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Übersicht über die Spielfilme der Monty Python Truppe

Hier nun die Liste der Spielfilme, die die Mitglieder von Monty Python hergestellt haben. Die englischen Originaltitel stehen in blauer und kursiver Schrift unter den deutschen Titeln in Klammern:

  1. Die Ritter der Kokosnuß
  2. Das Leben des Brian
  3. Der Sinn des Lebens
  4. Jabberwocky
  5. Time Bandits
  6. Magere Zeiten
  7. Brazil
  8. Ein Fisch namens Wanda
  9. Wilde Kreaturen
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1. Die Ritter der Kokosnuß
(Monty Python and the Holy Grail)

Parodie, Großbritannien 1974

Regie:

Terry Gilliam und Terry Jones

Buch:

Terry Jones, Terry Gilliam und Terry Jones, Eric Idle, Graham Chapman, Terry Gilliam, John Cleese, John Cleese und Michael Palin, Eric Idle und Michael Palin, Terry Jones und Michael Palin

Kamera:

Howard Atherton, Howard Atherton und Terry Bedford, Terry Bedford
Musik: Neil Innes und De Wolfe

Produzent:  

Mark Forstater

Darsteller:  

Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones, Carol Cleveland, Connie Booth, Neil Innes

Aus ökonomischen Gründen - die Pferde streiken gerade - muß König Arthur im Jahr 932 zu Fuß durch sein geliebtes England ziehen, um Ritter für die Tafelrunde zu suchen. Mit einer Kokosnuß macht sein Schildknappe immerhin Geräusche von trampelnden Hufen, so daß es sich zumindest aus der Ferne so anhört, als reite der König hoch zu Roß. Seine Untertanen erkennen den Monarchen nicht und auch die Suche nach geeigneten Kandidaten für die Tafelrunde erweist sich als schwierig. Als Arthur schließlich als Gegenleistung eine Pensionsberechtigung verspricht, melden sich doch noch einige Freiwillige, die flugs geadelt werden. Wegen des schlechten Fernsehempfangs auf Schloß Camelot haben die Mannen aber keine rechte Lust, ihren Platz an der Tafelrunde einzunehmen. Da kommt es gerade recht, daß Gott König Arthur befiehlt, den heiligen Gral zu suchen...

Der Film reiht Klamauksituationen der gralsuchenden Ritter der Tafelrunde aneinander. Eine äußerst gelungene, weil derb-anarchische Groteske über Historien- und Kostümfilme, bei der Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen. Dies ist eines der besten Werke der verrückten, englischen Komiker-Truppe Monty Python, denn hier werden auch Schwule, Frauen, Franzosen und Historiker durch den Kakao gezogen. Selbst Gott wird als Zeichentrickmännchen dargestellt. John Cleese, der oft als der witzigste Mann der Welt bezeichnet wird, dementiert übrigens weiterhin alle Gerüchte um eine mögliche Wiedervereinigung, über die die überlebenden Monty Python-Mitglieder (Graham Chapman starb 1989) Ende letzten Jahres selbst diskutierten: "Es ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen..."

Wertung: Super

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2. Das Leben des Brian
(Live of Brian)

Satire, Großbritannien 1979

Regie:

Terry Jones

Buch:

John Cleese, Graham Chapman, Eric Idle, Terry Gilliam, Michael Palin, Terry Gilliam und Terry Jones, Terry Jones und Michael Palin, Terry Jones

Kamera:

Peter Biziou

Musik:

Geoffrey Burgon

Produzent:  

John Goldstone

Darsteller:  

John Cleese, Graham Chapman, Eric Idle, Michael Palin, Terry Gilliam, Terry Jones, George Harrison, Sue Jones-Davies, Kenneth Colley, Gwen Taylor, John Case

Monty Pythons böse Bibelparodie erzählt die Geschichte eines jungen Mannes namens Brian, der in der gleichen Nacht wie Jesus und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft geboren wurde. Schon als Neugeborener findet die erste Verwechslung mit dem Heiland statt, es soll nicht die letzte sein...

Ende der 70er Jahre, als die Heilige Kirche noch ein bißchen heiliger war, die Gläubigen etwas gläubiger und die Lateinpauker etwas strenger waren, schlug Jones köstlicher Filmspaß ein wie eine Bombe. Ein Angriff auf die Lachmuskeln gequälter Primaner und ein Angriff auf all diejenigen, die sich schon immer Recht und Ordnung auf die Fahnen geschrieben hatten. Die Monty Python-Truppe, ein britisches Komikersextett, zog die Geschichte Jesu durch den Kakao. Im Film steht dafür die Figur des Brian. Aus Groll gegen seinen entlaufenen Vater, der ein Römer war, schließt Brian sich der Volksfront von Judäa an und stänkert gegen die Besatzer. Bei einer Nacht- und Nebelaktion wird er sogleich erwischt: Es entsteht die berühmte Szene, in der der Centurio das stümperhafte Latein des Wandschmierers korrigiert und ihn seine Parole "Römer raus" zur Strafe gleich hundertmal an die Palastwand von Pilatus schreiben läßt. Während es durch einen dummen Zufall dazu kommt, daß ihn eine Menschenschar als Messias vergöttert, wird Brian immer wieder von den erbosten Römern verfolgt... In den USA riefen die Gläubigen zum Boykott des Films auf, so hohe Wellen schlug der Messias-Klamauk.

Wertung: Sehenswert

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3. Der Sinn des Lebens
(Monty Python's The Meaning Of Life)

Satire, Großbritannien 1982

Regie:

Terry Jones und Terry Gilliam

Buch:

Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin

Kamera:

Peter Hannan, Roger Pratt

Musik:

Graham Chapman, John Cleese, John Du Prez, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin

Produzent:  

John Goldstone

Darsteller:  

Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin, Carol Cleveland

Alles, was sie schon immer über das Leben und seine Geheimnisse wissen wollten - hier erfahren sie es, und zwar von den Experten schlechthin: Monty Python. Bereits Aristoteles stellte sich die entscheidende Frage: Warum sind wir hier? Oder mit den Worten Michael Palins gesprochen: "Warum trägst du eigentlich dieses Straußenkostüm?" Der Sinn des Lebens als völliger Unsinn.

Denn die britische Komikertruppe Monty Python ("Das Leben des Brian") 1969 von Graham Chapman, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones, Terry Gilliam und John Cleese gegründet nahm sich 1982 des komplexen Themas an und schuf eine irrwitzige und deftige Komödie. Sie bietet Episoden über das Leben etwa aus der Sicht von Aquarienfischen ("Guten Morgen, Moien, Moien."). Weitere Antworten auf die existentielle Frage werden hier, wie von den Pythons gewohnt, mit makaber-anarchischem Sarkasmus präsentiert. So bewegen sich die Komiker durch alle Gesellschaftsschichten und lüften die Geheimnisse des menschlichen Lebens von der Wiege bis zum Grab manchmal nur leicht ironisch, dann wieder extrem vulgär und oft völlig absurd. Übrigens ist die Maschine mit dem "ploing" auch dabei und: Vorsicht vor Lachsschaumspeisen!

Wertung: Sehenswert

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4. Jabberwocky
(Jabberwocky)

Satire, Großbritannien 1977

Regie:

Terry Gilliam

Buch:

Charles Alverson und Terry Gilliam

Kamera:

Terry Bedford

Musik:

De Wolfe

Produzent:  

Sandy Lieberson, Umbrella

Darsteller:  

Michael Palin, Max Wall, Deborah Fallender, John LeMesurier, Annette Badland, Warren Mitchell, Brenda Cowling, Bernard Bresslaw, Alexandra Dane, John Bird, Neil Innes, Harry H. Corbett, Dave Prowse, Terry Jones

England im Mittelalter: König Bruno, der Fragwürdige, hat keine Zähne mehr und seine Burg hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Viel schlimmer ist aber, daß sich ein schreckliches Ungeheuer namens Jabberwocky in den Wäldern seines Reiches herumtreibt und seine Untertanen verspeist. Also strömen alle in die Burg, wo sich langsam ein Moloch aus Chaos, Gewalt, Korruption und Hungersnot ausbreitet. Der fragwürdige König beschließt, daß ein Turnier abgehalten wird, dessen Sieger das Ungeheuer töten und dafür die Hand seiner Tochter bekommen soll. Auch den jugendlichen, nicht ganz so hellen Helden Dennis verschlägt es in die Burg. Doch der Unglückliche landet als Knappe bei dem Ritter, der als Sieger aus dem Turnier hervorgeht. Also muß sich Dennis mit seinem Herren auf den Weg in den Wald machen, um das Ungeheuer zu stellen...

Noch ganz in der Tradition der Monty Python-Filme gelang Terry Gilliam ein intelligent-witzig gemachter Einblick in das finstere Mittelalter. Die Geschichte von einem, der auszog, um zufällig einen Drachen zu töten, die Schwierigkeiten der damaligen Rush-Hour, gute Gags und riesige Drachenexkrementenhaufen sorgen für einen respektlosen Spaß. Von den sechs Mitgliedern der englischen Kult-Komikertruppe Monty Python, die mit ihren anarchischen Sketchen von 1969 bis 1974 das britische Fernsehen auf den Kopf stellten, wirken drei mit: Michael Palin spielt - seinem Oxford-Abschluß in Geschichte Rechnung tragend - die Hauptrolle. Terry Jones hat einen Auftritt als Wilderer, und Terry Gilliam, das einzige amerikanische Miglied der Pythons, führte hier zum ersten Mal allein Regie.

Wertung: Sehenswert

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5. Time Bandits
(Time Bandits)

Fantasykomödie, Großbritannien 1981

Regie:

Terry Gilliam

Buch:

Terry Gilliam und Michael Palin

Kamera:

Peter Biziou

Musik:

Mike Moran, Mike Moran und George Harrison, George Harrison

Produzent:  

Terry Gilliam

Darsteller:  

Craig Warnock, David Rappaport, Kenny Baker, John Cleese, Sean Connery, Ian Holm, Ralph Richardson, David Warner, Shelley Duvall, Michael Palin, Peter Vaughan, Katherine Helmond, Malcolm Dixon, Mike Edmonds, Jack Purvis, Tiny Ross, Jim Broadbent

Sean Connery als griechischer König Agamemnon mit dem kleinen Kevin (Kenny Baker) Der zwölfjährige Kevin liegt nachts noch wach, als plötzlich ein wild um sich schlagender Ritter quer durch sein Kinderzimmer reitet und durch die Wand verschwindet. Dann stehen sechs Zwerge in seinem Schlafzimmer. Sie haben dem "Obersten Wesen" eine Karte mit Zeitlöchern geklaut, mit deren Hilfe sie Raubzüge quer durch die Geschichte unternehmen. Kurzerhand nehmen sie Kevin mit auf ihre abenteuerlichen Reisen...

Monty Python-Mitglied Terry Gilliam gelang hier eine überaus witzige und intelligente Fantasy-Parodie, in der so manche Heldengestalt wenig heldenhaft davon kommt. Außerdem beweist das Werk trotz relativ geringem Budget auch visuellen Ideenreichtum. Produktionsfirma war übrigens "Hande Made Films", eine Gründung des im Dezember 2001 verstorbenen Ex-Beatles George Harrison.

Wertung: Sehenswert

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6. Magere Zeiten - Der Film mit dem Schwein
(A Private Function)

Komödie, Großbritannien 1984

Regie:

Malcolm Mowbray

Buch:

Alan Bennett

Kamera:

Tony Pierce-Roberts

Musik:

John Du Prez

Produzent:  

Mark Shivas

Darsteller:  

Michael Palin, Maggie Smith, Denholm Elliott, Richard Griffiths, Tony Haygarth, John Normington, Bill Paterson, Liz Smith, Alison Steadman, Pete Postlethwaite, David Morgan

Auch in England sind die Nachkriegszeiten alles andere als rosig, als das Land sich im November 1947 anschickt, die Hochzeit von Prinzessin Elizabeth mit Prinz Philip zu feiern. Fleisch gibt es auf Lebensmittelkarten so gut wie gar nicht, um so mehr blüht der Schwarzhandel. In einer kleinen Stadt in Yorkshire führt Inspektor Maurice Wormold einen verbissenen Kampf gegen den Schwarzmarkt. Gut versteckt vor seinen Schnüffeleien haben drei Honoratioren des Provinznests heimlich ein Schwein mästen lassen, das den Festbraten für ein örtliches Gala-Dinner am Hochzeitstag der Prinzessin abgeben soll. Als Gilbert Chilvers, seines Zeichens Fußpfleger, dieses Schwein durch Zufall bei einem Kundenbesuch entdeckt, sieht seine Frau Joyce die Stunde gekommen, endlich einmal ihre ewig hungrige Mama satt zu bekommen und zugleich den bisher schmerzlich vermißten Anschluß an die besseren Kreise des Städtchens zu gewinnen...

Regiedebütant Malcolm Mowbray gelang mit dieser authentischen Geschichte über die ärmlichen Nachkriegsjahre, in denen ein nicht deklariertes Schwein in einem Dorf für allerlei Verwirrung sorgt, eine wunderbare Mischung aus englischem Humor und bitterböser schwarzer Komödie. Dabei sorgen vor allem die vielen Details am Rande für königliche Unterhaltung.

Wertung: Sehenswert

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7. Brazil
(Brazil)

Fantasyfilm, Großbritannien 1984

Regie:

Terry Gilliam

Buch:

Terry Gilliam, Tom Stoppard, Charles McKeown und Tom Stoppard, Tom Stoppard und Charles McKeown, Charles McKeown

Kamera:

Roger Pratt

Musik:

Michael Kamen

Produzent:  

Arnon Milchan

Darsteller:  

Jonathan Pryce, Robert De Niro, Katherine Helmond, Ian Holm, Bob Hoskins, Michael Palin, Kim Greist, Ian Richardson, Peter Vaughan, Jim Broadbent

Im Orwell-Jahr 1984 präsentierte Terry Gilliam seine Version vom totalen Überwachungsstaat: Im Informationsministerium passiert ein fataler Fehler. Eine auf einem Formular an ungünstiger Stelle zermatschte Fliege macht aus einem Mr. Tuttle einen Mr. Buttle, was dazu führt, daß der falsche Mann liquidiert wird. Buchhalter Lowry, bisher von der Perfektion des Systems überzeugt, überdenkt seine Ansichten und gerät mit dem System aneinander...

Terry Gilliams Film ist keine offizielle Verfilmung von Orwells "1984", stellt aber die echten Verfilmungen allesamt in den Schatten. In Sachen Atmosphäre, Dichte und Originalität ist "Brazil" nach wie vor eine der bedrückendsten, dabei aber unterhaltsamsten Abbildungen eines totalitären Systems. Die Handlung ist in einem fiktiven England der späten 40er Jahre angesiedelt, womit Gilliam Orwells Perspektive (er verdrehte das Jahr 48 einfach zu 84) auf intelligente Weise umkehrte. Ausstattung und Tricks sind Weltklasse. Besonders gemein ist der Schluß, der zunächst ein Happy End vorgaukelt und dem Zuschauer dann noch einen derben Schwinger in die Magengrube verpaßt.

Wertung: Mega

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8. Ein Fisch namens Wanda
(A Fish Called Wanda)

Gaunerkomödie, USA 1987

Regie:

Charles Crichton, John Cleese

Buch:

John Cleese und Charles Crichton, John Cleese, Charles Crichton und John Cleese, Charles Crichton

Kamera:

Alan Hume

Musik:

John Du Prez, John du Prez

Produzent:  

Michael Shamberg

Darsteller:  

John Cleese, Jamie Lee Curtis, Kevin Kline, Michael Palin, Maria Aitken, Tom Georgeson, Patricia Hayes, Geoffrey Palmer, Cynthia Caylor, Cynthia Cleese, Peter Jonfield, Mark Elwes, Ken Campbell, Neville Phillips, Al Ashton, Roger Hume, Roger Brierley, Llewellyn Rees, Michael Percival, Kate Lansbury, Robert Cavendish, Andrew MacLachlan, Roland Macleod, Jeremy Child, Pamela Miles, Tom Piggot Smith, Katherine John, Sophie Johnstone, Kim Barclay, Sharon Twomey, Patrick Newman, David Simeon, Imogen Bickford-Smith, Tia Lee

Wanda, ein flottes Mädchen aus Amerika, hat sich mit George, Ken und Otto zusammengetan, um in London einen vornehmen Juwelierladen auszurauben. Wenn der Coup klappt, winkt Beute im Wert von 13 Millionen Pfund. Der Überfall ist Maßarbeit, danach wird es schwieriger. Insgeheim möchte nämlich jeder von den vieren die ganze Beute für sich haben, darum sorgen Wanda und Otto zunächst einmal dafür, daß George hinter Gittern landet. Vorsichtshalber hat der die Juwelen jedoch so gut versteckt, daß Wanda nur eine Möglichkeit sieht, sie aufzuspüren: Sie muss Georges ehrbaren Anwalt Archie Leach verführen...

Schoßhündchenkiller, Fischverzehrer und Fritten als Folterinstrumente. Wer einmal vor Lachen auf dem Boden liegt, hat während des Films keine Gelegenheit, wieder aufzustehen. Ein köstliche, irrwitzige Gaunerkomödie mit einem glänzend aufgelegten Darsteller-Ensemble. Kevin Kline bekam zu Recht einen Oscar für seine Rolle als Gauner Otto. Regisseur Charles Crichton begann in den 30er Jahren seine Filmkarriere als Cutter (u. a. von "Der Dieb von Bagdad"), bevor er 1945 mit "Traum ohne Ende" sein Regiedebüt gab. Mit der Alec-Guinness-Komödie "Das Glück kam über Nacht" inszenierte er seinen neben "Ein Fisch namens Wanda" wohl besten Film - 36 Jahre vor seinem Hauptwerk. Zwölf Jahre nach dem späten Triumph starb er am 14. September 1999 einen guten Monat nach seinem 89. Geburtstag in seinem Londoner Haus.

Wertung: Super

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9. Wilde Kreaturen
(Fierce Creatures)

Komödie, USA 1996

Regie:

Robert W. Young, Robert Young und Fred Schepisi, Fred Schepisi

Buch:

John Cleese und Iain Johnstone

Kamera:

Adrian Biddle und Ian Baker, Adrian Biddle, Ian Baker

Musik:

Jerry Goldsmith

Produzent:  

Michael Shamberg, John Cleese

Darsteller:  

John Cleese, Jamie Lee Curtis, Kevin Kline, Michael Palin, Ronnie Corbett, Robert Lindsay, Carey Lowell, Billie Brown, Derek Griffiths, Cynthia Cleese, Richard Ridings, Maria Aitken

Als es darum geht, einen Zoo zu schließen, setzt die toughe Marketing-Lady Willa Weston (fast) alles daran, dem Medien-Mogul und Zoo-Besitzter Rod McCain ihr Können zu beweisen. Sie will den wenig geliebten Zoo der Firma wieder auf Vordermann bringen. Schon bald jedoch wird klar, daß das Personal kurioser und tierischer ist, als viele Kreaturen des Tierparks. Ungeahnte chaotische Verwicklungen und Konsequenzen sind programmiert...

Das Team von "Ein Fisch namens Wanda" hat wieder zugeschlagen. Wer hier eine "Wanda"-Fortsetzung erwartet hat, wird nicht unbedingt enttäuscht. Denn dies ist keine Fortschreibung der Geschichte, sondern eine ebenbürtige Komödie mit einem unschlagbar komischen John Cleese, der auch hier wieder das Drehbuch schrieb und zudem als Produzent fungierte.

Wertung: Sehenswert

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