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Der Herzog von Cumberland
William Augustus, Herzog von Cumberland (1721-65) wurde am 15. April 1721 in London geboren. Er war der dritte Sohn von Georg dem II., König von England, und Caroline von Ansbach und ein bedeutender britischer Heerführer. Im Jahre 1726 wurde er zum Herzog von Cumberland ernannt. Ein Soldat aus Berufung, kämpfte er im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740 bis 1748) und wurde Kommandeur der vereinten Truppen im Jahre 1745. Er trat früh in den Militärdienst, begleitete 1743 seinen Vater als Generalmajor zu der pragmatischen Armee in Deutschland und wohnte dem Treffen bei Dettingen (27. Juli 1743) bei, erhielt 1745 das Oberkommando über die alliierte Armee in den Niederlanden und verlor mit dem holländischen General Königsegg am 12. Mai 1745 die Schlacht bei Fontenoy gegen den Marschall von Sachsen.
Im Jahre 1745 wurde Cumberland nach England zurückberufen um den einfallenden Truppen der
Jakobiten unter Charles Edward Stewart, der "Junge Kronprätendent", Enkel des abgesetzten Königs James II. in England entgegenzutreten. Cumberland's Armee schlug die schottische Armee in der Schlacht von Culloden am 16. April 1746 vernichtend; alleine über 1.000 Schotten verloren in dieser Schlacht ihr Leben. Nach der Schlacht erteilte er den Befehl, keinen Schotten, sei auch Frau oder Kind, am Leben zu lassen. Dieser Befehl brachte ihm schließlich den Beinamen "The Butcher (der Schlächter)" ein. Da dieser Befehl auf dem Rücken einer Spielkarte geschrieben wurde und diese auf der Vorderseite neun Diamanden trug, wurde dieses Symbol zum Fluch der Schotten. In England nannte man Cumberland nun "Sweet William", in Schottland "Stinking Billy". Cumberland blieb noch drei Monate nach der Schlacht von Culloden in Schottland um von etwa 3.500 Mann ungefähr 120 hinrichten zu lassen. Die englischen Soldaten töteten, wen sich nur finden konnten, ganz gleich welchen Geschlechts und welchen Alters.
Cumberland kehrte zu den europäischen Kriegsschauplätzen zurück. Vom König zum Generalkapitän aller großbritannischen Truppen ernannt, vom Parlament durch eine jährliche Zulage von £25.000 Sterling geehrt, übernahm er den Oberbefehl in den Niederlanden von neuem, wurde aber in der Schlacht bei Lauffeldt unweit Maastricht nochmals vom Marschall von Sachsen (2. Juli 1747) geschlagen. Während des siebenjährigen Kriegs (1756 bis 176In England wurde er nach dem Frieden zu Aachen 1748 Kanzler der Hochschule zu Dublin, erhielt im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) das Kommando der Armee in Deutschland, wurde 1757 von d'Estrées bei Hastenbeck geschlagen und schloß unter dänischer Vermittlung die Konvention zu Kloster-Zeven, in deren Folge sich seine 40.000 Mann starke Armee über die Elbe zurückzog und Hannover in den Händen der Franzosen ließ. Zurückgerufen, legte er seine militärischen Stellen nieder und zog sich nach Windsor zurück. Cumberland wurde von seinem Vater, der diesem Vertrag zustimmte, entlassen.
Im Jahre 1765 wurde Cumberland von seinen Neffen, König Georg III. gefragt, ob er nicht eien Ministerposten antreten will. Cumberland sagte zu und wurde als 2. Marquis of Rockingham erster Schatzlord . Im Sommer 1765 erkrankte Cumberland und starb am 31. Oktober desselben Jahres an einem Blutgerinsel im Gehirn.
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