken. Das war absolut notwendig, denn S. hatte den Kontakt per eMails mit mir aufgenommen. Da ging ganz schön was an Daten hin und her... Das Wetter war sehr wechselhaft. Einen Tag naß, kalt und regnerisch (ich hatte manchmal saumäßig gefroren). Den anderen Tag Sonne, trocken und warm (war dann sogar ohne Jacke unterwegs). Aber dafür ist es auch erst Ende März, das darf man nicht vergessen und dieser Winter war lange und hart... Diesmal bin ich sogar viermal mit den Zug gefahren. Dreimal wie geplant (Manchester, Wolverhampton, Liverpool) und einmal unplanmäßig (Shrewsbury). Aber an diesem Tag konnte ich nicht Autofahren. Mein Rücken hatte dermaßen geschmerzt, daß ich kaum im Auto sitzen konnte. Es hatte schon gereicht, daß ich an diesem Nachmittag noch zum Einkaufen und zum Tanken fahren mußte! Wo die £38 beim Einkaufen geblieben sind, ist mir immer noch ein Rätsel; auch die £50 auf der Tankstelle waren ein Schlag ins Genick... Bis auf Wolverhampton und die beendeten Bauarbeiten in Liverpool kannte ich alles und war meist vor Überraschungen gefeit. Aber Wolverhampton hat den Vogel abgeschossen. Öde, düster, dreckig, depressiv. Damit läßt sich die Stadt wohl am Besten beschreiben. Und fast nur Asiaten und Afrikaner. Kaum "Weiße" (wie gesagt, nicht rassistisch gemeint, aber dem ist halt mal nun so). Aber ich war ja gewarnt und fühlte mich dort nicht richtig wohl!... Die vier Bahnfahrten hatten insgesamt um die £40 gekostet. Bei einem Benzinpreis von bis 123.9p definitiv die klügere Alternative... Eines habe trotz der vielen Urlaube und trotz der vielen Jahre gelernt: Ich weiß jetzt, wie ich am Besten englisch sprechen kann und dabei ist Lösung so einfach wie simpel: Bisher hatte ich immer darauf geachtet, fehlerfrei und grammatikalisch korrekt zu sprechen. Das WAR der Fehler. Einfach drauflos plappern. Das ist die Lösung. Denn diesmal hatte ich es so praktiziert und bin bestens durchgekommen. Man versteht auch die Briten besser, weil man sich selbst nicht so stark auf unwichtige Dinge konzentrieren muß. Ich habe es bei der Unterhaltung mit Joyce und ihrer Schwester und am Montag Abend bei der Chorprobe gemerkt. Auch manche Zusammentreffen unterwegs verliefen problemlos. Besonders der Samstag, an dem ich im "Oak Tree" war und es den ganzen Tag Rugby gab. Ich war voll dabei und habe sogar nach zwei Jahren Debbie wiedergetroffen. Sie erkannte mich sofort und ich war total platt, weil ich damit nie gerechnet hatte.. Eigentlich wollte ich mit diesem Urlaub die "Großbritannien-Phase" beenden, aber ich glaube, ich mache weiter. In mir reifen schon die ersten Planungen für den kommenden Herbst. Ich würde gerne noch einmal nach Scarborough fahren. Zu Susan (sofern sie ihr Guesthouse noch betreibt). Und daß im Frühjahr 2011 wieder Wales (Wrexham) auf dem Programm steht; daran wird wohl jetzt keiner mehr zweifeln brauchen...

Seitenanfang

Mittwoch, 24. März 2010

Warum eigentlich immer ich? Jedes Mal, wenn ich nach Großbritannien oder von dort heimfahren, sind irgendwelche (bescheuerte) Schulklassen unterwegs. Wir sind damals (in den 60er bis in die 80er Jahre nie irgendwohin gefahren; da hieß es Schule und: Basta). Besonders schlimm sind trauriger weise die deutschen Schulklassen, denn die meinen, hier endlich einmal die "Sau rauslassen zu können" (der letzten habe ich gehörig in die Socken geholfen). Dagegen sind englische oder französische Schulklassen geradezu harmlos. Aber da werden wohl auch die Lehrer die Meute im Griff haben, was in Deutschland schon lange wohl nicht mehr der Fall ist... Gegen 22 Uhr bin ich ins Bett. Die Nacht wird eh recht kurz, da die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt werden müssen... Aufstehen ist um 5 Uhr 45 mit lem, was dazu gehört. Frühstück gibt es jedoch erst um 7 Uhr 30 (dachte 6 Uhr 30; war das schon immer so?). Zu essen gab es das Übliche, was halt so ein normales britisches Frühstück gehört. Mittlerweile ist es 9 Uhr und vom Hafen weit und breit nichts zu sehen. Halt: Eben die Durchsage des Kapitäns. Wegen technischer Probleme, einer verspäteten Abfahrt in Hull und wegen widriger Witterungsverhältnisse werden wir erst in einer Stunde, d.h. erst um 10 Uhr, in Zeebrugge sein; eine Verspätung von gut 1½ Stunden. Sch..., schließlich habe ich noch knapp 800 Kilometer vor mir (hätte doch über Rotterdam fahren sollen)!!! Da komme ich heute mal so richtig spät daheim an. Es wird wohl nicht von 18 oder 19 Uhr sein. Nicht wirklich prickelnd und ein bisher nicht sehr schöner Abschluß. Um 10 Uhr 15 waren wir endlich von der Fähre runter. Wird auch langsam Zeit... Die restliche Fahrt ist schnell erzählt. Die Fahrt durch Belgien verlief extrem gut. So gut wie kein Verkehr und leere Autobahnen. Auch das gefürchtete Brüssel war kein Problem. Also freie Fahrt bis Deutschland. Dieses ist etwa gegen 12 Uhr 30 erreicht, um 12 Uhr 45 wird auf der Tankstelle "Aachener Land" getankt. Bei einem Preis von 148,4 Cent kein Spaß. Noch schnell daheim angerufen und weiter gings. Auch die Fahrt auf den deutschen Autobahnen war diesmal ein reines Vergnügen, denn auch hier freie Fahrt. Kein Stau, freie Straßen. Schade, nur daß ich noch meine Winterreifen drauf hatte, ansonsten wäre ich noch schneller gewesen. Aber Geschwindigkeiten zwischen 160 und 180 Kilometer in der Stunde waren auch in Ordnung. Lediglich das Stück zwischen Aschaffenburg und Nürnberg war mit Baustellen gepflastert. Hier wird die A3 sechsspurig ausgebaut und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben... Ankunft daheim ziemlich genau um 17 Uhr; die zwei Stunden Verspätung habe ich also nicht aufholen können. Sogar vor dem Haus waren noch Parkplätze frei. Ich hatte frei Wahl. Nach das Auto ausgeladen und die Sachen verstaut waren, konnte ich mich endlich gegen 17 Uhr 30 bei meinen Eltern zurück melden.

England Herbst 2009 * SeitenanfangEngland Herbst 2010


Copyright © 2004 - 2012 by Michael Uhr  -  eMail an: Webmaster  -  Impressum  -  aktualisiert am: 14.07.2010